Wurzelcassoulet

Grau in grau regnet sich draußen ein Mistwetter zusammen, dass man gar nicht mehr vor die Tür gehen mag. Da wird es Zeit für einen deftigen Eintopf. Das Cassoulet gehört zu den regionalen Köstlichkeiten in und um Toulouse. Man bekommt es eigentlich an jeder Ecke und trotzdem ist das diesen Sommer schlichtweg an mir vorbeigezogen, als ich dort meine Ferien verbrachte. Das liegt vor allem daran, dass die Einlage zumeist sehr fleischhaltig ist, was meinem vegetarischen Mitesser verständlicherweise nicht so zusagt. Dafür ergibt sich eben jetzt Gelegenheit, zu dieser vegetarischen Variante mit:

Vegetarisches WurzelcassouletWeiße Bohnen
Zwiebel
Dosentomaten
Kräuterbund
Worchestersauce
Möhren
Pastinake
Knollensellerie
Semmelbrösel
Panko
Butter

Die Bohnen über Nacht in Wasser einlegen. Am nächsten Tag gehackte Zwiebel in einem Bräter mit Olivenöl anschwitzen, die Bohnen inklusive Einweichwasser dazuschütten, Dosentomaten sowie einen guten Liter Gemüsebrühe angießen, Kräuterbund einlegen und aufkochen. Mit etwas Worchestersauce abschmecken. Dann wandert das ganze für einige Stunden bei 150 Grad in den Ofen. Nach etwa einer Stunde nebenher das gestückelte Wurzelgemüse in einer Pfanne anbraten und unterheben. Semmelbrösel und Panko ebenfalls kurz in der Pfanne anrösten, ein paar Butterwürfel unterschmelzen, über das Cassoulet geben und weiterschmoren.

Hin und wieder die sich bildende Kruste einstechen, damit die Flüssigkeit hochblubbern kann. Unseres war insgesamt gute drei Stunden im Ofen. Ab und an musste ich noch etwas Brühe nachgießen. Wir haben jetzt wohl ein paar Tage was davon.

Vegetarisches Wurzelcassoulet

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10 Antworten auf “Wurzelcassoulet”


  1. 1 lamiacucina 10. Dezember 2009 um 19:35 Uhr

    ein neutrales Würstchen hätte ich da schon noch reingeschmuggelt. Und hätt es ganz alleine gegessen.

  2. 2 Buntköchin 10. Dezember 2009 um 20:38 Uhr

    Wenn man gebratenes Rinderhack unterschummelt, merkt das doch auch keiner. Sag einfach das sind neue japanische Bröseln. ;-)

  3. 3 kulinaria katastrophalia 11. Dezember 2009 um 0:39 Uhr

    Der Topf zumindest sieht schon mal sehr originalgetreu aus ;D

  4. 4 Arthurs Tochter 11. Dezember 2009 um 12:25 Uhr

    ich hätte mir auch eine confierte Gänsekeule versteckt oder sowas… Aber das bringt mich darauf, dass ich auch endlich mal wieder ein Cassoulet backen muss.

  5. 5 Administrator 11. Dezember 2009 um 14:11 Uhr

    @ lamiacucina, Buntköchin und Arthurs Tocher: Da macht es mir ja mehr Spaß, dieses Gericht so schnell daherzunuscheln, dass den Carnivoren imaginäre Wurst untergejubelt werden kann. Bei dem an sich schon deftigen Geschmack problemlos möglich.

    @ kk: Ob ich den wieder sauber kriege?

  6. 6 kulinaria katastrophalia 12. Dezember 2009 um 3:51 Uhr

    @Administrator
    Wozu? die eingebrannte Kruste ist ein nicht zu unterschätzender Echtsheitsfaktor bereits für die nächste Speisung :D

  1. 1 Lamm zum Cassoulet « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 11. Dezember 2009 um 14:07 Uhr
  2. 2 Baked Beans zum Frühstück? « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 12. Dezember 2009 um 15:24 Uhr
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  4. 4 Meine weihnachtliche Kochgruppe « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 15. Dezember 2010 um 7:34 Uhr
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