Grüner Kartoffelsalat schwäb`scher Dekadenz

UmgetopftBis zur eigenen Ernte dauert es. Trotzdem hat unser erster Gartensalat dieser Saison alle Qualitäten zu einem echten Highlight zu werden, das sich auch aus dem Beet speisen ließe, wenn ich mich nicht bei der aktuellen Vorzucht zu sehr von den optischen Hinguckern im Gemüsefeld leiten ließe. Da sprießt dann zukünftig violetter Blumenkohl neben Erdbeerspinat, Zwiebeln umringt von einer kleinen Bärlauchkolonie, deren Basissproß bereits an diesem Wochenende in den Rabatten Platz nehmen darf, und ab Herbst erhebt sich die Rosenkohlpalme. Als wir morgens sogar noch dem ollen Schuppen die letzte Ölung verpassen, damit der wenigstens bis zum Ende seiner Tage in hübschem Teint darsteht, verunglimpfen uns die nachbarschaftlichen Laubenpieper völlig zu Recht als gottlose Schreberstreber.

Manches Gute ergibt sich eben doch aus purem Aktionismus, wie dieser grüne Kartoffelsalat schwäb`scher Dekadenz, in dessen Mitte einfach alles zusammen trifft, was sich beim wochenendlichen Marktbesuch greifen ließ. Kartoffeln dämpfen und in Scheiben schneiden. Nebenher gehackte Zwiebel in Gemüsefond erhitzen, nach und nach mit den noch warmen Kartoffelscheiben verrühren bis der Kartoffelsalat sämig wird, noch einen Löffel körnigen Senf dazu und gut durchziehen lassen. Broccoliröschen in Olivenöl und Butter anschwitzen, dann unter den Kartoffelsalat heben. Gehackten Ruccola und Bärlauch zugeben, salzen, pfeffern und mit Muskat abschmecken.

Grüner Kartoffelsalat schwäb`scher Dekadenz

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3 Antworten auf “Grüner Kartoffelsalat schwäb`scher Dekadenz”


  1. 1 kulinaria katastrophalia 11. April 2011 um 15:37 Uhr

    Gottlos wäre ja schon mal gut, und StreberInnen im Gartenhäuschenausbau sollten sich warmgehalten werden :D

  2. 2 Schnick Schnack Schnuck 11. April 2011 um 20:10 Uhr

    Lauwarm geht auch klar.

  1. 1 Tolle Salatrezepte: Meine Top 10 « Schnick Schnack Schnuck Pingback am 03. April 2014 um 13:26 Uhr
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