Kiek in`t Land auf Pellworm

Kiek in`t Land auf PellwormNach dem wütenden Orkan Christian fahren wir diesmal nicht zum Krabbenpulen von Nordstrand nach Pellworm, sondern wohnen hoch und sicher unter Reet auf der Warft Kiek in`t Land. Das kommt mir sehr Recht, habe ich doch eine dicke Grippe ebenso im Gepäck, wie literweise Hühnersuppe gegen den Schnöf. Die ganze Familie ist außerdem dabei und selbst der Onkel aus Texas will endlich Pellworm entdecken, auch wenn bereits das nächste Sturmtief im Anmarsch ist.

Während auf der Warft noch die letzten Flurschäden beseitigt werden, stürmen wir in alle Himmelsrichtungen über die Insel. Die einen fahren zur Currywurstbude am Leuchtturm und wir spazieren an nordfriesischer Flora und Fauna vorbei ins Inselzentrum Tammensiel und zum Hafen, in dem die Krabbenkutter sicher gelandet sind.

Aufbruchstimmung au Pellworm Der Onkel aus Amerika

Familienausflug

Gänse auf der Warft

Ziegen auf Backsens Endenswarf Ziegen und Gänse

Schweinsgalopp

Moos Wetterschwein

Vogelbeeren

Hasenjagd auf Pellworm

Schafe auf Pellworm Wasserstand in der Marsch

Ausblick aufs Überlaufbecken

Pellwormpanorama

Vogelparadies Marschinsel Seevögel
Tammensiel Krabbenfischer im Pellwormer Hafen
Yachthafen Pellworm

Möwe am Hafen Hafenidylle

Windenergie in der Nordsee

Beiboot

Pellwormer Stillleben Inselfarben auf Pellworm
Deichpanorama auf Pellworm

Fischernetze Korsaren der Nordsee

Reeperbahn
Kutterhafen von Pellworm

Zwischen den Sturmtiefs verlassen diese Kutter nicht freiwillig ihre heimischen Häfen, erfahre ich später, als ich vergeblich um Krabben zum Pulen beim Fischhöker anfrage. Das sieht an diesem Tag gar nicht wild aus, die Sonne scheint sogar noch, als wir an Inselkatzen vorbei zur Bäckerei vom Cafe Cornilsen stapfen. Bienenstich und Mohnwölkchen gibt`s und statt Friesentee heilenden Holundergrog für die Rotznasen.

Abends, im Restaurant Zur Alten Kirche, durchbreche ich meine Suppenkur schließlich noch für einen Graugansbraten, für den vor allem meine Mama hier kräftig Werbung macht, weil ihr die Biester in Hamburg regelmäßig den Rasen versauen. Mit Liebe gekocht und mit Hass gegessen, könnte man also meinen und eigentlich mag niemand am Tisch wirklich glauben, dass die Wildvögel essbar seien. Sind sie aber und schmecken tatsächlich eher nach Wild als Geflügel. Die Brust ist mir etwas zu drög, aber die Schenkel unglaublich saftigzart bis ich auf ein Schrotkorn beiße. Die nächste Runde geht auf mich.

Krabbenkutter

Inselromantik auf Pellworm Romantischer Inselherbst

Einlauf nach Tammensiel

Bienenstich beim Inselbäcker Mohnwölkchen im Inselcafe Cornilsen

Rückweg Kiek in`t Land

Ausblick aus der Ferienwohnung Pellworm

Apfelernte auf der Warft Abreisetag auf Pellworm
Ferien unter Reetdach Feriengäste auf Pellworm
Inselsonne Ausfahrt von der Ferienwarft Kiek in`t Land
Schafe vor der Warft Der Texaner geht von Board

Abreisetage sind ja echt öde, wenn man schon zwischen gepackten Sachen hockt und darauf wartet, die nächste Fähre zu kriegen. Besagter Sturm donnert derweil um die Warft, dennoch wird der Fahrplan entgegen mancher Gerüchte eingehalten. Man muss sich bloß trauen! Zum Fähranleger führt ein schmaler Damm, vor dem sich bereits ein zögerlicher Autokorso sammelt, weil Wind und Wetter Gischt und Wellen über die Fahrbahn drücken. Erst als die ersten Insulaner im Friesenkamikaze die Überfahrt wagen, nehmen wir wieder Tempo auf. Langsam, stetig, geht es voran und alle Insassen brüllen dem Vordermann entgegen, als der wieder mal in die Bremsen geht. Die nächste Gischtwelle lässt uns einen Moment wie blind verharren und bloß noch hoffen, dass niemand ins Meer gespült wird. Es vergeht eine halbe Ewigkeit unfassbarer Adrenalinschübe bis wir schließlich so unverdient sicher auf der Fähre sitzen. Erlebnisorientiert, nennt man das wohl in der Tourismusbranche.

