Archiv für Februar 2009

Internationales Frühstück

Allerlei Zutaten aus der Resteverwertung bescheren ein ausschweifendes Frühstück, dass mich zwar den halben Tag lähmt, aber eben auch opulent schwelgen lässt:

Baguette mit Gänserillette
Französische Merguez

Peruanische Mango
Amerikanische Pfannkuchen
Kanadischer Ahornsirup

Italienischer Pancetta

Internationales Frühstück

Gebratene Apfelblutwurst auf Linsen

Aus meiner Marktausbeute sollte die frische Apfelblutwurst innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden, daher gibt es diese ganz klassisch mit:

Linsen
Möhre
Schalotte
Apfel

Gestückelte Schalotte und Möhre in Olivenöl anbraten. Die gequollenen Linsen dazugeben und in etwas Gemüsebrühe und mit einem Schuss Balsamicoessig gar köcheln. Gezuckerte Apfelscheiben und mehlierte Apfelblutwurst in etwas Olivenöl und Butter anbraten und zu den Linsen servieren.

Gebratene Apfelbulutwurst auf Linsen

Gedünsteter Leng auf Mangold

Im naheglegenen Supermarkt finde ich einen ordentlichen Busch Mangold für schlappe 99 Cent und investiere dazu in eine Fischempfehlung meines Vertrauensmannes in diesen Dingen. Kabeljau ist gerade aus, aber der vor Norwegens Küste gefangene Lengfisch eignet sich Dank festem Fleisch ebenfalls sehr gut zum Dünsten. Die Liste ergibt:

Mangold
Schalotten
Knoblauch
Weißwein
Lengfisch

Die Mangoldstrünke mit Schalotten in Olivenöl kräftig anbraten, Knoblauch dazu und mit einem guten Viertelliter z.B. Badener Riesling ablöschen. Die Lengfischfilets daraufsetzen und bei geschlossenem Deckel gar dünsten. Zum Schluss die Mangoldblätter dazugeben und bald darauf mit einem Stück Zitrone anrichten.

Gedünsteter Lengfisch auf Mangold

Französischer Markt in Ottensen

Zufällig bin ich heute über den Paul-Nevermann-Platz in die Ottensener Hauptstraße gelaufen und stieß dabei auf einen kleinen französischen Markt. Drei Tage wird der hier zu finden sein. Vor allem Käse und Würste, aber auch Öle, Weine und Cidre gibt es an kleinen Ständen zu bewundern. Da wollte ich mich nicht beherrschen, kann mein Französisch entstauben und komme mit diesem Paket zurück:

Französischer Markt Ottensen

Ein Tortenstück Tomme mit Weißwein und eine stattliche Scheibe Cantal. Außerdem drei Würstchen aus der Auvergne: Ente, Roquefort, Fenchel.

Einen Nachschlag holte ich mir am Pyrenäenstand:

Spezialitäten aus den Pyrenäen

Gänserillette, Merguez und Apfelblutwurst.

Apfel-Birnen-Kompott mit Milchreis

Hierbei kommen Kindheitserinnerungen hoch, ich habe ewig keinen Milchreis gegessen und Resteverwertung der Obstkiste bringt:

Äpfel
Rosmarin
Nelke
Birnen
Thymian
Milchreis
Honig
Zimt

Rundkornreis mit vier Teilen Milch aufkochen, Hitze herunterstellen und abgedeckt für 45 Minuten ziehen lassen. Nebenher Äpfel und Birnen jeweils gestückelt mit den Kräutern und einem Schuss Wasser zum Kompott einköcheln und am Milchreis anrichten. Dazu schmecken etwas Zimt und Honig.

Würziger Apfel-Birnen-Kompott an Milchreis

Vegetarisches Labskaus

Im Zuge des letztjährigen DFssgF hatte ich meinerseits Zutaten für ein vegetarisches Labskaus verschickt. Jetzt kommt es auch hier mal wieder auf den Tisch und damit in diesen Blog.

Rote Bete
Kartoffeln
Buttermilch
Sojageschnetzeltes
Zwiebel
Saure Gurken

Die Rote Bete in der Schale kochen, schälen und beiseite stellen. Sojageschnetzeltes in Gemüsebrühe einweichen. Die Kartoffeln mehlig kochen. Nebenher das eingeweichte Sojageschnetzelte auspressen und mit einer gehackten Zwiebel in der Pfanne anbraten. Die gegarten Kartoffeln durch eine Presse drücken und mit einem Schuss Buttermilch zu einem Püree in gewünschter Konsistenz verarbeiten. Das Sojageschnetzelte sowie die kleingeschnittene Rote Bete vorsichtig unterheben und mit sauren Gurken servieren.

Traditionell gehört dazu ein Spiegelei und ich mag Matjesfilet. Hier haben aus Jux noch ein paar frische Krabben ihren Weg auf den Teller gefunden, die anständig verpult gut zu dieser Flegelspeise passen.

