Oscarreife Meatballpasta

And the Oscar goes to.. ihr wisst es sicherlich längst und ich bin meinerseits erstmals durchaus einverstanden mit diesem doch auch immer wieder überraschenden Trubel. Avatar? Der war schon viel zu schnell aus den technisch entsprechend ausgestatteten Lichtspielhäusern raus, als dass ich mir ein eigenes Bild darüber machen konnte, ob diese Revolution des Kinos die dünne Story trägt. Ich hoffe bloß, bei Tim Burtons Alice im Wunderland läuft das etwas anders, die Vorzeichen verlauten nicht unbedingt Gutes.

Wie dem auch sei, gegessen wird immer und heute eben Meatballpasta. Das Spezialrezept meines damaligen, amerikanischen Gastvaters. Ein Jahr in Maine, viele Blizzards und schlicht eine aufregende Zeit sind in Erinnerung damit verbunden, denn dieses Essen gab es nur zu ganz besonderen Gelegenheiten, nämlich wenn der herrlich grantelige Herr des Hauses mal ein Wochenende ohne Schichtdienst zugegen war. Das Rezept hat mich damals weniger interessiert, ich wäre auch mit Tacochips und Salsa zufrieden gewesen, die ich dort drüben Säckeweise verschlang. Inzwischen gibt es die ja auch bei uns an jeder Ecke, sogar im Kino, aber diese Meatballpasta habe ich hier noch nie gesehen. Höchste Zeit also, mich da mal ranzutasten.

Lammhack, gehackte Zwiebel, gestückelte Cornichons, wenig Semmelbrösel, geröstet gemörserte Koriander-, Fenchel- und Kreuzkümmelsamen, Piment d`Espelette sowie verschlagenem Ei vermengen. Mit feuchten Händen zu Bällchen formen, in Semmelbröseln wälzen und in einer tiefen Pfanne rundrum anbraten. Dosentomaten, grob geriebene Möhre und Pastinake, Stangenselleriescheibchen, eingelegte Kapern, gestückelte Sardellenfilets, geriebenen Ingwer, zerdrückt Knoblauchzehen, getrockneten Wildoregano, Thymian, Spritzer Worcestersauce, Prise Zucker.. ja, ich glaub das war es ungefähr..in die Pfanne geben und auf kleiner Flamme etwa 25 Minuten einköcheln. Gelegentlich umrühren. Nebenher Spaghetti in Gemüsebrühe bis kurz vor bissfest kochen und in der Sauce gar ziehen lassen. Mit Selleriegrün garniert anrichten.

American Italien Meatballpasta

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11 Antworten auf “Oscarreife Meatballpasta”


  1. 1 Toni 08. März 2010 um 19:19 Uhr

    Das wollte ich schon so oft machen und dann ist das Hackfleisch einfach so in die Sauce gewandert, weils schnell gehen musste. Jetzt nehm ich’s mir aber wirklich mal vor :) !

  2. 2 ilse aus Minga 09. März 2010 um 10:46 Uhr

    Oh diese meatball pasta ist ja de-bloody-luxe!! Ein Traum von Gewürzdosierung. Ich mach auch meistens die Schnellversion, werde aber diese ausprobieren.
    Übrigens: Alice in Wonderland hat mir total Spaß gemacht, ich habe die berechtigten Kritiken ignoriert (ja – taking liberties with the story, ja – wie immer zuviel Kampf, und das doofe, wissende kleine Lächeln von Alice hat genervt. Okay, Johnny Depp ist zum Kömodianten verkommen, aber was für ein Komödiant!!) und habe mich einfach unkritisch reinziehen lassen.

  3. 3 Hannes 09. März 2010 um 19:19 Uhr

    Phantastisches Rezept!

  4. 4 kulinaria katastrophalia 10. März 2010 um 0:39 Uhr

    Aber ist es denn jetzt auch wirklich das Originalrezepte und schmecket es auch so?

  5. 5 susanne 10. März 2010 um 10:03 Uhr

    wow, das nenn ich inspiration, sehr interessant!

  6. 6 zorra 10. März 2010 um 11:09 Uhr

    Mmmmh, die sehen wirklich oscarreif aus. Eine Portion bitte an mich.

  7. 7 Linda 10. März 2010 um 16:01 Uhr

    Diese Hackfleischbällchen würde ich auch ohne Oscar verschmausen. Leider habe ich hier bei mir noch nie Lammhackfleisch gesehen, damit würde ich schon gerne mal etwas kochen.

  8. 8 Schnick Schnack Schnuck 10. März 2010 um 22:29 Uhr

    @ Toni: Soviel länger dauert das hier auch gar nicht.

    @ ilse: Genau mit der Einstellung werde ich dann auch ins Kino gehen.

    @ Hannes und kk: Beim Original hab ich ja leider nicht aufgepasst, aber meines schmeckt natürlich großartigst ;-)

    @ susanne: Da steckt eben viel drin.

    @ zorra: Zu spät, meine Schwester bekam die Reste ins Büro.

    @ Linda: Einfach mal beim Schlachter nachfragen, ob er entsprechende Stücken durch den Wolf dreht. In dem Fall gilt ja: Je frischer, desto besser.

  9. 9 Flüge 24. März 2010 um 16:44 Uhr

    Von der Idee her eigentlich nichts Neues. Was mich inspiriert hat das Gericht mal nachzukochen sind die Cornis und die Sardellen :) Hammer-Idee!
    Freu mich schon auf’s Essen :)

  1. 1 Cheeseballpasta, Yeah! « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 20. Mai 2010 um 12:28 Uhr
  2. 2 Sandwich with Balls « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 27. Februar 2011 um 15:49 Uhr
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