Archiv für Oktober 2013

Mein erster Schwarzkohl und ein herbstliches Gartenmenue für die Kochgruppe

KochgruppeEndlich wieder Kochgruppe! Jetzt zum Herbst ernte ich dafür alles ab, was der Garten hergibt und eine kulinarische Erinnerung an unsere Norditalientour ist natürlich auch dabei. Regelmäßig und wöchentlich kocht bei uns außerhalb der Gartensaison jeweils einer reihum für eine ansehnliche Gruppe von derzeit acht festen Mitgliedern und wechselnden Gästen. Oder solchen, die es werden wollen. Drei Gänge sind Pflicht, aber im Sommer ist Pause. Ich war zuletzt im März dran, My private Oyster Bar, und das ist ja nun wirklich viel zu lange her.

Staudensellerie und Schwarzkohl aus dem Kleingarten

Omas gute Bullion

Wie Omas gute Bullion, das Rezept hatten wir hier also schonmal, und genau so muss eine herbstliche Suppe auch schmecken. In der kocht diesmal Querrippe als Suppenfleisch aus, das aber erst später zum Hauptgang serviert wird. Die Einlage aus Suppengemüse wie dem Staudensellerie aus eigener Ernte begleiten Bällchen von dreierlei Bratwurstbrät, nämlich gober, einer mit Bärlauch und scharfe Merguez. Außerdem Eierstich. Eigentlich hatte ich noch nostalgische Buchstabennudeln gekauft, aber die hätten schlichtweg keinen Platz mehr gehabt und wurden diesmal außen vor gelassen. Es gab einen am Tisch, der ganze vier Teller voll des guten Zeugs weggehauen hat. Omma hätte daran ihre helle Freude gehabt.

Suppeneinlage mit Bällchen aus Bratwurstbrät Omas gute Bullion mit Bratwurstbrät
Schwarzkohl aus dem Hochbeet

Ribollita mit Polenta Taragna

Schwarzkohl

Auch die Ribollita gab es hier schonmal, so dass ich das Rezept an dieser Stelle nicht nochmal runterleier. Neben Wirsing findet sich jedoch echter Schwarzkohl aus unserem Hochbeet in diesem kräftigen Eintopf wieder, wie es im Originalrezept italienischer Küchen verlangt wird. Auf dem Wochenmarkt habe ich den bei uns noch nie gesehen. Da zahlt es sich eben aus, wen man sein Essen selbst anbaut, denn Schwarzkohl schmeckt deutlich herber als Wirsing und auch als Grünkohl, der nach dem ersten Frost ja erst Zucker ansetzt. Davon gebe ich bei dieser Ribollita also noch eine gute Prise zu. Die gesottene Querrippe aus Omas guter Bullion findet auch ihren Platz. Beides lässt sich übrigens gut einen Tag im Voraus vorbereiten. Aufgewärmt schmeckt es am Besten.

Sämig pürierte Bohnen Ribollita mit zweierlei Bohnen

Ribllita mit Suppenfleisch aus der Querrippe

Als Beilage zur Ribollita passt eine erdige Polenta Taragna, wie sie in Bergamo und den Bergamasker Alpen regelmäßig serviert wird. Die ist nämlich neben Mais auch aus Buchweizengrieß, wie die Lorbeerkrone dazu ausführlich erläutert. Bei mir landet neben Butter noch ein großes Stück sahniger Taleggio darin, weil der Käse immerhin auch aus der Ecke stammt.

Ribollita mit Polenta Taragna

Marzipan-Blätterteig-Teilchen mit Nougateis und Rotweinpflaumen

Hat man sich bei Vorspeise und Hauptgang auf Eintöpfe konzentriert, was bei der Verköstigung solcher Gruppen in den heimischen Küchen immer praktisch ist, dann bleibt Zeit und Platz für die Kür zum Dessert. Bei mir gibt es dazu oft ein Eis. Schön cremig und zart schmelzend soll es werden und dafür muss man sich ein bisschen Zeit nehmen.

