Die andere Seite des Sommers

Katzen in der Manege Kaum bin ich mal aus dem Haus, haben sich die lieben Katzis unter schwesterlicher Regie einen Flohzirkus ins Haus geladen. Einfach so, vom Balkon weg. Wie die dahin gekommen sind? Na, gehüpft, nehme ich an. Einen Meter nehmen die locker ohne Anlauf. Zwar beißen die Biester bei gegebener Auswahl nicht unbedingt den Menschen, aber wenn sichs einer der Stubentiger des Nachts im Bett gemütlich macht, werde auch ich als erweiterte Tanzfläche umgehend in Beschlag genommen und das, also das geht einfach gar nicht. Sofort wird eine umfassende Kampfstrategie entwickelt:

Frontline Combo und Advantage Spot on im vierwöchigen Wechsel für die Katzen – bewirkt, dass sich das Kontaktgift wie ein Film über die Katzenhaut zieht und die unliebsamen Gäste killt. Länger als drei Tage halten die sich hier mutmaßlich immerhin schon auf.

Tägliches Saugen und vergiften des Staubbeutelinhalts, ansonsten krabbeln die da lebend und frisch geschlüpft einfach wieder raus in die gute Stube.

Waschen sämtlicher Bezüge und Kissen bei mindestens 60 Grad. Das Schwierige daran ist, den Platz zum Trocknen bereitzustellen.

Rigoroses Besprühen der Liegeplätze, damit auch Gelege und möglicherweise umherliegende Larven ausgerottet werden. Devise hier: Keine Gefangenen!

Wenn sich die Situation bis zum Wochenende noch nicht wesentlich gebessert haben sollte, steht bereits die Lieferung eines Foggers ins Haus, der bei geschlossenen Fenstern zwei Stunden lang die gesamte Bude ausräuchert. Derweil machen die Fellknäule und ich einen Ausflug ins Grüne.

Uff, also ich bin bedient – wenn noch jemand Tipps hat: Immer her damit!

Derweil verbleibe ich staubwedelnd und essiglappenwinkend mit verbissenen Grüßen.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • email
  • MySpace
  • RSS
  • Google Bookmarks
  • Tumblr
  • del.icio.us
  • Digg
  • LinkedIn
  • PDF
  • Print
  • Reddit

3 Antworten auf “Die andere Seite des Sommers”


  1. 1 KochSchlampe 16. Juni 2009 um 9:20 Uhr

    Oh, wie gruselig. Das ist bei mir immer noch eine Alptraumvorstellung, dass das Katzenvieh Flöhe aus dem Garten mitbringt.

    Viel Erfolg beim Ausrotten!

  2. 2 sammelhamster 16. Juni 2009 um 9:35 Uhr

    Auf keinen Fall Liebesentzug für die Fellknäule, das beeinträchtigt das Immunsystem und die Flöhe halten umso länger durch :-D

  3. 3 Administrator 17. Juni 2009 um 21:19 Uhr

    @ KochSchlampe: Danke, ich denke, ich behalte hier die Oberhand. Die Biester können sich allerdings rekordverdächtig vermehren und sind daher wirklich nicht zu unterschätzen.

    @ sammelhamster: Gut, dass du mich erinnerst, habe zuerst tatsächlich etwas abweisend reagiert.

    Übrigens kann ich von Kräuterhexenseite überliefern, dass auf den Liegeplätzen angebrachter Efeu, Flöhe und Zecken fernhalten soll.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger... HyperSmash

kostenloser Counter