Archiv für Mai 2012

Fener: Im traditionellen Viertel

Restaurierte Holzhäuser Im türkischen Viertel
Süleymaniye-Moschee

Rituelle Waschung Minarett
Kunstvolle Bögen Außenmauer zum Mausoleum
Hintereingang zur Süleymaniye-Moschee

Damen mit Kopftuch Absperrung zum Gebetsraum
Nebenkuppeln und Rundbögen Kuppel
Gebetsraum zur Süleymaniye-Moschee

Traditioneller Hamam Gepäckträger
Straßenszene Auf der Hac
Gewürze am Ägyptischen Basar Kaufen und Handeln
Blick zur Süleymaniye-Moschee

Kulinarisches Istanbul

Chai und Adana Chai und Cola

Willkommen in Istanbul! Die Gastfreundschaft des Landes fließt durch die Samowaren allerorts als süßer Tee in unsere Kehlen. Schon auf der Fähre werden wir von jungen Kadetten dazu eingeladen und nach einem Snack Adana – scharf gewürzte Hackfleischspieße vom Grill – servieren uns auch die gläubigen Brüder Çay zu später Stunde. Alkohol bekommen wir hier nicht.

Türkischer FeinkostladenKaufen kann man natürlich alles. Die Ladeninhaber sind echte Stapelkünstler und selbst im Feinkostgeschäft um die Ecke wird der knappe Raum bis an die Decke hoch zum Warendisplay im Tetrisstil genutzt.

Türkisches GebäckSüße wird groß geschrieben. Gratinierten Reispudding gönne ich mir so schonmal zum Frühstück. Doch neben zuckertriefenden Baklava findet sich auch feinstes Mürbegebäck in allen Variationen. Und für den erfrischten Touristenlauf durch die Stadt sorgen unzählige Saftstände am Straßenrand.

Frischer Granatapfelsaft

Mehr Fisch

Getrocknet FischAuf der Insel gibt es natürlich Fisch. Mit fünf Personen am Tisch kann man sich endlich mal die dicken Klopper aussuchen und abwiegen lassen, denn bezahlt wird hier nach Gewicht. Während der Fisch, wie bestellt zubereitet wird, wählen wir zwischen allerlei Meze die Vorspeisen aus. Der Hauptgang kommt dann auf einer Platte zerlegt, nur mit ein paar Schnitzen Zitrone serviert auf den Tisch, purer Genuss und weil Wein als Haram gilt, mach ich halt Halal und trink Raki dazu. Immer.

Große Fischauswahl

Kopf vom  Steinbeißer Frischer Fisch

Gebratener Steinbeißer

Roter Fisch Gegrillter Fisch

Fisch muss Schwimmen
Raki

Chai-HighMorgens, mittags, abends Çay, da ist die professionelle Zahnreinigung bald vorprogrammiert und mit geselliger Kaffeesatzleserei lass ich mich auch fix einfach zum samt schwarzen Kaffee verleiten, der durch seine sämig feine Nussigkeit durchaus bei so einem Baklava gegenhalten kann. Ist der Satz etwas abgestanden, kommt der Unterteller aufs zarte Tässchen, alles wird in einem Schwung gedreht und nach einiger Zeit kann man aus den Resten dann lesen, was man will.

Türkischer Kaffee Kaffeesatz

Kaffeesatzlesen

Gegrillte LammkuttelnDie Istanbuler sind echte Snackkünstler. Neben den typischen Imbissen mit Köfte und Co finden sich immer wieder kleine Garküchen im Familienbetrieb, die Gemüse und Fleisch auf großen Serviertellern anbieten und wo man sich für wenig Geld satte Portionen zusammenstellen lassen kann. Wonach man inzwischen ein wenig genauer suchen muss, ist das heimliche Nationalgericht Kokoreç, das manchmal noch von einfachen Holzkohlegrills am Straßenrand verkauft wird. Einer brutzelt glücklicherweise direkt an unserem Fähranleger und nachdem wir die ersten Tage eher skeptisch um diese aufgewickelten Lammdärme schlichen, mochten wir am letzten Tag herzhaft zubeißen. Würzig, knusprig und ein wenig an Krustenbraten erinnert dieser mit Tomaten und Pepperoni im Kebab servierte Snack. Spottbillig, aber wirklich lecker!