Ich koche also erstmal 300 ml Milch und 300 g Sahne in einem Topf auf. Nebenher verklepper ich in einer Metallschüssel 4 Eigelb mit 50 g Zucker und rühre dann die heiße Sahnemischung in dünnem Strahl ein. Die Schüssel kommt wiederum auf ein Wasserbad und dickt dort unter ständigem Rühren langsam ein. Zur Rose ziehen nennt man das. Vom Herd genommen, bröckel ich 200 g Nougat dazu und löse den in der warmen Masse auf. Abschließend noch im eisgekühlten Wasserbad kalt schlagen. In der Eismaschine zu einem cremigen Eis rühren lassen und im Eisfach kalt stellen, aber rechtzeitig zum Servieren wieder antauen lassen.

Dazu gibt es Blätterteigröllchen, für die ich fertigen Bätterteig aus dem Supermarkt mit ausgerollter Marzipanmasse belege und aufgerollt in eine Muffinform gebe. Aus Eigelb mit etwas Milch rundrum bepinselt, landet das für 15-25 Minuten bei 200 Grad im Ofen. Währenddessen köchel ich meine in Rotweinsirup eingemachten Pflaumen auf. Anschließend wird alles zusammen serviert.

Marzipan-Blätterteig-Teilchen mit Nougateis und Rotweinpflaumen

Erkältungstee: Kräuterbeet abgeerntet

Kräuterbeet abgeerntet

TrockenrahmenHerbst ist Erkältungszeit und während ich schon überlege, ob es sich überhaupt noch lohnt, die Beine zu rasieren, pflüge ich im Kleingarten alles um, was nicht niet- und nagelfest fest ist. Die Saison ist vorbei, der goldene Oktober hat nur den Schuss noch nicht gehört und wir sehen doch nochmal genauer nach, wie sich die Zeit ein bisschen verlängern ließe. Der halbvegetarische Mitgärtner, der mir gern jedes noch so unmögliche Kraut der Vernichtung abtrotzt, hat einen Trockenrahmen für Kräuter gebaut. Einfache Holzrahmen, mit Fliegengitter umspannt, nehmen mehrstöckig Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Salbei, Bohnenkraut und Spitzwegerich auf. Ist dort die Luft raus, landet die Sammlung als Kräuterteemischung im Glas. Für schlechte Zeiten.

Kräutertrockner Getrocknete Kräuter im Glas
Kräutertee aus dem Kleingarten

Bunt statt Knallgrau

Bunt statt Knallgrau

Montbretie „Lucifer“

Wo seid ihr, was macht ihr?

Wer noch einmal nachvollziehen möchte, wo wir uns in den letzten Jahren so rumgetrieben haben, kann das ab jetzt hier bei Schnick Schnack Schnuck auf der Unterseite „Reisen“. Kleine Postkarten und Andenken aus der vergangenen Zeit. Viel Spaß beim Stöbern!

Risottobällchen mit Osso Buco

Blog-Event XCII - Alles was rund ist (Einsendeschluss 15. Oktober 2013)

Gebratene RisottobällchenUnsere wöchentliche Kochgruppe macht immer noch Urlaub, was für ein Saftladen, aber eben doch heiß begehrt. Wir gehen wohl irgendwie in Franchise, wenn sich jetzt schon Ableger bilden. Bevor wir aber mit Lizenzgebühren nachziehen, tauschen wir doch lieber Rezepte. Und Tupperdosen mit Überbleibseln. Der halbvegetarische Mitesser hier hatte nämlich bei der Vegetariergruppe dort ein Menü mit Steinpilzrisotto gekocht und davon ist reichlich übrig geblieben für die heimische Resteküche.

Dank kaquus Hausmannskost schaffe ich also auch mal wieder ein Blogevent. Kochtopf`s Blogevent – Alles was rund ist passt da natürlich wie die Faust auf`s Auge, wenn ich an gefüllte Risottobällchen denke, die es bei uns schonmal gab. Diesmal verkläppert er den Reis bloß noch mit einem Ei, rollt die Bällchen in Semmelbröseln und brät alle in der Pfanne an. Für mich gibt es dazu noch ein sattes Osso Buco. Ein richtiges Herbstessen.

