Der Sommer ist spätestens dann vorbei, wenn die ersten Schniefnasen durch die Küche tröten. Höchste Zeit, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten und endlich doch mal diese Wunderbrühe zu köcheln. Wärmend, belebend und den Überlieferungen nach voll heilsamer Kräfte soll sie sein – auf jeden Fall eine würzige Unterstützung für viele Gerichte, daher lohnt es sich einen großen Pott davon aufzusetzen. Dann weiß man zumindest was drin ist. Hier nämlich:
Zwiebel
Hühnchenkarkasse
Entenkarkasse
Beinscheibe vom Rind
Die Zwiebel ungeschält aufschneiden und auf einem Stück Alufolie in der Pfanne braun rösten. Zusammen mit Karkassen und Beinscheibe in einen großen Topf geben. Mit 3 Litern kaltem Wasser auffüllen, kurz aufkochen und etwa zwei Stunden auf kleiner Flamme simmern lassen. Den aufsteigenden Klärschaum mit einer Kelle abschöpfen. Dann das Fleisch herausnehmen. Weiter gehts mit:
Kräuterbund
Sellerie
Möhren
Porree
Tomate
Das Suppengemüse grob geschnitten in das Fleischwasser geben, erneut aufkochen und bei ausgeschalteter Hitze ruhig über Nacht ziehen lassen. Am nächsten morgen das Gemüse abfischen und die Suppe durch ein feines Sieb gießen. Die Brühe noch einmal für etwa 10 Minuten volle Pulle einkochen, damit sich der Geschmack konzentriert.
Einen Teil kann man jetzt wunderbar mit frisch mitgekochter Brunoise vom Suppengemüse und gezogenem Eierstich genießen, um möglichst fix wieder auf die Beine zu kommen. Geriebener Meerrettich darüber macht zudem die Nase frei.

Den Rest in abgekochte Gläser füllen und fest verschlossen im 180 Grad vorgewärmten Ofen im Wasserbad einsetzen, bis die Flüssigkeit Bläschen aufsteigen lässt. Den Ofen auf 150 Grad runterschalten und so weitere 120 Minuten einkochen. Damit wäre man gleich für kommende Schnöftiraden gewappnet, kann die Brühe aber ganz allgemein, wenn auch nicht profan, zum Würzen anderer Gerichte oder als Saucengrundlage nutzen. Einfrieren – etwa im Eiswürfelbeutel – ist die andere Option, aber mein Gefriervolumen wäre mit dieser Menge auch schon ausgeschöpft. So hält sie sich einige Wochen.








sehr gutes Mittel gegen die kommende Grippewelle!!!!
Aber hier soll es ab morgen wieder warm werden, mach ich dann im herbst.
Die schmeckt sicher auch gut mit Griesknödelchen drin. Lecker, es werde bald Winter!
@ Bolli: Ich reite ja strategisch herbstfühlig die erste Welle mit und werde dieses Mittelchen danach hoffentlich nur noch prophylaktisch einsetzen.
@ Buntköchin: Ich dachte an Markklößchen, aber die Ausbeute war nicht der Rede wert.
Kraftbrühe selbst hergestellt, SUPER!
@ Hannes: Wollte ich lange schonmal machen, es lohnt sich.