Fährfahrt bei Sturm und Flut

Flut drückt über Pellwormer Fährdamm Fahrdamm zur Autofähre Pellworm
Stürmische Flut auf Pellworm Friesenkamikaz am überspülten Fährdamm von Pellworm
Pellwormer Leuchtturm

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7 Antworten auf “Kiek in`t Land auf Pellworm”


  1. 1 Freundin des guten Geschmacks 14. November 2013 um 15:31 Uhr

    Wunderschöne Impressionen. Das macht Lust auf die Küste und das Meer! Und natürlich auf Krabben!

  2. 2 nata 14. November 2013 um 17:55 Uhr

    Großartiger Reisebericht, der Sehnsucht weckt! Tatsächlich fand ich die Frage nach den Graugänsen sehr spannend, weil ich mir ähnliches schon länger in Bezug auf andere Gänsearten überlege, die mittlerweile bei uns in Massen vorkommen. Ich vermute aber, dass die Tiere wahrscheinlich schon zu viele Flugstunden auf dem Buckel haben, um wirklich lecker zu schmecken. Die Gänse, die man beim Geflügelzüchter kauft, sind ja nur etwa ein halbes Jahr alt. Ich fänd es aber interessant, weitere Meinungen dazu zu lesen.

  3. 3 Schnick Schnack Schnuck 14. November 2013 um 18:45 Uhr

    @ FdgG: Krabbenpulen, genau! Mit meiner Oma hab ich da früher jeden Wettstreit verloren, aber irgendwann hat man den Bogen raus.

    @ nata: Die wurden schon im Freiflug vom Schrot geholt und nicht vom Züchter. Hier an der Küste bleiben allerdings inzwischen ganze Kolonien von Wildgänsen dauerhaft und ziehen gar nicht weiter gen Süden. Das vermindert nicht nur die saisonal bedingten Flugstunden deutlich. Vielen Bauern machen ehemalige Zugvögel in Heerscharen die junge Saat kaputt und sind wohl deshalb zum Abschuss frei gegeben.

  4. 4 inselkind 15. November 2013 um 13:03 Uhr

    Ein sehr schöner Blog, aber zu dem „Friesenkamikaze“ muss ich doch ein paar ernste Anmerkungen machen. Kamikaze heißt ja eigentlich Selbstmord und so, wie es an diesem Tag auf der Straße zum Anleger aussah, darf man das ruhig wörtlich nehmen. Gottseidank ist ja nichts passiert, aber ich würde dringend davon abraten, so etwas zu wiederholen. Wenn tatsächlich jemand ins Meer gespült wird – und das ist durchaus möglich – holt ihn da niemand mehr raus und es kann eventuell noch weitere böse Auswirkungen haben, weil die nachfolgenden Autofahrer nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Also – lieber die Fähre verpassen, als Gesundheit und eventuell Leben gefährden und auch andere versuchen, davon abzuhalten.

  5. 5 Schnick Schnack Schnuck 15. November 2013 um 15:21 Uhr

    Sowas hatten wir uns dann auch gedacht, aber da war man schon mittendrin. Auf der Fähre hab ich direkt gefragt, ob ihr das immer so macht. Jo, hieß es.

  6. 6 inselkind 15. November 2013 um 17:17 Uhr

    Ich bin Pellwormerin und ich mache das nicht und ich kenne auch viele, viele Pellwormer, die das auch nicht machen. Also wer auch immer das gesagt hat – auf der Fähre – so stimmt das nicht!

  7. 7 Schnick Schnack Schnuck 16. November 2013 um 9:47 Uhr

    Schwierig, die Schranke beim Deich war offen, Inseltaxen fuhren über den Damm. Das lässt schon gewisse Routine vermuten. Gefährlich ist es aber allemal.

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