Meine weihnachtliche Kochgruppe

KochgruppeEs war mir ein Fest, unsere Kochgruppe diese Woche mal wieder in den eigenen vier Wänden zu haben. Zwei Rezeptsammlungen aus der letzten Zeit werde ich die Tage noch nachreichen, denn wir treffen uns tatsächlich jede Woche und immer ist ein anderer für ein Menue aus drei Gängen verantwortlich.

Mit neun Leuten am Tisch ist meine Küche beinahe ausgefüllt, darum muss ich mir vorab genau überlegen, was machbar ist, ohne die gute Stimmung durcheinander zu wirbeln. Bestens eignen sich stets Schmorgerichte, oder Kleinigkeiten, die man nur noch kurz anrühren muss. Bloß keine Hektik am Esstisch. Außerdem hatte ich aus Frankreich zwei Dosen von Confit de Canard mitgebracht und so kurz vor Weihnachten ließ sich daraus gut ein kleines Festtagsmenue bauen.

Granatapfelsalat und Portwein-Feigen-Vinaigrette

Einen großen Friséesalat waschen und schneiden. Granatäpfel kräftig rollen, halbieren und die Kerne mit einem kleinen Löffel in den Salat schaben. Eine Vinaigrette von Olivenöl, weißem Balsamicoessig, Portwein, Feigen, Rohrzucker, Meersalz und Chili anrühren und über den Salat geben. Der Friséesalat war noch sehr fest, beinahe holzig, und konnte gut etwa eine Stunde in der Marinade stehen, bis schließlich alle vollzählig versammelt waren, ohne vollkommen zu zerfallen.

Geb ich doch gleich nochmal an den Gärtnerblog weiter, weils so schön passt.

Granatapfelsalat mit Portwein-Feigen-Vinaigrette
Garten-Koch-Event Dezember 2010: Granatapfel [31. Dezember 2010]

Cassoulet au Confit de Canard

Zwei Pakete getrockneter, kleiner, weißer Bohnen über Nacht in reichlich Wasser quellen lassen. Am nächsten Morgen fein gestückeltes Suppengemüse, gehackte Knoblauchzwiebel und Tomatenmark in einem Bräter anrösten, mit reichlich Sherry ablöschen. Die Bohnen mit dem Quellwasser dazu geben, noch ein wenig mehr Wasser sowie ein Glas Gemüsebrühe und zwei Flaschen passierte Tomaten angießen und einen Kräuterbund aus Lorbeer, Bohnenkraut, Oregano, Thymian einlegen. Alles einmal kräftig aufkochen und dann bei 200 Grad ohne Deckel etwa 2 Stunden schmoren. Man könnte das jetzt gut über den Tag auf kleinerer Flamme weitergaren lassen, aber beim letzten Mal ist mir das dabei zu sehr eingekocht und die Bohnen wurden dann schon arg matschig. Diesmal habe ich das darum ausgeschaltet einige Stunden stehen lassen, denn der Bräter speichert eh sehr gut die Wärme. Die Bohnen mit reichlich Semmelbröseln bedecken und schließlich nochmal drei Stunden bei etwa 150 Grad schmoren, dabei die Kruste immer mal wieder eindrücken.

Für die Vegetarier hat sich der halbvegetarische Mitesser dann einen Topf abgefüllt und einfach bloß eine Extrawurst aus Seitan reingeschnibbelt. Man muss ihnen lassen, dass sie sich auch dann äußerst genügsam zeigen, wenn sie die Sache selbst in der Hand halten. Extrawurst hin oder her.

Für alle anderen schließlich die konfierten Entenkeulen mit der Hautseite nach oben auflegen und nochmal bei voller Oberhitze knusprig backen.

Cassoulet auf Confit de Canard

Anisbrownies mit Apfelkompott und Vanilleeis

200 g Butter mit 220 g sehr dunkler Schokolade (hier: Lindt herb 85%) schmelzen und kurz auskühlen lassen. Nebenher vier große Eier und 200 g Zucker schaumig schlagen. In einem separaten Messbecher 170 g Mehl, zwei Tl. Safranbackpulver sowie zwei Tl. Anispulver vermengen. Die buttrige Schokolade schließlich unter die Eiermasse mischen, das Mehlgemisch kräftig unterrühren und alles in einer gebutterten Auflaufform ausstreichen. Bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen gute 15 Minuten backen, bis sich oben gerade eine feste Schicht bildet. Innen soll der Brownie noch schön klütschig bleiben. Kurz auskühlen lassen.