Risottobällchen mit Osso Buco
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German Abendbrot vom Schinkenhuber

German Abendbrot vom Schinkenhuber

Der Hamburger Wochenmarkt bei der Hammer Kirche ist ein bisschen zum Liebhaben. Gar nicht mal, weil man hier großen Budenzauber à la Isemarkt erwarten sollte, sondern wegen der Menschen: Gleich am Eingang klappt der Imbissstand die Luken hoch und manchmal esse ich nur noch ganz kurz ein Schaschlik. Das ist nämlich besonders lecker. Den Gesprächen der Stamm- und Laufkundschaft könnte ich dann ewig zuhören. Irgendwann kommentiert hier jeder jeden und man rückt ein bisschen zusammen, denn der Chef weiß mit Fragen und Anmerkungen hanseatische Verschlossenheit aufzulockern. Die älteren Damen vom Bardowicker Bauernstand gegenüber sind es also vermutlich gewöhnt, herüber zu lauschen. Sie trifft man entsprechend einsilbig. Gerade hardern sie so kurz vor Ladenschluss noch mit einem hier eher ungewöhnlichen Apfelexperten. Fast schon erfrischt scheint der seinem Büro entwichen und fachsimpelt jetzt in lockerer Ernsthaftigkeit über Apfelsorten. Die Antworten gibt er sich gleich selbst. An der Front reiben sie sich nur müde die Augen. Die Ruhe weg hat immer der skurrile Ingwermann, der über die Theke zwinkert. Bei dem drückt sich nicht eben Kundschaft die Nase platt. Kandiertes, Sirup und Co findet man hier und zweifelt gleichzeitg ein bisschen an der Ernsthaftigkeit seines Angebots. Meine Ingwerknollen kauf ich trotzdem immer an diesem Stand. Die eigenwillige Monothematik mag ich irgendwie doch. Genauso wie den benachbarten Gewürzgurkenstand, seit ich mitbekommen habe, wie der stämmige Ackerschnacker Schwangere mit Freigurken quasi gefügig macht. Für solche geht die erste nämlich auf`s Haus.

Butterbrot Butterbrot mit Senf

Gemüse, Fleisch, Fisch, eher regionales mit zugekaufter Vielfalt, die weiteren Stände werden von mir meist routinierter abgelaufen und sondiert bis ich zum Schinkenhuber komme. Von dem bin ich Fan! Auch wenn er es dem halbvegetarischen Mitesser beim Einkauf nie so ganz abnehmen mag, dass der kein Fleisch isst und vom besten Schinken der Welt kein Stück abbekommen möchte. Mit Speck fängt man Mäuse, weiß der nämlich und repräsentiert sein Produkt nicht ohne Stolz. Ohne marktschreierisches Getue. Leise, doch prägnant informiert er, wenn es gerade passt, über Tierhaltung und Fütterung auch wenn er damit in Zeiten von modischem Vegetariertum manchmal ins Leere läuft. Hier und wirklich nur bei ihm gibt es einfach den besten Schinken der Welt. Ich hab`s versucht. All diese trocken abgehangenen Stücke, die man als Delikatesse handelt, können niemals mithalten. Andere schaben zwar ebenso frisch vom Knochen, aber niemand bietet diese absolute Saftigkeit, die zart auf der Zunge schmilzt. Ehrlich gesagt, ich esse den Schinken von Schinkenhuber am liebsten pur.

Diesmal hat er diesen tollen Kochschinken da. Den kennt man ja oft nur noch als dröge Scheibe, schlimmstenfalls Formfleisch. Hier nicht. Der lebt! Satt glänzend lacht er einen an, tropft noch durch`s Packpapier als ich Zuhause ankomme und eigentlich ein Osso Buco aufkochen will. Das köchelt jetzt eben bis morgen. Bei mir gibt es heute ein Abendbrot. Und was für eins!

