Kochgruppe going Wild

KochgruppeJa, aber sicher war inzwischen auch schon wieder Kochgruppe. Endlich wieder! Jeden Dienstag eigentlich, doch sowohl Zubereitungarten wie auch Fristgerechtigkeit terminlicher Detailfragen sind stets dem persönlichen Diktat des jeweils sich verantwortlich zeichnenden Koches unterworfen. Einer hält die Spannung wochenlang, bis er das perfekte Stück Fleisch gefunden hat, die andere sattelt derweil vom Salzfreak zur Curryexpertin um und wieder welchen ist die Kombination von Essen und Digestif ein Steckenpferd, das entsprechender Hege bedarf. Die zugehörigen Rezepte trudeln nicht immer bei mir ein, darum wirken auch diesmal vor allem die Bilder, derweil ich den Rest aus der Erinnerung zu rekonstruieren versuche. Eines gleich vorweg: Es gab Hirsch!

Hirschgulasch

Schlichten Friséesalat bekamen wir vorweg, während das Hirschgulasch bereits auf dem Herd schmurgelte, als wir Gäste eintrafen. Zusammen mit Zuckerschoten, Möhren, Zwiebeln. Loorbeerblatt im Sud, in welchem sich eine stattliche Menge Noilly Prat einzufügen wusste, denn gegen Ende des Abends war die Flasche leer. Ganz köstlich war das, alles beides.

Daneben blubberte eine rote Fruchtmasse, die ich bei oberflächlicher Betrachtung erst als klassische Preiselbeeren ausgemacht hatte. Statt dessen sorgten später Cranberries mit einer guten Portion Chilischärfe für freudig überraschte Gesichter am Tisch. Das war mal was anderes.

Zur Beilage gefiel rustikal gestückeltes Kartoffelgemüse, gratiniert. Eine Seite mit Appenzeller, die andere mit Gruyière, um einer oft wiederkehrenden Geschmacksdiskussion um diese beiden Käse im direkten Vergleich beizukommen. Zu einem eindeutigen Ergebnis kamen wir auch an diesem Abend nicht.

Cranberries mit Chili Kartoffelgratin
Einmal mit AllesFür die halbseidenen Vegetarier am Gedeck zog man flink einen Steinbutt durch die Pfanne, hier nicht im Bild, und unsere Teller belud man wirklich äußerst opulent. Da geriet beinahe der Nachtisch ins Hintertreffen: Vanilleeis mit frisch zubereitetem Rhabarberkompott. Fragt mich aber bitte nicht, wo er den um diese Jahreszeit herbekommen hat.

Vanilleeis mit Rhabarberkompott

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8 Antworten auf “Kochgruppe going Wild”


  1. 1 Kaoskoch 17. Oktober 2010 um 11:01 Uhr

    Vielleicht war der Rhabarber noch vom Frühjahr über und tiefgekühlt – ich habe hier auch noch einen Beutel liegen, der zum Schrecken des Gatten demnächst mal vercurryt wird.

  2. 2 Schnick Schnack Schnuck 19. Oktober 2010 um 7:24 Uhr

    So könnte es sich zugetragen haben, stimmt. Den an sich sauren Rhabarber kann ich mir ganz gut mit Curry vorstellen. Mal sehen, ob unser Kompostwüchsling nächstes Jahr genug Versuchsmaterial sprießen lässt.

  3. 3 kulinaria katastrophalia 19. Oktober 2010 um 19:26 Uhr

    Die gereichten Alkoholika trüben bisweilen die Sinne — dabei ist es doch glasklar, was der Unterschied der Käsesorten in geschmacklicher Hinsicht so umtreibt!

  4. 4 Schnick Schnack Schnuck 21. Oktober 2010 um 19:18 Uhr

    @ kk: Ich höre?!

  5. 5 kulinaria katastrophalia 05. November 2010 um 3:00 Uhr

    @Schnick Schnack Schnuck
    Das ließe sich nur anhand praktischer Einführung aufzeigen; zudem wäre ein nüchternder Zustand unabdingbar ;D

  6. 6 Schnick Schnack Schnuck 05. November 2010 um 6:04 Uhr

    Klar, nüchtern. Cidre zählt aber nicht, oder?

  1. 1 Im Schmortopf duch den Herbstnebel « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 02. November 2010 um 6:42 Uhr
  2. 2 Best of Kochgruppe 2010 « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 23. Dezember 2010 um 18:56 Uhr
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