Nebenher zwei Äpfel fein würfeln, mit ordentlich Calvados, einem Schuss Reisessig, 2 El. Zucker und einer Prise Zimt auf kleiner Flamme einköcheln, sodass der Apfel gerade zerfällt, aber noch nicht zu matschig wird.

Alles zusammen noch warm mit einem Schlag vom guten Madagascarvanilleeis anrichten. Das Katzenhaar im Bild muss man sich wegdenken.

Anisbrownies mit Apfelkompott und Vanilleeis

PS: Ich liebe meine Spülmaschine.

Geschirrspülmaschine

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13 Antworten auf “Meine weihnachtliche Kochgruppe”


  1. 1 Linda 15. Dezember 2010 um 19:02 Uhr

    Hast Du eine Wohnküche? Ich finde das toll, in der Küche zu sitzen, tratschen und nebenher kochen. Leider bieten ja in der Regel die modernen Küchen keinen Platz mehr dafür. Dein Cassoulet würde mir schmecken, leider bin ich der einzige Bohnenliebhaber im Hause.

  2. 2 Schnick Schnack Schnuck 15. Dezember 2010 um 19:57 Uhr

    Ja, mit 4 bis 6 Leuten kann man hier ganz gemütlich hantieren, ein Sofa steht auch drin, aber wenns richtig voll wird, ist die Küche leider immer noch zu eng.

  3. 3 Suse 15. Dezember 2010 um 21:51 Uhr

    Och menno, bei der Überschrift hab ich ganz fest mit einem Foto von euch gerechnet, auf dem ihr euch mit Weihnachtsmannmütze, Engelsflügeln, Lametta und Lichterketten geschmückt habt.

  4. 4 Toni 16. Dezember 2010 um 8:25 Uhr

    Mist, die Suse war schneller. Aber ich hätte jetzt auch genau so ein Bild erwartet :o )

  5. 5 Schnick Schnack Schnuck 17. Dezember 2010 um 0:18 Uhr

    Ist doch kein Karneval hier. ;-)

  6. 6 Christina 19. Dezember 2010 um 18:39 Uhr

    Eine gemütliche Küche ist der place to be, eine Wohnküche ist ein erklärtes Lebensziel von mir! ;-) Meine Küche ist zwar nicht mal klein, aber für einen Esstisch ganz unpässlich geschnitten. Menno!

  7. 7 Schnick Schnack Schnuck 20. Dezember 2010 um 7:06 Uhr

    Manchmal muss man leider Abstriche machen. So ist beispielsweise der Arbeitsbereich selbst verschwindend klein, sodass ich bei Küchenmaschinen oder anderem schweren Gerät kaum in Versuchung komme.

  8. 8 Sus 01. Januar 2011 um 22:39 Uhr

    Danke für die Weitergabe Deines Salates – wurde freudig entgegengenommen.

    Aber ganz ehrlich: Deine Anis-Brownies finde ich aber auch … äh … geil!

    Liebe Grüße und ein schönes neues Jahr, Sus

  9. 9 Schnick Schnack Schnuck 03. Januar 2011 um 16:10 Uhr

    @ Sus: Oh ja, die waren auch wirklich lecker.

  10. 10 kulinaria katastrophalia 14. Januar 2011 um 21:48 Uhr

    Arbeitsfläche, Arbeitsfläche… wozu kann der Besuch Brettchen auf den Schoß nehmen :D

  11. 11 Schnick Schnack Schnuck 15. Januar 2011 um 8:19 Uhr

    Auch wieder wahr, aber Fingerfood ist doch so läpsch.

  1. 1 Best of Kochgruppe 2010 – die Gewinner! « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 20. Oktober 2011 um 11:44 Uhr
  2. 2 Best of Kochgruppe 2010 « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 06. April 2012 um 10:04 Uhr
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