Meine Backmuffeligkeit war nichts als Schnee von gestern, als ich bei Miss Boulette endlich einmal hübsch übersichtlich die möglichen Zubereitungsarten für Tarteböden mit fachmännisch unterlegten Kommentaren präsentiert bekam. Daraus würfel ich jetzt einfach alle Tipps zusammen, um mit einer übern Zaun gereichten Zucchini aus kleingärtelnder Nachbarschaft diese herzhafte Zucchinitarte für ein Geburtstagskind zusammenzuklöppeln, das süßem Kuchenzeugs sowieso nix abgewinnen könnte.


Ich hab bisher für solche Teige immer ein Ei verschlagen. Zum einen in der Annahme, für einen richtig guten Teig sei das sicher irgendwo in Stein gemeißelt, zum anderen aber, weil sich der Teig dadurch so fix und geschmeidig durchkneten lässt. Das ist unter französischer Flagge der Pâte brisée hinfällig geworden. Der Hühneropa wollte eh längst das mehr oder minder private Kullergeschäft mit unserer Kochgruppe aufgeben. Jedenfalls verknete ich 500g Mehl mit 300g gesalzener Butter vom Markthöker. Doch als nach beständigem Drücken immernoch Teigfietzelchen meine Schüssel verflusen, reichen 2 Esslöffel Wasser und die Teigkugel gerät rund und glatt. Ein paar Tropfen Essig sollen die Chose schließlich noch luftiger machen und die addier ich zusammen mit mehr grobem Meersalz mittenrein. Die Kugel landet über Nacht im Eisfach – noch so ein Trick – und taut am nächsten Morgen sanft im Kühlschrank lagernd an.

Den Teig auf eine Backblech aufdrücken und nochmals gefrieren lassen. Derweil rote Zwiebeln ohne Öl anrösten, Zucchini ausschneiden und auf dem Backblech auslegen. Zuletzt übergieße ich alles mit verschlagenem Ei und Creme Fraiche, raspel Parmesan drüber und schiebs für gute 30 Minuten bei 180 Grad in den Ofen.










Tarte ist IMMER eine gute Idee!
Und ich verneige mich ehrfürchtig vor eurem RIIIESEN-Rotkohl!
Ich mag diese Ideen ja auch, nur vor dem Mehlgeflusel nehm ich meist Reißaus.