Archiv für April 2013

Riemenblattblüte

Riemenblattblüte

Die Saison ist eröffnet: Gegrillter Salat

Frühlingssalat vom Grill

Kann man machen, aber dass man Salat überhaupt grillen kann, ist ja schonmal ein dolles Ding. Diese Salatherzen lassen sich jedoch auch schmoren oder braten, der Geschmack intensiviert sich und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen ist zumindest unser Weg zum Gartengrill kurz.

Den Salat einfach vierteln und grob mit Öl überträufelt in der obersten Etage des Gasbrenners platzieren während darunter rote Paprika auf der Hautseite rösten. Gelegentlich wenden. Die hellen Stücke von Frühlingszwiebeln landen wiederum neben den Salatherzen. Das Rautengrün zieht in einem Dressing aus Balsamcoessig, Olivenöl und Senf.

Ist das Gemüse gar, landet alles zerhackstückelt in einer Salatschüssel und rutscht so einmal durchs Dressing. Angerichtet wird`s dann gern mit geriebenem Parmesan. Meinetwegen schmeckt dazu auch ein Entrecôte.

Grillsalat zum Steak

Hackerkraut

Küchenschelle, Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume

Hammer Mittagstisch: Byblos

Byblos: Libanesische Mazza

Gutes Essen ist mehr als pure Nahrungsaufnahme. Egal ob ich mich einfach mal selbst bekoche oder andere in meine Küche einlade, Abwechslung muss sein. Mal lässt man sich von seiner Kochgruppe verköstigen, hockt mit Kollegen in der Kantine oder entdeckt zwischen Arbeitspausen einen Mittagstisch in völlig neuen Ecken der Stadt. Unverhoffter Genuss sorgt immer wieder für Überraschung. So ging es mir diese Woche, als ich zwischen Tankstelle und Hotel im südlichen Gewerbegebiet von Hamburg Hamm dieses kleine libanesische Restaurant entdeckte: Byblos.

Falafelteller im Byblos

Solche Tipps muss man teilen, habe ich gleich bemerkt, denn beim Eintritt denkt mancher womöglich erst an einen herkömmlichen Imbiss. Trotzdem können alle wählen, ob sie für ein kleines Gericht auf die Hand das Plastikmobiliar im Eingangsbereich vorziehen oder im seitlichen Teil an Holztischen ausgiebiger speisen. Entsprechend gemischt ist das Publikum. An der Theke wird jeder freundlich begrüßt und beraten. Getränke nimmt man sich selbst, wobei Tee aus einem bereit stehenden Samowar selbstverständlich in der Gastfreundlichkeit inbegriffen ist.

Die Auswahl ist vielfältig, günstig und scheint authentisch. Vor allem wird hier an frischen Produkten nicht gespart. Das sieht und das schmeckt man, wenn die Bestellung am Tisch serviert wird. Wir essen zu zweit gemischte Vorspeisen – Mazza – Falafelteller, das zarte Hähnchen vom Grill und zahlen inklusive Getränke gerade mal 18 Euro. Das gilt nicht bloß am Mittag. Toll! Muss man nur wissen.

Hammer Mittagstisch: Byblos

Frühlingsfrühstück: Gebackene Bärlaucheier im Glas

Zutaten Bärlaucheier im Glas

Frühe Frühlingsgefühle kommen auf, wenn sich in Hamburger Parks und Gärten die Bärlauchzeit mit ihren Blätterteppichen ausdehnt. Auch auf den Wochenmärkten erhält man das saisonale Grün nur kurz, mit dem ich jetzt unser Frühstück würze. Trüffeleier en Cocottes, gab es hier schon einmal und ganz ähnlich köchelt man diese gebackenen Eier im Glas mit Bärlauch.

Jeweils zwei Eier in einem kleinen Weckglas aufschlagen, etwas Créme Double, gerupften Bärlauch und geriebenen Appenzeller darüber geben. Nebenher Wasser im Kocher aufbrühen, die Gläser in eine Auflaufform setzen und die Form mit kochendem Wasser wenige Zentimeter hoch auffüllen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad etwa 20 Minuten backen bis das Ei gerade stockt, der Käse leicht angebräunt, aber das Eigelb noch schön suppig ist. Achtung: Das Ei gart nach! Am Besten sofort servieren.

Gebackene Eier im Glas

Endlich Frühling: Bodenturnen im Garten

Endlich hält der Frühling Einzug und im Kleingarten bricht prompt die Hölle los. Überall hämmern und werkeln die Laubenpieper gegen die Schäden eines viel zu langen Winters an und wir stürzen uns mit Feuereifer in die Gartenarbeit. Krokusse blühen, die ersten Bienen sumsen, aber nichts davon kann über unsere eigentlichen Verpflichtungen hinweg täuschen. Die ersten Tage wird mit Hass gewirkt. Weder Frühlingsblüher oder sonstiges Gedöns stehen im Fokus, sondern die Verbesserung und Pflege des Bodens sind das A und O des Gärtnerlateins. Daran ist wirklich wenig Schönes.

