Man kommt ja zu nix, wenn man erstmal alle Urlaubserinnerungen hinwegfegend in den Alltag zurückbraust und sich gleich mit Karacho und ohne Handbremse in neue Aufgaben schmeißt. Nicht mal Rezepte, die ich hier eigentlich schon auf Halde liegen hatte, kommen so derzeit zu Ruhm und Ehre und das ist wirklich eine Schande. Aufgeschoben ist zwar nicht aufgehoben, aber nebenher betreu ich immerhin auch noch das aktuelle Blogevent The Real Deal im Kochtopf, sowas verpflichtet.
Die Zusammenfassung geht spätestens Montag online und auch wenn der Einsendeschluss dazu eigentlich gestern war, drück ich heute nochmal beide Augen zu. Streng genommen haben wir ausgerechnet diese letzte Woche kaum frisch gekocht. So schlimm war das nicht, der Appetit hielt sich sowieso in Grenzen, dafür sind die Temperaturen ganz schön abgesackt, oder? Vitamine müssen sein und die gibts auf die Schnelle einfach via Gemüsesuppe, die wärmt dann wenigstens noch von Innen. Kein körniger Glutamatramsch oder Hefeextrakt aus der Ökoecke, sondern ganz klassische Gemüsesuppe. Langweilig? Moment, immerhin ist diese hier mit gutem Spargel, nicht diese labbrigen Fingerlinge aus dem Glas, und wie das geht, verrat ich euch auch.
Für die Grundbrühe stückel ich Suppengemüse: Sellerie, Möhren, Lauch, Petersilienwurzel und -grün. Etwas Steckrübe hab ich ebenso zugegeben wie eine handvoll Tomaten. Im Topf leicht anrösten, mit Sherry ablöschen und mit Wasser aufgießen, aufkochen und dann mit niedriger Temperatur leise simmern lassen. Mindestens eine Stunde, besser schmeckt es noch, wenn alles einmal über Nacht durchzieht. Den Schaum abschöpfen.
Das ausgekochte Suppengemüse aussieben. Die Brühe ruhig noch ein wenig einköcheln, das intensiviert den Geschmack. Ich hab statt dessen eine neue Fuhre Gemüse als Einlage zugeschnibbelt. Darunter war dann auch der Spargel – Überreste vom Frühling – den ich frisch geschält einfach eingefroren hatte. Der landet jetzt in kleinen Rauten bei der übrigen Mirepoix bis alles zusammen gar ist. Genau das Richtige für kalte Tage, oder?








Gemüsesuppe war auch meine Antwort auf diese bescheuerte kalte kranke Woche – allerdings ohne Spargel, nur aus Wurzelzeugs und Kürbis. Auch gut.
Gemüsesuppe paßt immer.
Ich hoffe ja auch, mich damit vorbeugend gegen eventuell aufziehende Viren zu stemmen. Mal sehen, wie lange das klappt.
„Suppenspargel“ hab ich mir auch immer vom letzten Spargel Ende Mai eingefroren, genau für solche Zwecke.
Die Kombinationmit Steckrübe find ich ja sehr gewagt, why not!
Ohja, nehm ich, mag ich. Genau so. Wir frieren auch immer Spargel ein.
@ Suse: Es war bloß noch ein kleiner Rest Steckrübe und für den Geschmack der Brühe gilt bei mir vor allem: Viel hilft viel!
@ Mestolo: Leider knapst man sich doch nie genug ab, als dass es fürs ganze Jahr reichte. Die Vorfreude bleibt erhalten.