Ich habe mich jetzt einige Tage gedrückt, über diesen frühen Roman von Klaus Mann noch etwas zu schreiben. Das stark autobiographische Buch wird als sein literarisch bedeutenstes Werk vor dem Exil angesehen. Dennoch war ich enttäuscht.
Zum Ende der Weimarer Republik treiben seine Protagonisten nur so durch Zeit und Raum. Großbürgerlich aufgewachsen, findet sich auch in Zeiten von Wirtschaftskrise und Inflation doch immer jemand, der ihren hedonistischen Lebensstil finanziert. Bohèmehaftes Leben in Bars, Drogenrausch und ausschweifenden Reisen – obwohl damit ganz nachvollziehbar ein Bild dieser verlorenen Generation oftmals tabubrechend geprägt wird, bleibt die Beschreibung zumeist an der Oberfläche. Viele Charaktere werden eingeführt, aber über Äußerlichkeiten und ihre flüchtigen Affären höchstens gescanned. Nur wenige Persönlichkeiten werden so herausgezeichnet, wie die Figur des Tänzers Gregor Gregori, der damit zum studierbaren Vorläufer des karrierebesessenen Mephisto-Helden Hendrik Höfgen avanciert. Den Vulkan habe ich da sehr viel eindringlicher in Erinnerung, obwohl dieser eben durch die Ausführung der einzelnen Exilleben ja auch zu einem echten Klopper geraten ist.
Die Idee dieses Romans, zwei kaum bekannte Personen auf ihren persönlichen Schicksalswegen am Ende der Welt zueinanderfinden zu lassen, ist ganz hübsch gelungen.








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