Alles Käse

Diese Überschrift ist keinesfalls schwarzmalerisch aufs neue Jahr gemünzt, sondern einem Jubeln gleich zu interpretieren, denn nach dem ersten Streich im Dezember ist heute das zweite Päckchen meines monatlichen Käseabonnements angekommen. Diesmal ohne Begrüßungsgeschenk oder Überraschung, sondern eben mit Käse und darauf kommt es hier schließlich an.

Die Resonanz war im Dezember groß, es wurden schon Geschenkeabonnements in Erwägung gezogen, daher möchte ich auch diesen aktuellen Inhalt nicht vorenthalten. Sobald ich wieder schmecken kann, sind die käsigen Kollegen fällig! Nebenbei bemerkt: Ich kann keine Hühnersuppe mehr ausstehen.

Ganze fünf Stück stehen uns damit im Januar zur Auswahl:

Grès du Maquis

Der Grès de Marquis ist artverwandt mit dem Grès de Vosges. Der Kuhmilchkäse ist von kräftigem Geschmack den er auch seinem auf korsische Art gereiften Kräutermantel aus Kräutern der Provence, Fenchel, Oregano, Basilikum und Wacholderbeeren verdankt.
Milchart: Kuhmilch – Fettgehalt i. Tr.: 50% – Herkunftsland: Frankreich/Elsass

Reblochon fermier AOC

Reblochon wird auch heute noch ganz traditionell aus der Nachmilch gemacht, die wesentlich gehaltvoller als die erste ist. Während der Reifung, die mindestens zwei WOchen betragen muss, bildet sich ein feiner Weißschimmel auf der orange bis gelben Rinde aus. Das volle Aroma des Käses entfaltet sich auf der Zunge und hinterlässt einen nussigen Nachgeschmack.
Milchart: Kuhmilch – Fettgehalt i. Tr.: 50% – Herkunftsland: Frankreich/Rhones-Alpes

Bianco Sottobosco

Der mit schwarzen Trüffelstücken versehene Schnittkäse wird zwei Monate in kühlen Trüffelkellern gelagert, wo die Temperatur dank massiver Steinmauern immer beständig bleibt. Durch diese Lagerung, erhält der Käse seinen feinen Trüffelduft. Durch den feinen Mürbeteig und den harmonischen Trüffelgeschmack eignet er sich sehr gut zu Pastagerichten.
Milchart: Kuh-Ziegenmilch – Fettgehalt i. Tr.: 52% – Herkunftsland: Italien/Piemont

Jersey Käse

Die ursprünglich von der britischen Kanalinsel Jersey stammende unverzüchtete Kuhrasse hat eine besonders hochwertige Milch, wodurch der Käse trotz kurzer Reifezeit, seinen außergewöhnlich feinen milchigen Geschmacl entfaltet. Die Kuhrasse hat neben dem zweimal so hohen Karotingehalt (Vitamin A) einen 30% höheren Kalziumgehalt gegenüber der Milch von anderen Rassen und macht den daraus hergestellten Käse so wertvoll.
Milchart: Kuhmilch – Fettgehalt i. Tr.: 48% – Herkunftsland: Deutschland

Pecorino Val d`Orcia

Der Pecorino Val d’Orcia ist ein Schafskäse, stammend aus der wenig besiedelten Gegend südlich von Siena. Die Schafzucht ist dort eine der wichtigsten Einnahmequellen. Die Hirten sind vor allem die Sarden, die durch diese Arbeit der Arbeitslosigkeit auf Sardinien entgehen wollen. Da diese selbst ein großes Wissen für die Käseherstellung mitbringen, hat das dafür gesorgt, dass der Pecorino zu einem der traditionsreichsten Käse aus der Toskana wurde. Durch die Verwendung von Rohmilch erhält der Pecorino seinen unverfälschten Geschmack. Diese Besonderheit macht ihn für Käseliebhaber so unwiderstehlich.
Milchart: Schafsmilch – Fettgehalt i. Tr.: 45% – Herkunftsland: Italien/Toskana

Käse im Abonnement

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5 Antworten auf “Alles Käse”


  1. 1 Arthurs Tochter 08. Januar 2010 um 17:49 Uhr

    Danke für Deinen neuen ausführlichen Bericht. Ich werde die nachher mal mit meinem Buch „Käse“, das ich mal bei mir vorgestellt habe, vergleichen.

  2. 2 Administrator 11. Januar 2010 um 12:14 Uhr

    Das ist gut, Zusatzinfos schaden nie.

  3. 3 kulinaria katastrophalia 15. Januar 2010 um 18:02 Uhr

    Aber wie schmecken sie jetzt, die Lieferkäseeinheiten?

  4. 4 Administrator 05. Februar 2010 um 9:42 Uhr

    Reblochon ist sicher am bekanntesten, ich mag ihn sehr. Der wohl junge Peccorino gefiel mir sehr, wegen seiner noch schmelzenden Konsistenz. Vom Jesey hatte ich mir ob der Beschreibung geschmacklich mehr versprochen, der Bianco Sottobosco war wiederum überraschend lecker und cremig. Sehr sehr speziell dagegen der Grès du Maquis. Zuerst scharf würzig, die Kräuter drumrun sind gewöhnungsbedürftig und fusseln ein wenig im Mund. Mit wenigen Tagen Reifezeit zog er jedoch nochmal dermaßen an, dass Reste daraufhin leider liegen blieben.

  1. 1 Es müssen nicht immer Nudeln sein « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 11. Januar 2010 um 12:13 Uhr
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