Cheeseballpasta, Yeah!

Plötzlich ist sie wieder da, die Inspiration, und zwar ausgerechnet dann, wenn man vor neue Herausforderungen gestellt wird. Wie kann man einfach und billig für 35 bärenhungrige Handwerker kochen? In einer Festivalküche, mit gerade mal zwei Kochplatten. Natürlich vegetarisch, aber nicht bloß so Salatkram oder das hundertste Chili, von Reis mit Scheiß ganz zu Schweigen. Meatballpasta wär geil, wenn man die Bällchen irgendwie ersetzen könnte. Meinen vegetarischen Mitesser wollte ich die eh gern mal kosten lassen. Spanische Käsekroketten fielen mir dazu letztendlich ein, die lassen sich nämlich bestens vorbereiten, aber alles von Anfang an.

Erstmal die Sauce ansetzen, langsam eingeköchelt schmeckt die schließlich am besten. Schalotten, Möhrchen, Sardellenfilets und Tomatenmark anschwitzen, Dosentomaten dazu geben und einige Stündchen auf kleiner Flamme einköcheln lassen. Würzen mit getrocknetem Thymian und Oregano, Cajuan Spice, geriebenem Ingwer, Prise Zucker, Spritzer Worcestershiresauce. Später noch grob geriebene Möhre, Fenchelknolle, Stangenselleriescheibchen sowie Kapern darin gar ziehen lassen.

Saucenbasis Sauce einköcheln

Für die Bällchen nebenher Kreuzkümmel, Koriander- und Fenchelsamen ohne Öl in der Pfanne anrösten und mörsern. Dann 250g Magerquark, 50g Mehl, mindestens 50g geriebenen Manchego, 1 Ei, 1 Tl Kartoffelstärke vermengen. Mit einem Teil der Gewürze abschmecken, der Rest landet ebenfalls in der Sauce. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.

Geröstet gemörserte Gewürze Zutaten Käsebällchen

Die Käsemasse mit nasskalten Händen zu kleinen Bällchen rollen und in Semmelbröseln gewälzt beiseite stellen. Lässt man sie etwas stehen, werden sie fester, sodass man sie kurz vor dem Anbraten nochmal besser in Form bringen kann. Dazu eine Pfanne etwa einen Zentimeter hoch mit Sonnenblumenöl befüllt anheizen, bis das Öl an einem Holzlöffel blasen schlägt. Nicht zu heiß, sonst verbrennen sie Außen, bleiben Innen jedoch matschig. Die Bällchen darin also beständig schwenkend rundrum goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. So schmecken sie jetzt auch schon wunderbar, mit einem Dipp zum Beispiel.

Gerollte Bällchen Bällchen frittieren
Gebratene Käsebällchen

In Gemüsebrühe gekochte Linguini mit der Sauce vermengen, die Bällchen darauf anrichten und mit gehacktem Selleriegrün bestreut servieren. Einen Teil der Bällchen hatte ich probehalber ebenfalls in der Sauce geschwenkt, aber das bekommt deren Konsistenz nicht so gut. Voilà, eine vollwertig vegetarische Variation.

Cheeseballpasta

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9 Antworten auf “Cheeseballpasta, Yeah!”


  1. 1 lamiacucina 20. Mai 2010 um 19:09 Uhr

    das war aber erst der Probelauf ? Mit diesen Mengen würden sich 35 Handwerker kaum zufrieden geben.

  2. 2 Tin 21. Mai 2010 um 12:43 Uhr

    Hallo,

    klingt gut … bis auf die Sardellenfilets, jedenfalls für Vegetarier ;-) … ich hab auch schon Sardellenpaste in einem eigentlich vegetarischen Spundekäs verwurstet und bin seitdem da seeeeeehr sensibilisiert ;-)

  3. 3 Evi 21. Mai 2010 um 20:10 Uhr

    Super Idee! Ich brauch da aber glaub ich nicht mal Pasta dafür. ;)
    Käse und so. :D

  4. 4 Isi 21. Mai 2010 um 20:13 Uhr

    Das ist total lecker. Da wär ich auch mal gerne Handwerker…

  5. 5 Alissa 22. Mai 2010 um 8:58 Uhr

    Spitzen Idee – sieht das lecker aus… Deine Handwerker haben es gut!!

  6. 6 susanne 23. Mai 2010 um 19:25 Uhr

    stelle fest, dass hier gerade eine ernstzunehmende fanclubzelle für dieses gericht entsteht, führt wohl kein weg dran vorbei, danke für die inspiration!

  7. 7 Schnick Schnack Schnuck 24. Mai 2010 um 12:26 Uhr

    @ lamiacucina: So siehts aus.

    @ Tin: Streng genommen muss man dann auch die Worcestershiresauce weglassen, aber besagter Mitesser mag sowas glücklicherweise trotzdem.

    @ Evi: Ich tunk ja gern.

    @ Alissa: Das will ich meinen.

    @ susanne: Sehr gut, bildet Banden!

  8. 8 ilse aus Minga 25. Mai 2010 um 10:29 Uhr

    Was schönes, die Inspiration!

  1. 1 Sandwich with Balls « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 27. Februar 2011 um 15:50 Uhr
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