Lammkutteln vom Grill Kutteln, Tomaten, Pepperoni
Würzige Lammkutteln Türkisches Nationalericht: Kokoreç

Topkapı – im Palast des Sultans

Amphore Großherrliches Tor

Tor zum zweiten Hof

Turm der Gerechtigkeit Zur Palastküche

Tor der Glückseligkeit

Zur Schatzkammer Bibliothek Ahmeds III.

An der Palastschule

Palastmoschee Blick zur Moschee

Vor der Moschee

Treppen und Terrassen Ausblick

Wasserspiele und Pavillions

Hof des Sultans Pavillion des Sultans
Kuppel des Sultanpavillions

Empfangsräume Empfangsraum des Sultans
Zum Harem

Zum Garten Ausstellungsstücke vor dem Archäologischen Museum

Antikes Straßenpflaster

Aslan - Löwe

Zeitsprung durch Konstantinopel

Rumelische Festung

Obelisk am Hippodrom Hippodrom

Sockel vom Obelisk

Hagia Sophia

Hagia Sophia von Innen

Altarraum der Hagia Sophia Kuppel der Heiligen Sophia

Marienbild

Empore des byzantischen Kaisers

Blick aus dem Paradies Ausblick auf die Blaue Moschee
Aquädukt

Cisterna Basilica - Der versunkene Palast Das Haupt der Medusa
Die gebändigte Medusa

Istanbul entdecken

Diese gigantische Metropole, deren Einwohnerzahl um die 20 Millionen Menschen geschätzt wird, ist in wenigen Tagen kaum zu erwandern. Das liegt jedoch weniger an der Größe der Stadt, sondern vielmehr an deren gigantischer Ausdehnung entlang der Küste. Hügel über Hügel türmen sich die ganz unterschiedlichen Viertel umeinander. Die Stadt windet sich so ums Goldene Horn, Mararameer und den Bosporus entlang bis zum Schwarzen Meer. Das ist in einer Woche gar nicht zu schaffen.

Bahnhof Haydarpaşa von KadiköyVon unserer täglichen Fährfahrt aus gewinnt man aber schonmal einen ganz guten Blick für diese Dimensionen. Lässt man die Prinzeninseln hinter sich, landet man erstmal in Kadiköy auf anatolischer Seite. Kadiköy war Dreh- und Angelpunkt, Verkehrsknoten für diesen asiatischen Kontinent und der Bahnhof Haydarpaşa Endstation der früheren Bagdadbahn, Bahnlinien Richtung Iran und Syrien. Aufgrund eines Feuers im Dachstuhl 2010 fahren heute kaum noch Bahnen hier durch.

Fischerboote vor Galata

Wir schippern weiter an großen Frachtschiffen und unzähligen Fischerbooten vor Galata am Mädchenturm von Kadiköy vorbei Richtung Bosporusbrücke. Links liegen die großen Kreuzfahrtterminals und wir landen schließlich im Hafen von Kabataş am Dolmabahçe-Palast auf europäischer Seite. Hier geht es äußerst geschäftig zu, Busy in Istanbul eben.

Mädchenturm vor Kadiköy und Bosporusbrücke Kreuzfahrterminal Istanbul
Hafen von Kabataş Dolmabahçe-Palast

Basar mit Blick auf die Taubenmoschee

Wir fahren mit der Bahn hoch zum Basar und laufen runter zur Taubenmoschee wo gerade der neue James Bond „Skyfall“ gedreht wird. Alle sind begeistert, wir auch.

Istanbul Tor zur Taubenmoschee
Taubenmoscheee von der Galatabrücke

Galatabrücke Einkaufsstraße unter dem Taksimplatz

An den Anglern vorbei über die Galatabrücke, verschnaufen wir bei einer Bahnfahrt hoch zum Taksimplatz. Dort beginnt die große Shoppingmeile, wie man sie in jeder größeren Stadt findet. Die Architektur hier ist allerdings bunt zusammengewürfelt von modern bis klassisch italienischer Stilkunst, edle Boutiquen und traditionelle Cafés. Hier findet man alles.

