Saisonal befruchteter Wildkräutersalat

Kommen wir zu den süßen Dingen des Lebens. Momentan gibt es jawohl die frechsten Früchtchen überhaupt, gleich in mehrfacher Ausführung unterschiedlichster Formen und Farben. Gedellte Weinbergsversionen, ja, die mag ich besonders. Woran es liegt, dass diese Exemplare so hocharomatisch dahereiern? Es wird sich sicher noch ein Bodenspezi finden, der mir das mal erläutern kann. Bis dahin gehe ich davon aus, dass auch hier Größe eben nicht entscheidend ist, erst recht nicht die Masse, sondern der konzentrierte Wuchs machts. Warum weißfleischige Nektarinen und Pfirsiche dieser Richtung nach ausschlagen, ich weiß es nicht. Lange trotzdem gern zu und auch wenn kein Obstsalat wie der andere schmeckt, entwickeln sich im Wildkräutersalat immer nochmal besondere Nuancen.

Die grob zu hackende Wildkräutermischung liegt inzwischen bei jedem Markthöker aus, wickelt altes, beinahe vergessenes oder als Unkraut verschrieenes, dabei äußerst schmackhaftes Blattwerk ein. Etwas nussig, manchmal säuerlich, jedenfalls weit ab vom wässrigen Einheitsbrei. Daran kann man gut herumtüftlen. Ein Esslöffel Olivenöl, ein Esslöffel Balsamicoessig, noch einer vom Sherryessig, ein Spritzer Limette. Der Wilde veträgt Säure sehr gut. Pfeffer passt, Gewürze sowieso: In homöopathischen Dosen nämlich Chilisaat, gerieben Ingwer, Nelken, etwas Muskat, Kreuzkümmel und Orangenschalen. Zum Ausgleich muss bitte nicht mit Zucker hantiert werden. Obst steht auf dem Speiseplan jetzt ganz oben. Weiße Nektarinen, Pfirsiche dazu, ein paar Blaubeeren noch und schon hamwa den Salat. Schön bunt!

Wildkräutersalat mit Früchten den Saison

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5 Antworten auf “Saisonal befruchteter Wildkräutersalat”


  1. 1 alissa 10. August 2010 um 9:36 Uhr

    Ich mag solche wilden und spritzigen Salate – schöne Idee

  2. 2 Freundin des guten Geschmacks 10. August 2010 um 11:00 Uhr

    Heute soll’s mal wieder Sommer werden. Da bietet sich ein fruchtiger Salat an.

  3. 3 lamiacucina 10. August 2010 um 13:24 Uhr

    Meinst Du wirklich, der Salat wachse wild ?

  4. 4 kulinaria katastrophalia 11. August 2010 um 0:47 Uhr

    Irgendwann ist es soweit, dass wir an unseren Marktstand das Personal nicht mehr mit ständigen Fragen nerven müssen was denn dies und jenes sei — die Folgen des Wildkräuterangebotes hat also bisweilen auch Schattenseiten ;-)

  5. 5 Schnick Schnack Schnuck 11. August 2010 um 9:29 Uhr

    @ alissa: Da kann man ja auch quer durch den Obstarten variieren.

    @ Freundin dgG: Hätte, hätte, Fahrradkette. Auf den wart ich nicht mehr.

    @ lamiacucina: Ich hoffe nicht, dass besagter Höker den hier am städtischen Wegesrand eingesammelt hat, falls du mir das unterlümmeln wolltest?

    @ kk: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Alte Gärtnerweisheit.

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