Auf Wirsing

Da kommen sie wieder angerollt, Kohlköppe und Kürbis, in unserer wöchentlichen Gemüsekiste sogar im Doppelpack, und dank unseres kleinen Ausfluges bekam ich gleich die passende Inspiration vorgelegt. Jörn Sommer vom Ringhotel Sellhorn hat sich nämlich jüngst einen Stern erkocht, in den Hallen des Hamburger Großmarktes wunderbares Kürbiskraut zur Steinpilzwurst serviert und damit gleich seine Stärken verdeutlicht: Regionale Tradition mit besten Produkten. Ohne viel Chichi. Für uns die Entdeckung.

Verwurstet hab ich zwar nichts, dafür gibt es ein paar vegetarische Frikadullskis dazu. Fein gehackten Wirsing anbraten, in Gemüsebrühe schmoren, abkühlen lassen und in einem Tuch gut ausdrücken. Mit geröstet gemörsertem Koriander und Kreuzkümmel, Piment d`Espelette, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit etwas Mehl, Panko sowie verschlagenem Ei mit Senf zu Frikadellen kneten. In Polentagrieß flach drücken und in Rapsöl beidseitig knusprig braun braten.

Für das Kürbiskraut Wirsingstreifen und Hokkaidowürfel braten, in Weißwein gar schmoren. Salzen, Prise Zucker dazu und schließlich bei herunter geregelter Temperatur Schlagsahne unterziehen. Ich weiß nicht, wie der Chef das gemacht hat, aber geschmacklich kommt man so schon nah ran, auch wenn ich seines noch deutlich cremiger in Erinnerung habe. Ich brate nebenher noch gewürfelten Bauchspeck an. Dann alles zusammen anrichten.

Wirsingbratlinge auf Kürbiskraut mit Sternchen

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6 Antworten auf “Auf Wirsing”


  1. 1 Arthurs Tochter 09. September 2010 um 22:54 Uhr

    „auf Wirsing“ kannste mit fast allem kommen. Hauptsache, Wirsing ist drunter. In Mengen! Klingt sehr lecker!

  2. 2 Toni 10. September 2010 um 10:14 Uhr

    Noch wehre ich mich gegen die kalte Jahreszeit Lebensmittel, aber der Wirsing ist bei Dir so geschickt versteckt, das könnte doch schon gehen :o )

  3. 3 ilse aus Minga 10. September 2010 um 12:05 Uhr

    sieht vor allem so strahlend sommerlich aus! zum reingabeln.

  4. 4 Claus 10. September 2010 um 12:23 Uhr

    Schönes Rezept. Vielleicht hatter noch Creme Double reingepfuscht.

  5. 5 kulinaria katastrophalia 10. September 2010 um 16:27 Uhr

    Vielleicht die Sahne nicht schlagen, sondern länger rühren?

  6. 6 Schnick Schnack Schnuck 10. September 2010 um 20:31 Uhr

    @ Arthurs Tochter und Toni: Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und freut sich umso mehr wenns schmeckt.

    @ ilse: Indian Summer, hab ich auch gedacht.

    @ Claus und kk: Creme Double ist einen Versuch wert. Ansonsten hat der wohl vor allem an der Bindung gewerkelt, also entweder Kartoffelstärke oder den klasssichen Mehlschwitz gewuppt, tipp ich erstmal.

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