Lange Wochenenden sind toll, die besten, wenn auch noch die Sonne scheint. Endlich keinen Freizeitstress, die knappen freien Tagen auszupressen, bis man wochenanfangs beinahe urlaubsreif ist. Es sei denn, man unterjocht sich wieder mal so einer Ochsentour, wie meinem Ostermenue etwa, aber aus dem Geschäft bin ich diesmal ja raus, hatte ich mir geschworen. Vor allem bei dem Kaiserwetter da Draussen.
Doch dann kam ER:

Da bleiben kein Wünsche offen, denn endlich ist genug Platz auf dem Rost und beim geselligen Grillen lässt sich schon mit den Beilagen allerhand bewerkstelligen: Mit Creme Fraiche und geriebenem Appenzeller gefüllte Portobellopilze, scharfe Pommes und sogar Spargel – alles rauf damit!


Kinkerlitzchen, klar, aber auch darum gehts schließlich beim Grillen. Von allem etwas, für jeden ein bisschen und dazu ein anständiges Stück Fleisch. Entrecôte. Knapp drei Kilo am Stück, vom hübschen Charolais. Am Vortag bereits eingerieben mit diversen Pfeffer, Steinpilzen, Knoblauch, Wacholderbeeren, Chili, Buschtomaten, Rosmarin, Gewürznelken, Thymian und Kardamon (Code Tatanka), massiert mit feinstem Estragonsenf und fest mit Folie umwickelt kommt das etwa eine Stunde vor Grillbeginn aus dem Kühlschrank, wird dann scharf von allen Seiten angeröstet, um gute 3-4 Stunden bei 60 bis 80 Grad indirekt auf einer Zedernholzplanke bis zu einer Kerntemperatur von 55 Grad gebracht zu werden. Ein digitales Fleischthermometer ist hier unbedingt empfehlenswert.
Dazu schmeckt Frankfurter Grüne Sauce: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Pimpinelle, Sauerampfer, Kresse, Borretsch fein hacken, salzen, pfeffern, mit einer Prise Zucker sowie dem Saft einer Zitrone vermengen. Etwas Estragonsenf dazu. Geriebenen Meerrettich auch. Joghurt und Saure Sahne unterrühren und gute zwei Stunden ziehen lassen.

Danach kann man sich ganz entspannt zurücklehnen. Zum Nachtisch gabs übrigens Anonymes Rhabarberparfait, die Kamera war allerdings schon satt.








Wow, was für ein Grill. Im Sommer bin ich immer etwas traurig, dass wir keine Möglichkeit zum grillen haben. Ich beneide Euch „Griller“ wirklich darum. Das Fleisch schaut super aus, vom Charolais, das würde mir ach schmecken. Aber Ihr habt doch 3 kg nicht alleine gefuttert, oder?
So ein Profigrill für den Schrebergarten – ihr habt was größeres vor, stimmts? das Fleisch sieht fantastisch aus – so was habe ich in meinem Leben noch nicht gekocht.
Frankfurter Sauce? Hat Dich etwa auch das fertige Kräuterbündel auf dem Markt am Spritzenplatz so angelacht? Mein mir Angetrauter überraschte mich plötzlich am Samstag auch damit (allerdings inkl. gekochten Eiern), schmeckte toll zu Ofenkartoffeln. Zu Rind dagegen kann ich nur das Rhabarbaerchutney aus der letzten e&t empfehlen.
Wir grillen Samstag an, allerdings fischlastiger.
Ich bin ja nicht sooo der Grillfan, ab und an meintewegen. Wenns aber so feien Sachen gibt, sag ich auch nicht nein.
@ Isi: Wir waren zu sechst und konnten alle noch Tage später davon zehren. Dünn aufgeschnitten schmeckt das kalt auch wie Roastbeef.
@ ilse: Was Größeres lohnt sich hier jedenfalls und macht auch deutlich mehr Spaß.
@ Susa: Haha, ja, ganz genau. Rhabarberchutney klingt aber auch gut.
@ Mestolo: Hab zwar schon den nächsen Braten abhängen, allerdings werden wir wohl auch eine Fischrunde zwischenschieben.
@ Suse: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.