Hochbeet entrümpeln Hochbeet ausgraben

Hochbeet aufbefüllen

Die Plackerei beginnt am Hochbeet. Letztes Jahr angelegt, ist es inzwischen gut um die Hälfte abgesackt. Jegliche Einlage wurde von den Mikroorganismen zu feinstem Humus umgewandelt. Das buddelt der Mitgärtner erstmal aus. Dann wird das Hochbeet neu befüllt. Erst mit einer Drainage aus Häckseln und Laub, gefolgt von rohem Kompost und nach oben hin landet fein gesiebter Humus mit alter und neuer Pflanzenerde gemischt. So schichten wir nebenher gleich die drei Kompoststationen um.

Hochbeet befüllen Kaputt gespielt

In den Gemüsebeeten hat sich derweil der Giersch neu ausgebreitet, dem ich mit der Grabgabel zu Leibe rücke. Im Herbst hatten wir größere freie Stellen zwar bereits umgegraben und das Kraut so geschwächt, aber den unterirdischen Kriechtrieben muss man jetzt nachbuddeln und dieses Rhizomgeflecht und anderes Wurzelwerk tief aussieben.

Bodenpflege mit der Grabgabel Giersch entfernen
Bodenpflege mit dem Kultivator

Zwischen Kräuterbeet und Stauden reicht es, die oberste Erdschicht mit dem dreizackigen Kultivator zu bearbeiten. So bleibt das natürlich gebildete Wässerungssystem mit seinen tiefgehenden Kanälen erhalten. Nur der aufliegende Boden wird von altem Gestrüpp und Unkraut befreit, feinkrümelig aufgeharkt und so der Bodenorganismus in Fahrt gebracht. Zusätzlich arbeite ich Bodenaktivator sowie Hornspäne in die Erde ein und gebe eine Schicht gesiebten Kompost darüber.

Bodenaktivator und Hornspäne einarbeiten alten Rasenfilz rausrechen

Dann ist die Rasenkur fällig. Mit dem Rechen reißt man alte Verfilzungen und unerwünschte Mooskolonien heraus und lüftet so den Rasen. Den trockenen Filz nutzen wir zum Mulchen unter Sträuchern und Obstbäumen, denn dort sackt der Boden mit der Zeit ab. Das Mulchen verbessert die Bodenstruktur. Hier sind inzwischen echte Gartenprofis am Werk.

Unter Büschen und Bäumen Mit Rasenschnitt mulchen
Bodenturnen im Garten

Kolumbianisch? Nicht bei Melfs Kochgruppe!

KochgruppeEr ist zurück aus dem Dschungel, fand den Weg nach Hause über holprige Straßen Kolumbiens und gerade deswegen hat Melf die dortige Küche so satt. Fleisch. Fleisch, Pommes und Reis. Das ist nichts für die verwöhnten Gaumen dieser wöchentlichen Kochgruppe, hat er vermutlich richtig entschieden und bringt endlich mal wieder Abwechslung ins Menü, für das reihum jeweils einer verantwortlich ist. Uns schmeckt`s.

Karibische Weihnachtssuppe

Steckrübe und einen kleineren Teil Kartoffeln in Würfel schneiden. In etwas Fett klein gehackte Zwiebeln mit einem roten Currypulver anschwitzen und dann bei Zeiten die Rübe und Kartoffel dazugeben. Wenn alles leicht angebraten ist, Gemüsebrühe dazu geben und alles weichkochen. Dabei ein wenig Vanille, Sternanis, Piment und Pfeffer mitkochen. Anis und Vanille vor dem Pürieren entfernen! Danach Orangensaft zugeben.
Einen Rest Rübe und ein paar Karotten in kleine Würfel schneiden und mit einer Chilischote und etwas Orangenabrieb anbraten. Dabei die Würfel ordentlich salzen, so dass sie ihren Geschmack kräftig entwickeln. Wenn die Suppe fertig ist, die Würfel dazugeben.
Dazu noch Croutons aus gebratenem Pumpernickel servieren.

Karibische Weihnachtssuppe

Pasta mit Gorgonzola-Birnen Sauce, Mandeln und Speck

Für die Sauce Knoblauch anschwitzen und mit Sahne ablöschen. In die heiße Flüssigkeit dann nach und nach den Blauschimmelkäse geben, bis die gewünschte Menge und Konsistenz erreicht ist. Kurz vor dem Servieren Birnen grob in die Sauce hobeln.
Die Sauce dann auf eine Portion Linguine (gekocht) geben und darauf ein paar Mandeln und Speck verteilen. Rucola sorgt für etwas Frische und soll da dann auch noch rauf.

Gorgonzolanudeln mit Birnen und Speck

Mascarpone-Parfait

3-4 Eier mit 120 g Zucker und dem Mark einer Vanilleschote über dem heißen Wasserbad cremig rühren. Dann über dem Eisbad kalt schlagen. Unter 200 ml geschlagene Sahne 300 g Mascarpone heben. Die Sahne Mascarpone Masse vorsichtig unter die Eimasse heben. Die Masse in eine passende Form geben. Mit Schichten aus Pistazien und zerbröselten Keksen unterbrechen und dann mindestens 6 h in den Gefrierschrank tun.

Mascarponeparfait




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