Baklavaturm Dekorative Passage
Einkaufspassage im mailändischen Stil Italienische Baukunst

Beliebtes Fotomotiv am Galataturm

Vom Galataturm soll man einen ganz großartigen Blick über die Stadt haben, den wir ja nun schon vom Wasser aus kennen und deswegen der Schlange von Menschen ausweichen und statt dessen das touristische Treibenlassen am Platz auskosten, die kleinen Gassen runterschlendern und immer wieder bloß staunen.

Galataturm Schmale Gassen von Galata
Türklopfer Moschee am Bosporus
Villa am Bosporus Noch eine Moschee
Kirche oder Moschee?

Die Eindrücke verarbeiten wir auf der Fährfahrt ins Abendrot, als wir uns wie die Fischer den heimischen Häfen zuwenden.

Romantisches Istanbul

Judasbaum

Judasbaum

Prinzeninseln im Marmarameer

Kınalı ada - HennainselAnstatt jüngere Thronfolger zu ermoden oder unter lebenslangen Hausarrest zu stellen, wurden auf den Prinzeninseln überzählige Prinzen auf asiatischer Seite ins Exil verbannt, damit keiner von Ihnen den Sultanen das Herrschen streitig machte. Diese Gruppe von Inseln, wenige Kilometer vor Istanbul im Marmarameer liegend, dienen heute nicht nur als beliebtes Ausflugsziel für gestresste Großstädter und entspannungshungrige Touristen. Sie eignen sich vor allem als Ruhepol und Ausgangsstation für umtriebige Metropolenbesucher, die entweder fix via Schnellboot rüberheizen oder entspannt mit der Fähre von Insel zu Insel bis in die Stadt und zurück juckeln mögen. So wie wir.

Büyük Ada - Große PrinseninselBüyük Ada ist die größte der insgesamt neun Inseln, von denen aber bloß vier bewohnt sind. Historische Holzhäuser und nostalgische Villen posieren mit ihren terrassenartigen Gärten am Ufer der Felseninseln und erinnern an die ausgeprägte Bäderkultur früherer Jahre.

Auch unser Hotel – just Splendid! Ein bisschen Kitsch, schwere Holz- und Marmoreinbauten sowie ein original Spielsalon lassen vermuten, dass hier einige schwülstige Feierlichkeiten vonstatten gingen.

Splendid Hotel

Innenhof Splendid Eingang zu Splendid Hotel
Istanbul bei Nacht

In der Nacht hat man vom Balkon aus eine tollen Blick über den Hafen auf die leuchtenden Hügel von Istanbul, während ich morgens von sanfter Meeresbrise und Sonnenschein geweckt, den Blick über das Marmarameer schweifen lasse. Im Hintergrund ruft der muezzinische Kanon fünfmal täglich und irgendwann erwisch ich mich schon beim Mitsummen.

Aufwachen auf Büyükada Blick aufs Marmarameer
Pferdekutschen auf der Prinzeninsel

Die Insel selbst ist autofrei, dafür trappeln hunderte Pferdekutschen durch den Ort und tragen die Besucher entlang dichter Fichten- und Pinienwälder rund um die Insel zu den Sehenswürdigkeiten. Die Kutscher schmücken ihre Vehikel mit allerlei Gebommel. In solch dekorativen Schmuck gehüllt kann man einfach die Aussicht genießen oder das letzte Stück zum kleinen St. Georg Kloster hinauf pilgern und die Kirche besichtigen, wo die wundersam Geheilten ihre Krücken stehen lassen. Ich hatte nichtmal Zeit, den obligatorischen Wanderstock vom Wegesrand auszusuchen. Der Weg ist nur einen Kilometer lang. Aber steil. Oben angekommen kontemplieren wir im kühlen Kitsch der Klosterkirche, in der auch wieder echte Dekofreaks am Werk waren.

Ausblick vom Kloster Kloster auf Büyükada
Schmuckes Kloster Pilgerstätte
Grüne Insel

Die eigentlichen Herrscher der Insel sind Katzen. Überall wandern oder dösen sie und wissen ganz genau, wo die lauschigsten Plätzchen zu finden sind. Zum Beispiel am Pool.

Überall Katzen

Katzen Katzen
Pool vom Splendid Hotel

Busy in Istanbul

Busy in Istanbul




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