Pirohy oder Piroggen

Blog-Event LVII - Essen für unterwegs (Einsendeschluss 15. Juni 2010)

Zwischendurch hab ich das Programm dann auch einfach mal satt. Alles. Spiele ohne Tore, zumindest ohne klare Ergebnisse, von 90 Minuten Spannung mal ganz zu schweigen. Zudem müde Altherrenwitzchen der Fernsehkommentatoren, trotz der irrigen Annahme, solchen durch weiträumiges Umschiffen der öffentlichen Ausstrahlungsorte zu entgehen. Wie er hier. Beschwor man daher beim letzten Fußballgroßereignis noch in verklärter Zurückhaltung ein Sommermärchen, wankelt man diesmal, stets deutsche Tugenden bemühend, zwischen vuvuzelenden Säuberungsfantasien und Folkloreschund, anstatt einfach mal die eigene Technik in den Griff zu bekommen. Der Ton macht die Musik, oder? Wenn aber selbst die französische Aussprache eines Namens wie Nicolas schon zu unüberwindbarer Arbeitsverweigerung führt, weiß man gleich: Wir sind in Deutschland hier. Glücklicherweise gibts ja noch das Internet. Und Snaps, für den ein oder anderen Anstoß bleib ich also weiterhin am Ball und am Spiel der deutschen Mannschaft gabs ja bisher wirklich nix zu meckern. Die Kiwis haben sich auch überraschend gut durchgebissen.

Bevor nun heut Abend die absoluteste Geheimfraktion ihren Turniercharakter der Weltöffentlichkeit präsentiert, schieb ich noch schnell das Rezept für die slowakischen Pirohy ein. Die hatte ich schonmal in russischer Variation gebacken und die sind einfach ein prima Snack, auch für Unterwegs.

Füllung Teig

Diesmal hatte ich eine Füllung aus Kartoffelstampf mit Ziegenfrischkäse und Schnittlauch angerührt und den Teig schlicht aus 350 g Mehl, einer guten Prise Salz, einem Ei sowie 1/8l Wasser verknetet, ausgerollt und mit einem Glas ausgestochen. Vom Stampf bekleckst zu kleinen Taschen knüllen.

Piroggen füllen Rohe Pirohy

Die Taschen werden wie Maultaschen in kochendes Wasser gegeben, bis sie an die Oberfläche steigen. Nebenher Zwiebeln in etwas Butter rösten, über den abgetropften Piroggen verteilen und mit einem Klacks saurer Sahne versehen anrichten.

Pirohy oder Piroggen

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9 Antworten auf “Pirohy oder Piroggen”


  1. 1 Suse 15. Juni 2010 um 18:44 Uhr

    Da sachst du was. Für meinen Geschmack fallen auch viel zu wenig Tore. Da bewundere ich dein tapferes Durchhaltevermögen vor dem Fernseher.
    Am Freitag ab 13:30 Uhr gibts dann wieder gaaanz viele Tore :o )

  2. 2 Evi 15. Juni 2010 um 18:57 Uhr

    Köstlich sehen die aus. Aber ich bin bei Teigtaschen eh immer parteiisch. Spannender als den Fußball finde ich übrigens deine Anpfiffbildchen. :)

  3. 3 lamiacucina 15. Juni 2010 um 21:02 Uhr

    Interessante Piroggenschliesstechnik. Ganz ohne geometrisches zirkeln, abmessen und millimetergenaues verschliessen, wie ich das sonst mache.

  4. 4 Schnick Schnack Schnuck 16. Juni 2010 um 13:41 Uhr

    @ Suse: Wahrscheinlich geht denen da auch einfach die Puste aus.

    @ Evi: Den Burgeranpfiff oder die Anstoßbildchen?

    @ lamiacucina: Darum beneide ich dich und möchte doch nicht tauschen.

  5. 5 Evi 16. Juni 2010 um 16:03 Uhr

    Das Essen auf den Anstoßbildchen, um ganz genau zu sein. ;)

  6. 6 Stefanie 16. Juni 2010 um 21:36 Uhr

    Das sieht klasse aus! Vielen Dank fürs Mitmachen!

  7. 7 Shermin 19. Juni 2010 um 11:56 Uhr

    Die Piroggen sehen wirklich verführerisch aus. Viel leckerer als meine Versuche aus dem Backofen. Vielleicht probiere ich die dann doch nochmal aus.

    Liebe Grüße

  1. 1 blog.speisekarte.de Trackback am 20. Juni 2010 um 11:53 Uhr
  2. 2 Tolle Rezepte zur WM: Mein kulinarischer Rückblick « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 11. Juni 2014 um 10:16 Uhr
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