Erntedankfest im Kleingarten

Erntedankfest im KleingartenJetzt wird bei den Laubenpiepern nochmal richtig geackert. Ein Rasenmäher röhrt und die Heckensäge summt ein letztes Mal dieses Jahr. Beete putzen, Böden umgraben und erste Frühlingsblüher als Abwrackprämie für die vergangene Gartensaison im Erdreich versenken. Die letzten erntefrischen Knollen, Rüben & Co teilen wir dann in familiärer Nachbarschaft: Open Air Küche, Gärtnerinnenart.

Gemeinschaftliches Schnibbeln mit Zwiebeln, Möhren, Sellerie. Kartoffeln, Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl, Feuerbohnen. Im großen Topf landet alles, was uns jetzt noch in die Finger gerät. Nebenher rollt jemand Pfannenbrot aus, bei Bedarf reiche ich gern das Rezept nach. Es ist zwar noch sonnig, manchmal, aber doch gut, dass der Ofen hier draußen feuert. Es wird nämlich merklich kühler. Da kommt so ein heißes Süppchen gerade recht.

Bohnen Sellerie schnibbeln Möhren und Kartoffeln stückeln Suppengemüse aus dem Kleingarten
Kochende Kleingärtnerinnen Zündelnde Laubepieper
Teig für Pfannenbrot Pfannenbrot auf dem Schwedenofen
Gussisenpfanne mit Pfannenbrot Rauchender Schlot
Ofenfeuer

Gemüseeintopf aus dem Schwedenofen

Apfelbaum ist ne Diva

Der macht, was er will! Woran kann das liegen? Am Anfang hieß es, es sei bloß ein Zierapfel, so klein und knollig wie er da im Beet wächst. Im Jahr darauf haben wir es drauf ankommen lassen und die winzigen Äpfel trotzdem gekostet. Hing nämlich rappelvoll, das Bäumchen. Die schmecken also doch. Frisch und knackig, leichte Säure. Genau so, wie ich es mag. Im letzten Jahr verhagelte die Blüte und dieses Jahr? Die Ernte können wir an den Händen abzählen, dafür sind diesmal richtig dicke Klopper heran gewachsen. Ein bisschen mehlig zwar, aber vielleicht legt sich das ja noch mit der Lagerung.

Apfelernte im Kleingarten

Hefezopf, zu Hause ist es doch am schönsten

Hefezopf zum Frühstück

Zu Hause isses doch am schönsten, merk ich, wenn wir nach so einer Urlaubstour mal wieder gemütlich im Gartenhäuschen frühstücken. So ganz ohne Zeitdruck und Streckenplan, dafür mit einem Rezept für herzgemachtes Brioche, das ich einfach zum Hefezopf umfrisiere. Ein Rezept, an dem ich ob meiner Backmuffeligkeit nicht gleich verzweifel. Man kann sich nämlich alle Zeit der Welt damit lassen. Speise morgens wie ein Fräulein ist trotzdem das passende Event von Moonstruck.

Speise morgens wie ein Fräulein, quer

Zutaten für Hefezopf Süßer Hefeteig

Etwa 500 g Mehl, 1 Prise Salz und 100 g Zucker vermengen. Dann 2 zimmerwarme Eier, ein Eiweiß, 250 ml Sahne, 1/2 Würfel frische Hefe und das Mark einer Vanilleschote zugeben und alles mit dem Knethaken durchboxen. Lang genug, sodass ein fester, glatter Teig entsteht. Den geballten Klumpen lässt man dann einige Stunden im Kühlschrank vor sich hin wirken.

Das Ausrollen spar ich mir, sondern forme einfach drei lange Würste im Anschluss, die hübsch zusammengeflochten in einer Auflaufform landen und bis zum nächsten Morgen weiter im Kühlschrank aufgehen. Zuletzt bloß noch mit dem übrig gebliebenem Eigelb einpinseln, ggf. einen Schluck Milch zugeben, reichlich Mandelblättchen und noch etwas Zucker aufstreuen. Auf unterster Schiene bei 180 Grad gute 25 Minuten backen und dabei die hochkommenden Flechtstränge nochmal mit Ei nachtuschen.

