Aus der Weihnachtbäckerei 2009

Man oh man, hier war was los! Mehlstaub und umherkullernde Nüsschen, backiges Orangenat unter den Füßen und mittendrin zwei räuberische Katzen, denen dieses Chaos äußerst gelegen kam, um hier und da einiges abzustauben. Die Rührschüsseln stapeln sich zwischen aufgerissenen Tüten, verbrannte Finger – wir haben nichts ausgelassen.

Mittendrin gingen uns die gemahlenen Mandeln aus. Auf einmal fehlten die beutelweise, obwohl jeder korrekte Berechnungen beschwört. Da musste ein spontaner Sprung zum nächstgelegenen Supermarkt helfen, aber da dort alle gemahlenen Mandeln ausverkauft waren, entschied man sich tatkräftig für die restlichen gehackten. Ganz doofe Idee, besonders wenn davon knapp 400 g, ich wiederhole: Vierhundert Gramm, im Minimörser per Hand runtergeraspelt werden müssen. Nun habe ich tatsächlich Blasen an den Händen, damit hat wohl niemand gerechnet.

Weiterhin ist uns ein ganzer Packen Mehl verlustig gegangen. Als hätte er sich in Luft aufgelöst. Obwohl tatsächlich noch einges von dem Staubezeug durch die Küche weht, denke ich, werden wir früher oder später diesen geheimen Ort ausfindig machen, an dem er sich versteckt hält. Liegengeblieben ist außerdem ein ganzer Block Schokolade, aber der findet sicher auch noch anderweitig Verwendung, obwohl ich hiermit klar festhalten möchte, dass ich nie, niemals nie wieder backen werde, frühestens jedoch im nächsten Jahr.

Nun aber zu den Rezepten und allen voran den Neuzugängen:

Zimtsterne

Zutaten:
500 g gemahlene Mandeln
425 g Puderzucker
2 TL Zimt (guten, am besten Bio, der Unterschied ist riesig da viel aromatischer)
3 Eier
2 EL Mandellikör
wer mag etwas Zitronensaft

Zubereitung:
Mandeln, 300g Puderzucker, Zimt, Mandellikör und das Eiweiß der beiden Eier mischen. Alles mit einem Knethaken verrühren und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig portionsweise auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ausstecher zwischendurch immer wieder in Puderzucker tauchen. Das letzte Eiweiß sehr steif schlagen und 125 g Puderzucker nach und nach zugeben, dabei weiterschlagen. Sterne damit bepinseln.

Im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 150 Grad 10-15 Minuten backen. Nicht länger drin lassen, auch wenn sie zu weich erscheinen, die werden härter beim Abkühlen und sonst läuft man Gefahr, dass sie doch steinhart werden. Ein guter Indikator ist die Eiweißmasse obenauf, die sollte NICHT gelb oder gar braun werden.

Bei uns hing genau an dieser Stelle erstmals der Haussegen schief, denn wir haben die komplette Fuhre gute 20 Minuten vor sich hinkokeln lassen. Man kann sie noch essen, allerdings sind sie kein Stück saftig sondern durchweg nicht bloß knusprig, vielmehr schon knackig, geraten.

Zimtsterne

Macarons au Chocolat

Zutaten:
125 g gemahlene Mandeln
390 g Puderzucker
50 g Kakaopulver
4 Eiweiß
1 Prise Salz
250 g Schokolade, Vollmilch
125 ml Schlagsahne
20 g Butter

Zubereitung:
Gemahlene Mandeln mit gesiebtem Puderzucker und Kakaopulver mischen. Eiweiß mit Salz sehr steif schlagen, Mandelmischung unterheben. Backofen auf 180° Grad vorheizen.

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech im Abstand von 5 cm kleine Tupfen setzen. Wenn das Blech voll ist, die Masse kalt stellen. Bei 180° Grad knapp 10 Minuten backen, dabei den Ofen nicht öffnen. Herausnehmen. Mit dem Backpapier auf einen Rost ziehen, auskühlen lassen. Alles wiederholen bis die Masse aufgebraucht ist, evtl. die Temperatur und die Zeit anpassen.

Sahne aufkochen, die gehackte Schokolade rührend schmelzen. Die Butter in kleinen Stückchen unterrühren. Die Masse kalt stellen bis sie spritzfähig ist, kurz mit dem Mixer aufschlagen, in einen Spritzbeutel füllen, auf die Hälfte der Macarons in die Mitte jeweils einen Tupfen von der Füllung spritzen. Restliche Macarons drauflegen, die Ränder leicht andrücken.

Die ersten sind uns verbrannt, die folgenden fielen nach dem Aufbacken in sich zusammen und insgesamt haben wir etwa 30 statt der anvisierten 70 Stück herausbekommen, aber das war auch ein wirklich anspruchsvolles Projekt, wie ich finde.

Macarons au Chocolat

Something Old

Schokoladenbiskotti und Vanillekipferl aus dem letzten Jahr

Schokoladenbiskotti und Vanille Kipferl

Something Borrowed

Genial leckere Bratapfelplätzchen sind leider kein Stück knusprig geworden, sondern in etwa der Struktur von festen Reibekuchen herausgekommen.

Lamiacucinas Basler Brunsli und Nürnberger Lebkuchen sind degegen beide ein Traum, wenn auch zweitere bei uns eher in die Breite gegangen sind, aber wir haben die letzte Kühlphase vielleicht zu ungeduldig abgebrochen. Ob es daran liegt?

Bratapfelplätzchen Basler Brunsli und Nürnberger Lebkuchen

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12 Antworten auf “Aus der Weihnachtbäckerei 2009”


  1. 1 Bolliskitchen 29. November 2009 um 18:47 Uhr

    macarons fallen in D. unters Xmasgebäck? Interessant…

    Ich weiss, warum ich nie backe….

  2. 2 lamiacucina 29. November 2009 um 19:09 Uhr

    Alles an einem WE ? Wahnsinn. Frau L. ist das auch schon passiert, dass die Nürnberger leicht verlaufen sind. Ursache: Teig sei zu dünnflüssig gewesen. LG.

  3. 3 sammelhamster 29. November 2009 um 20:12 Uhr

    Wow, ihr seid ja effizient!
    Ich hab es grad mal auf drei Sorten bisher gebracht….

  4. 4 Administrator 30. November 2009 um 13:15 Uhr

    @ Bolliskitchen: Kleinteiliges Gebäck wird hier ausschließlich zur Weihnachtszeit in den Ofen geschoben.

    @ lamiacucina und sammelhamster: Wir haben im Schichtdienst gewerkelt. Während einer fluchend am Ofen stand, hatte der andere wenigstens was zu lachen. Dazu gab es reichlich Motivationsschub vom Punsch. Außerdem: Wenn schon, denn schon!

  5. 5 KochSchlampe 01. Dezember 2009 um 10:18 Uhr

    Es fehlt etwas Blaues!

    ‚Something old, something new, something borrowed, something blue and a brand new penny in her shoe.‘

  6. 6 Administrator 01. Dezember 2009 um 10:40 Uhr

    Aber da ist doch jede Menge Blau?! Kariert eben. ;-)

  1. 1 Genial Lecker Trackback am 03. Dezember 2009 um 21:33 Uhr
  2. 2 Festtagsschmaus « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 08. Dezember 2009 um 8:09 Uhr
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  4. 4 Kaffeesieren « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 21. Januar 2010 um 18:29 Uhr
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  6. 6 Tipps und Rezepte für die Weihnachtsbäckerei? « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 18. November 2013 um 10:06 Uhr
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