Essend um den Prenzlberg

Café ManoloAusgeschlafen erwachen wir Silvestervormittag in Berlin und angefixt von himmelhochjauchzenden Jahreswechselplänen beginnen wir den Tag mit einem ausgesprochen leckerem Kaffee und einer würzigen Rosmarinfoccacia mit Serranoschinken im Café Manolo. Währenddessen kann man sich seitlich der Bar an aromatisiertem Limonen-Pfefferminz-Wasser selbstbedienend erfrischen und an der Fensterfront dem bunten Treiben der belebten Kreuzung zusehen. Nach abgeschlossenen Vorbereitungen des obligatorischen, dabei außergwöhnlich schmackhaften Kartoffelsalates für das für abends geplante Buffet, genehmigen wir uns einen Snack bei einem der unzähligen Vietnamesen. Im Netz scheint dieser in der Pappelallee 12 zum Restaurant ausgebaute Imbiss noch nicht verzeichnet zu sein, im hübsch unaufdringlich saniertem Ambiente genießen wir hier fein abgeschmeckte Goi Cuon (Summer Rolls).

Nachdem uns der Berliner Verkehrsbund BVG in der Silvesternacht stundenlang auf Bahnhöfen wartend verbringen ließ und damit unsere hochmotivierten Feierpläne für den Neujahrstag durchkreuzte, bleibt uns nach einem typischen Katerfrühstück mit Rollmops und Sardellenpizza für die folgenden Tage genügend Kraft und Geld, um uns kulinarisch weiter umzutreiben. Kanadisches Frühstück im Café EcksteinWir starten dazu mit einem üppigem Frühstück im Café Eckstein, dass vormittags zwar aus allen Nähten platzt, aber uns Zwei mit Glück einen Platz ergattern lässt. Opulent lassen wir hier zu frischgepresstem Orangensaft, heißem Kaffee und Ovomaltine das Skandinavische Frühstück mit Lachs und Rührei mit Shrimps sowie das Kanadische Frühstück mit dickfluffigen Blaubeer-Pancakes und Ahornsirup auftischen. Für Fotos waren wir nicht ausgerüstet, sodass ich mich hiermit auch dafür bei dem Tippgeber vom berlinbreakfastblog bedanke! Abends lassen wir uns mit einem stattlichen 400g Entrecote mit Kroketten und Röstzwiebeln von La Parilla beliefern, dass auf den Punkt englisch gebraten eintrifft.

Den nächsten Morgen verbingen wir häuslich mit Käse überbackenem Spiegelei, machen uns erst nachmittags wieder auf die Jagd durch die eisige Stadt nach einem leckerem Stück Kuchen und landen nahe dem Kollwitzplatz im Sowohl als Auch bei saftiger Sachertorte. Direkt ums Eck liegt die hauseigene Konditorei, bei der man alle Torten auch zum Mitnehmen bekommen kann. Abends locken uns zunächst hausgemachte Käsespätzle, aber mit vier Personen sind wir im anvisierten Fellas leider nicht unterzubringen und gehen daher die Schönhauser Allee herunter zum Berliner Prater. Im großen Gastraum fröhnen wir der gehobenen Hausmannsküche bei riesigem Wiener Schnitzel, Jungschweinbraten und Eiern in Senfsoße. Für genussvolle Raucher wurde im Hof extra eine Kunsthütte installiert, die mit Heizung, Sesseln und jeder Menge visueller Detailfreude endlich eine außergewöhliche Alternative schafft.
Berliner Prater
Das Fellas bietet uns als einzigen Gästen am folgenden Sonntagmorgen dann doch abschließend noch ein üppiges Englisches Frühstück mit Spiegeleiern, Bohnen und Speck, sowie ein Französisches mit Crèpe, Quark und Früchten und wir rollen satt und zufrieden aus der Hauptstadt.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • email
  • MySpace
  • RSS
  • Google Bookmarks
  • Tumblr
  • del.icio.us
  • Digg
  • LinkedIn
  • PDF
  • Print
  • Reddit

5 Antworten auf “Essend um den Prenzlberg”


  1. 1 mipi 05. Januar 2009 um 19:04 Uhr

    Schöner Bericht. Ist für den nächsten Berlinaufenthalt abgelegt. Wobei der Prenzlberg auch nicht mehr das ist, was er mal war …

  2. 2 Administrator 05. Januar 2009 um 21:22 Uhr

    Das alte Flair ist deutlich zurechtgeschliffen, doch gibt es hier stets neue, zunehmend feinere Kleinigkeiten zu entdecken und die Lebendigkeit der Stadt ist immer wieder beeindruckend.

  3. 3 KochSchlampe 13. Januar 2009 um 10:09 Uhr

    Ich verstehe wirklich nicht ganz, warum das Sowohl als Auch immer als großartiger Kuchenhafen gefeiert wird. Der Kuchen ist schon ok, aber besonders finde ich ihn nicht. So guter Durchschnitt halt.

  4. 4 Administrator 13. Januar 2009 um 12:32 Uhr

    Die Sachertorte war einfach super, aber ich bin natürlich dankbar für weitere Tipps und außerdem heiß auf die Eröffnung des Onlineshops vom Café Olivia, allerdings in Friedrichshain.

  1. 1 Fast forward durch Friedrichshain « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 14. September 2009 um 11:30 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger... HyperSmash

kostenloser Counter