Schlemmen im Piment

Ein weiterer lauer Sommerabend inspirierte uns nach ersten guten Erfahrungen vom Süllberg zu einem weiteren Entdeckungsbesuch aus dem Programm des Hamburger Schlemmer Sommers. Das kleine familiengeführte Restaurant Piment bietet uns bis dato unbekannte klassisch-französisch Küche mit marokkanischen Akzenten und verspricht in diesem Zusammenhang ein Überraschungsmenü aus 3-Sommer-Gefühlen.

Nach einer vorab gereichten butterblättrigen Pizzainterpretation, bekommt man zweierlei Sorten warmer Minibrötchen zu drei großzügigen Hausdips – Olive, Kichererbse und Karotte – die fein würzig abgestimmt schon mal einen tollen Einstieg in die angekündigte Aromen- und Gewürzvielfalt bieten. Wir putzten während unseres Aperitifs jedenfalls alles ratzfatz weg.

Als Gruß aus der Küche erwartete uns dann ein ingwergebeiztes Lachstatar auf Kartoffelsalat mit molekularer Beizschaumkrone. Ein Klassiker, wie man ihn zu kennen glaubt, aber mit der hier stets mitschwingenden orientalischen Note eben doch etwas ganz Neues. Der Tintenfischsalat zur Vorspeise schmeckt ebenso zart wie erfrischend. Wir waren begeistert.

Eine preislich für uns im Rahmen liegende Weinempfehlung zu einem weißen Sauvignon erwies sich als absolut passend und bei der Reservierung bereits darauf hingewiesen, dass ein „halber Vegetarier“ mit zu Tisch sitzen würde, reagierte die Küche auch hier professionell. Insgesamt war der Service an diesem Abend dezent, aber immer aufmerksam freundlich und nie aufgesetzt. Zum Hauptgang reichten sie einen butterzart gebratenen Rochenflügel und für mich die vorgesehene, ebenfalls angebratene und vermutlich in einer Tangine oder ähnlichem zartwürzig geschmorte Poularde. Beides mit wunderbar aromatischem Couscous. Der absolute Clou bei meinem Gericht war jedoch eine süßlich-zimtig gefüllte Geflügelpraline, umhüllt von knusprigem Filoteig. Ein echtes Highlight und insgesamt war dieser Hauptgang für uns ein Treffer.

Hübsch anzusehen folgte der Nachtisch aus Erdbeeren, Limetten-Vanille-Quark auf einer Hippe und gekrönt mit einem Sorbet vom Weinbergspfirsich mit Krokantwaffel. Beim abschließenden Kaffee sowie diversen, durchweg köstlichen Petit Fours waren wir uns einig: Dieses Restaurant am Rande Eppendorfs ist eine echte Empfehlung!

Schlemmen im Piment

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5 Antworten auf “Schlemmen im Piment”


  1. 1 kulinaria katastrophalia 06. August 2009 um 12:49 Uhr

    Wo sind denn die Schmankerl versteckt?

  2. 2 Administrator 07. August 2009 um 15:35 Uhr

    @ kk: Wie bitte? ;-P

  3. 3 kulinaria katastrophalia 07. August 2009 um 16:04 Uhr

    Alles nur den Mund wässrig machende Geschichten — wo sind die Beweise? :D

  4. 4 Administrator 11. August 2009 um 8:47 Uhr

    Die sind bei mehreren Gängen in einem Restaurant schwerlich machbar. Will ja auch den umsitzenden Gästen ihren privaten Genuss lassen. Ein Stimmungsbild ist aber doch ein ganz guter Platzhalter.

  1. 1 Schlemmersommer im WA-YO « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 28. Juli 2010 um 10:01 Uhr
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