Käsespätzle mit gebräunten Zwiebeln

PapageientulpenWährend sich Isis Spicy bei ihren Neujahrsvorsätzen unter anderem auf meine Gedanken zum Fleischkonsum besinnt, haben einige wohl völlig verirrte Geister bereits die Fastenzeit eingeläutet. Das alles, bei deutlich anhaltenden Minusgraden, scheint an meiner Realität vorbei. Jetzt brennt der Körper schließlich auf Hochtouren, um sich in Wohligkeit zu hüllen, an purzelnde Pfunde möchte ich derweil nicht mal denken und hole mir lieber erste Frühlingsboten, wie diese Papageientulpen ins Haus. Das bißchen Schönfärberei macht durchaus Sinn.

Weiß wie Schnee lautet der Aufruf des aktuellen Kochtopfevents zwar relativ eindeutig, jedoch unterliegt das hier in Hamburg meiner geprägten Definition, denn besagte Tiefsttemperaturen zeugen bei uns keinesfalls von weißen Winterwunderwelten. Ganz im Gegenteil glänzen solche zu Eisflächen ausgetretenen Schneereste und Streugut dieser Tage in einem städtischen Graubraun und das spiegelt sich entsprechend Blog-Event-LIII: Weiß wie der Schnee (Einsendeschluss 15. Februar 2010)in meiner Interpretation wider.

Käsespätzle mit gebräunten Zwiebeln aus:
350 g Dinkelmehl 630
knapper 1/4 l Wasser
3 Eier
Salz
Gereifter Gruyère
Butter
Eau de Chardonnay
Zwiebeln

Das gesiebte Mehl mit Wasser und Eiern zu einem Teig verrühren und mit einem Löffel kräftig durchschlagen, bis dieser Blasen wirft. Die Profis schaben das dann über ein Spätzlebrett in kochendes Salzwasser, aber damit kann ich nicht dienen . Statt dessen spüle ich eine Spätzlepresse, die mir in der Regel zur Kartoffelpüproduktion dient, mit kaltem Wasser aus. Angeblich soll der Teig dadurch besser flutschen, mir gelingt trotzdem noch eine mittelgroße Sauerrei ums Kochfeld herum, als sich die klebrige Masse zäh tropfend dem Nass nährt. Mit den Fingern muss ich nachhelfen, um feine Stränge zu trennen, doch im Ergebnis zeigt sich eine befriedigende Ausbeute. Etwa 3-5 Minuten garen die wenig formschönen Spätzle im Topf. Abgefischt lasse ich sie in einem Sieb abtropfen, um sie sodann in der gebutterten Pfanne goldbraun röstend zu schwenken.

In einer Auflaufform abwechselnd Spätzle, geriebenen Käse sowie Butterflöckchen schichten, dann für knapp 20 Minuten im Ofen gratinieren. Ich habe noch ein paar Löffelchen Eau de Chardonnay darüber gedröppelt, Kirschwasser passt sicher auch. Nebenher halbe Zwiebelringe in der Pfanne braun rösten und auf den Spätzlen garniert sofort servieren.

Käsespätzle mit gebräunten Zwiebeln

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • email
  • MySpace
  • RSS
  • Google Bookmarks
  • Tumblr
  • del.icio.us
  • Digg
  • LinkedIn
  • PDF
  • Print
  • Reddit

8 Antworten auf “Käsespätzle mit gebräunten Zwiebeln”


  1. 1 lamiacucina 26. Januar 2010 um 18:32 Uhr

    Spätzle sind immer gut, mit Tausalz bestreut können sie nicht weiss sein und wer will schon gebleichte Spätzle ?

  2. 2 Chaosqueen 26. Januar 2010 um 20:51 Uhr

    Wie wunderbar, dass noch ein Rest Spätzle vom Wochenende im Kühlschrank auf Vebrauch wartet. Jetzt weiß ich genau, was ich damit machen werde.

  3. 3 Administrator 27. Januar 2010 um 11:20 Uhr

    @ lamiacucina: So siehts aus!

    @ Chaosqueen: Guten Appetit!

  4. 4 Jan Theofel 31. Januar 2010 um 23:25 Uhr

    Danke für deinen Beitrag! Spätzle sollte ich auch endlich mal selbst machen. Das steht schon lange auf meiner Ausprobierliste… Danke für die Erinnerung.

  5. 5 Administrator 01. Februar 2010 um 6:48 Uhr

    @ Jan: So ging es mir auch. Kann doch nicht so schwer sein, hab ich gedacht.

  1. 1 Kochgruppe, jetzt bin ich fällig « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 03. März 2010 um 12:22 Uhr
  2. 2 Käsespätzle mit geröstetem Blumenkohl « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 03. Dezember 2010 um 6:57 Uhr
  3. 3 Bärlauch auch « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 14. April 2012 um 8:11 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger... HyperSmash

kostenloser Counter