Wir haben es getan – uns in die Büsche geschlagen, die Finger in Brennnesseln gewärmt und sind in demutsvollem Watschelgang durch Feld und Flur gekreucht, um dieser begehrten Wald- und Wiesenbewohner habhaft zu werden. Wir erkundeten sogar neues Terrain und machten dabei Bekanntschaft mit der Pilzmafia. Nature, Alta, Pilzesammeln ist Krieg!
Erst sah es tatsächlich so aus, als tischte uns die Wilderness da draußen groß auf. Doch bis der Pilzbann hin zu essbaren Exemplaren gebrochen werden konnte, verging die Zeit unsicher, dann wechselhaft und schlug endlich in berüchtigte Sammelwut um.


Mehr Kobold- als Elfengleich umstrichen wir Riesenschirme, Krause Glucke und scannten das Gelände.


Ein paar skurrile Exemplare waren dabei, wie diese außerirdisch anmutende Bovistenart in Braun oder die am Fuß eines Birkenstämmchen fest wachsenden Schwarzknollen. Wer beide bestimmen kann, der ist mein erklärter Held! Wir geben uns an dieser Stelle geschlagen.

Ein mickriger Steinpilz und eine handvoll Maronen zählt unsere schamhafte Ausbeute, die nach verlesenem Geputze und Geschnibbel schließlich doch noch zum Festmahl gereicht, aber auch nur, weil zwei unserer Mitstreiter ehrenvoll auf diesen Lohn verzichteten.


Zur sättigenden Beilage höhl ich zwei Kugelzucchini aus, deren Fruchtfleisch grob gehackt mit geriebenem Appenzeller sowie etwas Creme Fraiche vermengt wieder eingetüddelt, bei voller Hitze im Ofen brütet. Pilze erst ohne Öl scharf anrösten, mit etwas Butter und Frühlingszwiebelringen weitergaren. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und zuletzt noch einen Löffel Creme Fraiche unterrühren. Alles zusammen angerichtet, gibts für mich wieder einmal knusprig gebratene Bauchspeckwürfel obenauf. Eins ist klar, wir müssen nochmal los!

Noch ist der Sommer nicht vorbei! Mit der 





50 g Bitterschokolade (70 % Kakaomasse), 50 g Butter, 1 Ei, 100 g Zucker, 50 g Mehl, 25 g weiche Butter, 75 g Frischkäse, 40 g Zucker, 1 Ei, 20 g Mehl



Die ersten Herbstboten sind da.
Derzeit hausen wir regelmäßig im Gartenhäuschen, um dem zierlichen Sommer wenigstens ad hoc jene lichten Momente in buntem Grün abzutrotzen und so habe ich auch einen neuen Fischmann aufgetan, der zwar in großer Einkaufshalle getarnt doch ansprechende Exemplare aus fischiger See bereit hält. Bis zu zwei Meter groß sollen Wolfsbarsche werden können, aber für den halbvegetarischen Mitesser und mich reicht ein handlicherer Fisch, um uns satt zu kriegen.
Der Titel mag irritieren, hatte ich mich nach den letztjährigen Miniaturknöllchen inzwischen gegen den Anbau unergiebiger Erdäpfel entschieden und auch die himmlischen Äpfel kommen vom Markt, weil unser Bäumchen kaum nennenswerten Ertrag abwirft. Stromern wir also aus dem Beet heraus um die Buden, lassen wir Laubenpieper uns immernoch von den Hökern am Platz die bunten Tüten mit frischer Ware bestücken, damit Abwechslung auf den Tisch kommt. Leber- und Blutwurst aus höchst hofeigener Herstellung kommen dazu und zwischen Himmel und Erd am heimischen Gartengrill, nimmt ein eisernes Pfännchen auf dem beistehenden Gasbrenner Platz, um ein deftiges Gartenpfännchen aufblühen zu lassen.




1) Spargel in Stücke schneiden, Knoblauch, Scharlotten und Ingwer würfeln.

Frühling, Scheiße, Herbst und Winter heißt es im Seitentitel eines herkömmlichen SM-Netzwerkes so richtig, dass ich beim nächsten heftigen Regenschauer schon gar keine dicken Backen mehr mache, sondern bloß die ersten lichten Wolkenmomente dieses solitär sonnigen Wochenendes nutze, um hier meinen diesjährigen Sommersalat zu präsentieren.