Warm und frisch schmeckt`s besonders gut, weil das ganze Haus schon danach duftet. Wir haben allerdings festgestellt, dass der Zopf ruhig noch 1-2 Tage durchziehen kann und sogar noch besser wird.

Hefezopf flechten Hefezopf backen
Selbst gebackener Hefezopf

Picknick Montebello: Irgendwo in den Bergamasker Alpen

Passo Dordona

Zwischen Gardasee und Como wird`s wieder alpin. Die Bergamasker Alpenausläufer – Alpi delle Orobie – scheint kaum jemand zu kennen. Dabei kam der Name Orobie vermutlich von den Galli Orobii, den Gründern des historischen Bergheim, heute Bergamo. Von dort kommend, kreuzen wir zwar viele Skiorte bis zu unserem Ausgangspunkt in Foppolo, die Beschilderung des Sentiero delle Orobie ist für Wanderer dennoch Glückssache. Für eine Tagestour über den Passo Dordona kommt das aber Recht. Wir verlaufen uns sowieso ständig. Wohlwissend hatten wir darum im Tal von Branzi den Reiseproviant aufgestockt und picknicken diesmal einfach schon vor dem Gipfelpunkt, unterhalb des Monte Toro.

Montebello Alpenkuh
Bergbach Picknick mit Taleggio
Sentiero delle Orobie

Laghetto delle FoppeDem turnbeschuhten Mitwanderer wird schon beim Durchqueren der Bergalmen Angst und Bange und eigentlich hätte er diese Strecke lieber mit den gehörnten Kühen im großen Palaver abgesprochen, doch letztendlich bleibt bloß ignorantes Voranschreiten. Größere Umwege sind einfach nicht drin. Oben auf spökern wir dafür ganz allein durch die nie genutzten Gefechtanlagen aus dem 1. Weltkrieg, der Linea Cadorna. Von hier aus kann man wohl bis St. Moritz gucken, aber wo das genau liegt, erkennen wir auch nicht.

Linea Cadorna Marienbild am Passo Dordona
Gefechtsstellung 1. WK Rifugio Dordona
Pizzo del Diabolo

Murmeltier MarmotteDie Murmeltiere haben uns jedoch sofort erspäht. Den Abstieg begleiten sie mit lauten Pfiffen, aber wenn jetzt noch jemand klatscht, ist das sicher kein Beifall. Talwärts finden wir jedenfalls deutlich hübschere Wege, als wir uns endlich von der desaströsen Beschilderung lösen und eigenen Orientierungspunkten folgen. Sollten wir irgendwann doch eine mehrtägige Hüttentour in Angriff nehmen, sehe ich schwarz.

Bergquell Raupe
Alpenflora Rückweg nach Foppolo
Corno Stella

Almweg Almhütte

Alpendiestel

San Giovanni BiancoWas das Wandern angeht, sind wir hoffnungslose Romantiker, da helfen auch keine Profischuhe. Ohne Karte, Kompass und Spürsinn ist es mehr Glück als Verstand, dass wir unterwegs nicht verschütt gehen. Das wissen die Einheimischen längst. Während wir abgekämpft in Foppolo ankommen, lachen sie uns aus. Immerhin nimmt man unsere Schlangenlinien mit Humor. In San Giovanni Bianco werden wir hingegen abschätzig angesehen, als wir in einer Pizzaria etwas zu essen bestellen. In der Kirche hatte man sogar Christus einen Zacken aus der Krone gebrochen und den heiligen Dorn als Reliquie beschützt. Die alten Männer, die am Dorfplatz Karten spielen, wissen unseren Wanderzirkus also durchaus richtig einzuschätzen. Es nützt gar nichts, wenn der Koch hier draußen unsere Sportlichkeit lobt. Die Küche hat nämlich geschlossen.

Kirche Maske
Dorfplatz mit Zignonis Söldnermonument




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