Hafengeburtstag, Radrennen, Marathon, Triathlon, Harleydays, Schlagermove. Ein abenteurliches Ereignis jagt das nächste seit Hamburg in reißerischer Manie verzweifelt, Berlin in Sachen Eventisierung den Rang abzuhecheln, immer noch ne Bude mehr an den Pauschaltouristen zu bringen und die Stadt mit Agentursprechveranstaltungen à la Blue Port Cruise Days in einem Feuerwerk vermeintlich international moderner Geschmacklosigkeiten zum begehrten Umschlagplatz für Durchreisende hochzuballern. Schließlich seien Musicals out und andersartige Kultureinrichtungen ließen sich doch schwierig durchsponsern, sonst wär das kalkulative Milliardenmissgeschick mit der Elbphilharmonie womöglich niemandem aufgefallen.
Autarke Programmgestaltung, das passt nun wirklich nicht mehr ins heutige hanseatische Verständnis ökonomisierter Lebenszeitprozesse. Daniel Richter ist sicher nicht der letzte Kreative, der diesem Abklatsch von Beliebigkeiten den Rücken kehrt und direkt in die Hauptstadt zieht. Der wöchentliche Treck über Mitfahrzentralen, Busse und ICEs institutionalisiert sich jedenfalls seit Jahren und liegt ganz auf hier zugezogenem Bürgermeister Ahlhaus` Linie, Ausweisungen zu beschleunigen. Mit dessen Motto, eine wieauchimmerwachsende Stadt müsse auch eine vorwasauchimmersichere Stadt sein, herausgeplärrten Alkoholverboten in öffentlichen Verkehrsmitteln, länderübergreifender Datenspeicherung und Online-Durchsuchungen bewegt sich bereits eine neuerliche Eisbergspitze die Elbe herauf.
Es ist demnach ein stetes stückweit Glücksache, ob wir die Strecke an Straßensperren und Reiseverkehr vorbei in Richtung unseres darob subversiv anmutenden Kleingartens schaffen. Darum igeln wir uns dort gleich einige Nächte ein. Was wir da wirklich treiben? Ihr dürft zwar alles essen, aber nicht alles wissen. Hassprediger leben gefährlich. Guten Appetit!
Blumenkohlblätterteigteilchen mit Cheddar
Blumenkohlröschen mit Olivenöl vermengt bei 150 Grad im Ofen bissfest rösten. Gebutterte Förmchen mit gekühltem Blätterteig auskleiden, mit dem Blumenkohl, Oliven sowie einer Sauce aus verschlagenem Ei, saurer Sahne und Dijonsenf füllen. Mit geriebenem Cheddar bestreut etwa 20 Minuten im 250 Grad hochgefeuertem Ofen auf unterster Schiene knusprig backen.
Der restliche Blätterteig lässt sich mit Sardellen und Pesto zu herzhaften Kräckern aufbrezeln.









Das sieht ja lecker aus. So schön goldgelb. Cheddar schmeckt nicht nur gut, er sieht auch imer besonders gut aus.
Wunderbar! Dein Bericht, die Törtchen und das Häuschen!
Genießt das alles und besonders Euch selbst!
Und wieder eine Bestätigung für mich auf dem Lande zu leben.
wenn ich dann alle Jubeljahre meine, zu einem dieser Feste fahren zu müssen, dann setz ich mich inne Bahn und fahr am Stau vorbei ;o)
Ich beneide Euch um diese Oase auf dem Land und den schönen großen Grill.
Das Essen sieht natürlich auch köstlich aus.
@ FrauSchmunzel: Super Farbe, hab ich mir auch gedacht.
@ Arthurs Tochter: Wird gemacht.
@ Suse: Schlau.
@ Freundin: Oh, das war es auch. Es geht doch nichts über einen guten Snack.
Ich glaub, dein Bericht gefällt mir; das Blumenkohlding auf jeden Fall!
Oh Igel — der soll ja in Ton gebacken so gut schmecken
Guter Artikel zum Thema: Drogen für alle