Klassische Rouladen

Wir haben es uns zur Tradition gemacht, an Heiligabend bloß unterschiedliche Kleinigkeiten zu essen, die man gut vorbereiten kann. So muss niemand den halben Tag in der Küche rumwerkeln. Jeder bringt dazu etwas mit. Ich kümmerte mich um den Nachtisch und es gab meine Whiskymousse au Chocolat, nur noch um einen guten Schluck Espresso verfeinert. In der Regel treffen wir uns dann nochmal an einem der Weihnachtstage zur weiteren Völlerei, doch wegen anstehender Reiseplanungen fiel das diesmal aus. Kaffee und Kuchen, das gab es natürlich trotzdem, aber das eben für diese Zeit doch so typische Vielfraßprogramm, darauf sollten wir verzichten.

Pustekuchen, das kann es nicht gewesen sein! So habe ich mich für den zweiten Tag nochmal selbst ans Programm gesetzt. Fruchtiger Rotkohl und gefüllte Klöße sollten es sein und dazu eben klassische Rouladen mit:

Dijonsenf
Cornichons
Zwiebeln
Pancetta
Schweineschmalz
Markknochen
Suppengemüse
Tomatenmark
Kräuterbund
Rotwein

Die Rindsrouladen großzügig mit Senf bestreichen, gestiftelte Cornichons und Zwiebelringe einlegen, dazu die Scheiben vom Pancetta und dann fest zusammengerollt mit Küchengarn festwickeln. Einen Bräter erhitzen, Schweineschmalz dazu und die Rouladen rundrum scharf anbraten, herausnehmen und warm stellen. Ebenso mit dem Markknochen verfahren. Auch das grobgestückelte Suppengemüse mit einem Klacks Tomatenmark anrösten. Dann Rouladen, Markknochen wieder einlegen, einen Kräuterbund dazugeben und knapp mit anzugießendem Wasser bedeckt auf kleiner bis mittlerer Flamme mürbe köcheln. Das kann bis zu zwei Stunden dauern und gelegentlich muss man etwas Wasser nachgießen.

Ich habe das soweit schon einen Tag zuvor vorbereitet. Am darauffolgendem Tag dann nochmal sanft erhitzt, den entstandenen Sud durch ein Tuch passiert. Ein Teil davon geht zurück an die Rouladen, den anderen mit einem guten Schuss Rotwein kochend auf ein Drittel reduzieren und mit einigen Flocken eisgekühlter Butter zur Sauce montieren.

Klassische Rouladen

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12 Antworten auf “Klassische Rouladen”


  1. 1 Arthurs Tochter 28. Dezember 2009 um 13:51 Uhr

    Köstlich! Wir lieben Rouladen sehr! Nur die Cornichons mögen wir nicht, die lassen wir ersatzlos weg, bzw. ich schneide immer noch ein paar Ringe Frühlingszwiebeln hinein. Deine Rouladen sehen unglaublich saftig aus!

    HIER hatte ich neulich eine kleine Abwandlung, da mein Liebster kaum noch Saucen mit Rotwein verträgt. War auch lecker!

  2. 2 Arthurs Tochter 28. Dezember 2009 um 13:52 Uhr

    ach, der Code funzt nicht… hier ist er in ganzer Länge
    http://arthurstochterkocht.blogspot.com/2009/11/rinderrouladen-in-holunder-schokoladen.html

    Ich setz auch mal einen Backlink von meinen Rouladen zu Deinen :)

  3. 3 Claus 28. Dezember 2009 um 14:48 Uhr

    Ich liebe diese Dinger – die hier sehen Mega-Mürbe aus, so soll´s sein…

  4. 4 alissa 29. Dezember 2009 um 10:14 Uhr

    Lecker Rouladen – und wie saftig die aussehen hmmmmm – die gurken lasse ich auch raus – den Geschmack mag ich aber nicht wenn sie warm sind!
    Die sind Dir toll gelungen!

  5. 5 Hannes 30. Dezember 2009 um 9:09 Uhr

    Ein sehr schönes und passendes Weihnachtsessen!

  6. 6 Hannes 31. Dezember 2009 um 15:35 Uhr

    Alles Liebe und guten Rutsch ins 2010!

  7. 7 ilse aus München 03. Januar 2010 um 19:32 Uhr

    super schön – ich habe heute auch für uns plus Mutter Rouladen gemacht, nicht so fotogen wie deine aber sehr essbar.

  8. 8 tobias kocht! 04. Januar 2010 um 14:55 Uhr

    Rindsrouladen hat meine Oma immer gekocht. Schön, das Rezept zu lesen. Muss ich mir notieren.

  9. 9 kitchenroach 06. Januar 2010 um 7:02 Uhr

    Genau so mag ich meine Rouladen, mit Gurken!

  10. 10 Administrator 06. Januar 2010 um 11:27 Uhr

    Frohes Neues euch allen! Hab mir zwischen den Jahren ne Grippe aufgesackt, derweil bleibt die Küche kalt. Abgesehen von der http://schnickschnackschnuck.blogsport.de/2009/09/03/gefluegelkraftbruehe/.

  1. 1 Posteleienrisotto mit Kräuterseitlingen « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 12. Januar 2010 um 21:29 Uhr
  2. 2 Rouladen – Der Braten des kleinen Mannes « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 30. November 2010 um 7:09 Uhr
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