Istanbul must Do!

Eingang zum großen Basar Nimmt man den Eingang zum großen Basar, dann taucht man ein in die große Kaufmannswelt des Landes, die hier streng aufgeteilt nach Gold- und Lederwaren, Teppichen und allerlei Klimbim bis hin zu ganzen Straßenzügen voll Nähzubehör, Knöpfen und hastenichtgesehen den Hügel hinab Richtung Goldenes Horn läuft. Hier werden jährlich fast 100 Tonnen Gold, 5 Milliarden Dollar umgesetzt und, wie es heißt, der Kurs der Türkischen Lira bestimmt.

Die Preise klingen zunächst nach Märchen aus tausendundeiner Nacht, doch hat man schließlich die Ruhe weg, dann macht das beständige Handeln doch richtig Spaß. Jedenfalls dann, wenn man zumindest einschätzen kann, was das Objekt der Begierde wirklich wert ist.

Im Basar Lederjacken vom Basar

Ledertaschen

Ausgang vom gedeckten Basar Zum Ägyptischen Basar

Schlangestehen für den besten Kaffee der Welt

Frisch gerösteter Kaffee Vor dem Eingang zum Ägyptischen Basar stehen alle Schlange bei Kurukahveci Mehmet Efendi, um den angeblich besten Kaffee der Welt frisch geröstet für Zuhause einzupacken. Drinnen gibt es Feinkost aller Art und drum herum bei geschickter Verhandlung günstige Gewürze, Süßwaren, Frisches, Pflanzen und sogar Blutegel.

Feinkost und Gewürze

Jungpflanzen für den Garten Blutegel
Käse und Nüsse

Schuhputzer an der TaubenmoscheeUnten reihen sich die Schuhputzer entlang der Taubenmoschee und wenn man gut aufpasst, vestehen die ihr Handwerk. Erst wird das alte Schuhleder abgefackelt, dann ausgebessert, aufgeputzt und poliert. Sieht man nicht so genau hin, ruppen die aber auch schonmal die gute Ledersohle raus und wollen einem den neusten Schrei an orthopädischen Einlagen aufs Auge drücken. Mit meinen ollen Touristentretern wussten wir schließlich beide nichts rechtes anzufangen, doch den ganzen Zirkus ist es unbeding wert.

Schuhputzer in Istanbul

Bahngleise zum Europäischen BahnhofAm europäischen Bahnhof lässt sich Reisefieber schnuppern, während man ein wenig wehmütig den ein- und ausfahrenden Zügen zusieht oder durch die Warteräume im Stil des europäischen Orientalismus wandelt. Dies war die Endstation für den Orientexpress und ein kleines Restaurant während der 50er und 60er Jahre Treffpunkt für Autoren und Journalisten auf der Suche nach reisenden Informationen.

Restaurierter Bahnhof Wartehalle
Endstation Orient Express

Während man als Frau auf der Suche eines traditionellen Hammām etwas genauer hinsehen muss, bevor man sich von resoluten Waschweibern ordenlich durchschrubben lässt, haben Männer es wiederum besonders leicht auch beim Friseur in sanften Händen Entspannung zu finden. Dabei wird der Kopf gewaschen, mit Scheren jongliert und noch das letzte Nasenhaar mit winzigen Rasierern, gewickeltem Faden oder Feuer entfernt und schließlich massiert, geklöppelt und mit Fingerstrichen die letzte Erholungsphase eingeläutet, die so ein Urlaub schließlich auch mit sich bringen sollte.

Kopfwäsche Schneiden und rasieren
Beim türkischen Friseur

Katze mit orientalischem AugenmakeupErwartet man, dass streunende Katzen von ausgemagerter Statur durch die Straßen gejagt werden, so erzählen die relaxten Miezen an den Haltestellen, Bahnhöfen und Fährstationen eine ganz andere Geschichte. Jede hat sich längst ihren Platz auf der Sonnenseite gesichert und lässt geradezu gnädig die paar Gäste zu, die hier ja sowieso nur auf der Durchreise sind.

Legen die nämlich schließlich ab oder fahren noch weiter, dann kommt doch immer noch einer und sorgt für regelmäßige Fütterungszeiten zu denen sich dann die ganze Bagage gesellt, als sei das eine Selbstverständlichkeit.

Fütterungszeit am Hafen

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • email
  • MySpace
  • RSS
  • Google Bookmarks
  • Tumblr
  • del.icio.us
  • Digg
  • LinkedIn
  • PDF
  • Print
  • Reddit

2 Antworten auf “Istanbul must Do!”


  1. 1 Ilse 04. Juni 2012 um 18:12 Uhr

    OHMYGOD diese Reisegeschichte – ich habe die ganzen Seiten immer nur langsam rauf-und runtergescrollt, wie im Kino. Dass es im Basar auch Blutegel gibt, hat mich beeindruckt, wird mir wahrscheinlich nicht den letzten Schub geben, auch hinzufahren. Supertolle Geschichte.

  2. 2 Schnick Schnack Schnuck 04. Juni 2012 um 21:24 Uhr

    Knicks, vielen Dank. Supertolle Stadt aber auch!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger... HyperSmash

kostenloser Counter