Vegetarisches Labskaus

Mach 3

Blog-Event XLIII - Food & Glas (Einsendeschluss 15. März)

Ein neuer Eventaufruf vom Kochtopf mit dem Titel Food&Glas lässt mich sogleich zupackend tätig werden, um endlich einmal ein wahrscheinlich uraltes Rezept auszuprobieren. Die Idee mit der Schüttelbutter habe ich ulkigerweise neulich erst beim perfekten Dinner mit Maite Kelly von der Kelly Family aufgeschnappt und jetzt bietet sich promt die Gelegenheit, daraus ein kleines Brunchensemble im Glas zu zaubern. Die einzig nötige Zutat dafür:

Flüssige Sahne

Die Sahne in ein verschließbares Glas füllen und schütteln. Nach etwa drei Minuten erhält man cremige Schlagsahne. Davon kann man bereits einen Teil in ein Glas abfüllen. Den Rest nocheinmal kräftig weiterschütteln. Dabei trennen sich Fett und Wasser und nach weiteren drei Minuten sammelt sich das Fett zu einem Butterklumpen.

Schlagsahne und Schüttelbutter

Die gewonne Butter durch ein Sieb abschütten und in ein kleines Glas geben. Die auslaufende Flüssigkeit in einem weiteren Glas auffangen – das ist jetzt Buttermilch.

Schüttelbutter und Buttermilch

Mit einem Schuss Pflaumensaft dazu schmeckt es mir besser und erscheint mit etwas Phantasie als verdauungsfördernder Latte Macchiato, bzw. Latticello Macchiato. Alles zusammen mit einem Stück Knäckebrot anrichten.

Buttermilch, Schlagsahne und Schüttelbutter

Bunter Nockenteller

Ich mag bunte Teller voll Essen unterschiedlichster Zutaten, freihändig verkocht. Ganz besonders gefällt mir, wenn das dann auch noch gut schmeckt. An so einem Wochenende bietet sich mal wieder einiges aus der Resteverwertung:

Bärlauchnocken aus dem Frischeregal
Schalotten
Balsamico
Grüner Pfeffer
Tomaten
Eingelegte Tomaten
Kapern
Anchovies
Betasalat

Die Schalotten in Olivenöl dünsten, mit reichlich Balsamicoessig ablöschen, einköcheln und beiseite stellen.

Die Nocken in wenig Ölivenöl in der Pfanne anbraten. Nach und nach die übrigen Zutaten sowie die balsamierten Schalotten dazugeben, kurz mitschwenken und fertig ists.

Bunter Nockenteller

Aufbautage nach dem Fasten

FastenbrechenNach meinen verzichtreichen Fastentagen beginnen die Aufbautage mit dem traditionellen Fastenbrechen. Morgens und mittags gibt es jeweils einen verdauungsanregenden Apfel und abends angewärmten Gemüsesaft. Auch meine Euphorie hält sich entsprechend in Grenzen.

Essenseinkäufe für die folgenden Tage heben die Stimmung, doch um Verdauung und Stoffwechsel wieder in Form zu bringen, ist bei der Auswahl besondere Vorsicht geboten. Darm und Leber müssen behutsam angeregt, der Körper auf Absorption umgestellt werden und das dauert tatsächlich länger als die Einstimmung auf das Fasten selbst. Mindestens ein Drittel der Fastentage wird für diese Phase eingeplant, auch um einem eventuellen Jo-Jo-Effekt vorzubeugen. Während der Körper erst langsam aus so einem Notprogramm auf normale Verdauung umschaltet werden überzählige Kalorien gnadenlos in Fettreserven umgewandelt und festgehalten.

Insbesondere mit Fleisch und ähnlich schwer Verdaulichem tut man sich in dieser Zeit keinen Gefallen, denn das kann nach dem Essen einige Tage im noch trägen Darm vor sich hin rotten. Auch auf Salz muss weiterhin verzichtet werden, damit es nicht zu unnötigen Wassereinlagerungen kommt. Trotzdem weiterhin 2-3 Liter Flüssigkeit zwischen den Mahlzeiten verteilt trinken und das Essen ordentlich durchkauen. Das erleichtert die Sekretbildung, ohne die Verdauungssäfte zu verdünnen.

Am ersten Aufbautag gibt es morgens wieder einen Apfel und mittags ein Vollkornknäckebrot mit Weizensalat. Für den Abend habe ich erneut eine Gemüsebrühe angesetzt und püriere das Gemüse darin mit einem Schuss Buttermilch zu einer Suppe.

Der zweite Tag erlaubt bereits einen Apfel und ein Knäckebrot mit Weizensalat zum Frühstück, nachmittags Rosmarinkartoffeln mit gedünstetem Kohlrabi. Dazu noch Buttermilchquark, angerührt mit Knoblauch, Schalotten und Frühlingszwiebeln. Der schmeckt auch am Abend noch auf einem Knäckebrot.

Rosmarinkartoffeln und gedünsteter Kohlrabi

Nag Nag Nag

Der NPD droht die Pleite. Verglichen damit, dass es beim letzten Mal noch eine bedingungslose Kapitulation war, geht es aufwärts für sie.

Via




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