Wie die Wildschweine

Roh: Wildschweinrollbraten mit Suppengemüse

Neigt sich die viel zu kurze Sonnensaison dem Ende, verfällt man als Laubenpieper zu gern dem Glauben, jetzt sei das Werk vollbracht. Alles neu, macht der Mai und der nächste Sommer kommt bestimmt. Pustekuchen! Will man die Knollen der ersten Frühlingsblüher akurat einsetzen und im folgenden Jahr wenigstens einigermaßen ansehnliches Gemüse zustande bringen, Herbstarbeiten im Gartendann geht es jetzt nochmal richtig rund. So wühlen wir uns ein letztes Mal wie eine Horde tosender Wildschweine durchs Gebeet. Schneiden, Rupfen bis der letzte dörre Stengel erledigt ist und dann hacken wir wie die Berserker das geschundene Erdreich auf. Umgraben, den Wildwurzeln nach, und alles eliminieren, was nicht hierher gehört. Ein wüstes Tagwerk ist es, das sag ich euch!

Zu meiner eigenen Motivation schmort derweil ein Wildschweinrollbraten vom Markthöker im Ofen. Mit Quitten. Den Baten vorab rundrum anbraten, gestückeltes Suppengemüse mit einem Klacks Tomatenmark ebenso. Mit Sherry ablöschen, Lorbeerblatt einlegen und reichlich Wasser aufgießen, aufkochen und alles zusammen bei 200 Grad für gute 90 Minuten im Ofen lassen. Den Braten ab und an mit dem Sud übergießen. Zuletzt noch eine geviertelte Quitte eingelegt mitgaren.

Wildschweinrollbraten Geschmorter Wildschweinrollbraten

In einem separaten Topf einen Klacks Butter schmelzen, Mehl darin schwitzen und unter ständigem Rühren ein paar Kellen vom Bratensud einrühren. Ein guter Schuss Orangensaft kommt auch dazu, dann aufkochen und die Sauce etwa 20 Minuten köcheln lassen, damit sich der Mehlgeschmack verzieht.

Braten aufschneiden und mit Quitte und Sauce zusammen anrichten.

Wildschweinrollbraten mit Quitten

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4 Antworten auf “Wie die Wildschweine”


  1. 1 Bolliskitchen 13. Oktober 2011 um 10:46 Uhr

    Ja, wirklich eine Pest diese Wildscwheine, bei uns verwüsten sie auch immer alles und ich glaube, ich werde nur wegen den Viechern noch zum chasseur!

  2. 2 Schnick Schnack Schnuck 13. Oktober 2011 um 17:54 Uhr

    Deren Schneisen der Verwüstung konnten wir während unserer Wanderungen auch immer wieder verfolgen. Fiese Rotte!

  3. 3 Fingerfood Berlin 15. Oktober 2011 um 16:11 Uhr

    Hab Ewigkeiten kein Wildschwein mehr gegessen. Klingt super. Mit Quitten hab ich es auch noch nie probiert. Aber wird sofort nachgeholt. Das ganze mit einem leckeren Orangensaft verfeinert.Mhhmmmm

  4. 4 Schnick Schnack Schnuck 16. Oktober 2011 um 9:30 Uhr

    Die säuerliche Quitte passt super dazu!

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