Pünktlich gen Jahreszeitenwechsel hört man wieder Husten und Schnäuzen, Krächzen und Keuchen. Auch bei uns hat sich schon ein leichtes Unwohlsein eingenistet. Die Hühnersuppenvorräte gehen zu Neige, aber aus Schwarzem Rettich und Zucker lässt sich zumindest auf die Schnelle ein Hustensaft zum Hausmittelchen anzapfen.
Dem Rettich eine Haube abschneiden, vorsichtig aushöhlen und mit einem Schaschlikstab nach unten ein Loch bohren. Das ausgeschabte Innere fein zerhackt mit braunem Zucker, Kandis oder Honig vermengen, wieder in die Rübe füllen und über Nacht auf einem Glas sitzend ziehen lassen. Den abtropfenden Sirup mehrmals täglich weglöffeln.








Oh, sehr interessant, das kannte ich noch nicht! Werde ich mir merken.
Klappt dat auch ohne Vollmond und können Männer dat auch?
@Claus,
Robert von lamiacucina hats letztens auch gemacht, das dürfte die zweite Frage beantworten.
Vielleicht sollte ich mal leicht bekleidet in den Schnee gehen, irgenwie werde ich diesen Winter nicht krank, so dass ich bislang noch keinen Bedarf an diesem Hustesaft hatte…
Das wurde mir als Kind auch schon beigebracht und es hilft wirklich. Das mit dem Loch unten drin ist genial, ich habs immer von oben abgetrunken.
In Italien ist eine etwas hochprozentigere Variante bekannt, die allerdings auch schon vor Beginn des Hustens anzusetzen ist, eine Orange wird über eine angemessene Menge Alkohol solange aufgespeißt gelassen bis sie derart schimmelig ihr Aroma abgibt; danach wird nie wieder ein eine Erkältungskrankheit auch nur einen Fuß in diese den Trunk genießende Person setzen ;D
@ Hannes: An Hausmitelchen sollte es nie fehlen.
@ Claus: Wenn du ganz fest dran glaubst, vielleicht.
@ Suse: Bei uns meldet sich auch eher das Zipperlein.
@ ilse: Technik ist alles
@ kk: Oha, das fällt dann schon in den Bereich Rosskur.
Woher bekomme ich denn wohl schwarzen Rettich? Der ist mir hier noch nie begegnet und ich habe schon seit Tagen Halzschmerzen und ein Kratzen im Hals.
Bei mir kam er aus der wöchentlichen Gemüsekiste, ansonsten würd ichs wohl beim gut sortierten Rübenhändler auf dem Markt versuchen. Ein paar Mal sind die mir doch schon unter die Augen gekommen.