Archiv für März 2015

Snack Attack: Wrap it Up!

Wrap it Up - Snack Attack!

Grillen ist Luxus! Jetzt wo wir im Kleingarten den Acker pflügen, bleibt kaum Zeit für abenteuerromantisches Kochen. Dafür aber ein Mordshunger und wenn die geschundenen Gartenpranken wieder sauber sind, futtern wir, was uns in die Hände fällt. Am liebsten alles auf einmal. Und dafür hat die Tex-Mex-Küche den Wrap erfunden.

Tortillawrap mit Entrecote

Ich zersäbel ein gutes Stück Entrecote unter Protest zu feinen Streifen, die bloß ganz kurz durch die heiße Pfanne zischen. Zerdrücke eine reife Avocado mit einem Spritzer Limettensaft und Salz zur Guacamole, in die noch geringelte Frühlingszwiebeln kommen. Püriere eine Dose Rote Bohnen mit einem Klacks Crème Fraiche und Harissa zur Paste und dann kommt nach und nach alles mit Salat und geriebenem Cheddar in eine Weizentortilla. Wrap it up: Snack Attack!

Musical Powerplay Interlude

Schwarze Bohnensuppe mit Chorizo


In unserem halben halbvegetarischen Haushalt kommen Hülsenfrüchte regelmäßig auf den Tisch. Damit es dabei nicht langweilig wird, experimentier ich mit den farbenfrohen Variationen vom indischen Special Interest Stand im nahen Einkaufszentrum und sammel diesmal kleine, getrocknete schwarze Bohnen ein, die ich über Nacht in Wasser quellen lasse. Schwarz ist das neue Bunt, ihr wisst schon.

Am nächsten Tag bloß aus gestückeltem Suppengemüse und, ja, Bauchspeck einen satten Fond aufsetzen, mindestens zwei Stunden einköcheln lassen und immer mal wieder mit Wasser aufgießen. Zuletzt das verkochte Gerödel abfischen und durch neues, fein geschnittenes Gemüse ersetzen. Die Bohnen zugeben und alles zusammen nochmal kurz mit einer guten Prise Kurkuma aufbrühen. Nebenher gewürfelte Chorizo anbraten, dann alles zusammen mit einem Klacks Sour Creme und gehäckselter Petersilie anrichten.

Soulfood, schwarze Bohnen und Chorizo

Frühlingsarbeiten, Gärtnergold und Resteessen – Ernte im März

Frühlingsarbeiten, Gärtnergold und Resteessen - Ernte im März

Rote Bete Knollensellerie

Während Bienen im März den ersten schönen Frühlingstag zu einem Säuberungsflug nutzen und die Kroken der Umgebung belagern, ackern wir Kleingärtner durch Hochbeete und bearbeiten das Erdreich rund ums Gewächshaus, damit die neue Gartensaison in Schwung kommt. Dabei zupfen wir letzte Rüben, Rote Bete, Sellerie und Rosenkohl erntefrisch auf den Tisch. Aber dann wird es Zeit den Kompost zu lüften und umzusetzen. Inzwischen haben wir hierfür einen natürlichen Kreislauf entwickelt:

Frühlingsarbeiten im Gewächshaus.

Die letztjährige Muttererde im Gewächshaus ist über den Winter zur kargen Scholle verkommen, schließlich gießt außerhalb der Saison niemand. Darum müssen wir jetzt mit Spitzhacke und Grabgabel die starre Erde aufknüppeln und den gelockerten Boden mit reichlich Hornspänen füttern. Ist die letzte Schicht Kompost aufgebracht, kann auch schon gesät werden. Wir freuen uns erstmal auf Bunte Bete, zweierlei Salat, Rübchen und Paprika.

Rosenkohl aus dem Hochbeet Hochbeet ausbuddeln
Frühlingsarbeiten am Hochbeet

Unser DIY Hochbeet wird derweil komplett ausgebuddelt, ein Teil des feinen Komposts wird davon im Gewächshaus und den umliegenden Freilandbeeten eingearbeitet. Danach kommt grober Heckenabschnitt aus der Abdeckung des eigentlichen Komposthaufens als Drainage wieder ganz unten zwischen die Bretter. Gefolgt vom groben Kompost, in dem sich jede Menge Regenwürmer und andere Gartenhelfer tummeln. Schließlich landet noch gesiebtes Gärtnergold – feinster, frischer Humus gemischt mit Pflanzenerde – obenauf. Der erste Muskelkater ist der Beste.

Drainage aus Heckenschnitt

Heckenabschnitt und grober Kompost Hochbeet umgraben und neu befüllen
Natürlicher Kreislauf: Kompost, Hochbeet und Gewächshaus

Play hard and Shake!

Play hard and Shake!

Meine sportlichen Betätigungen außerhalb von Garten und Blogosphäre setzen sich aus einer wehrhaften Mischung zusammen: Yoga für Fokussierung und Körperspannung, Kickboxen für die Hand-Fuß-Koordination und Krav Maga zum effektiven Wegballern. Bis zu viermal die Woche und in manchen Doppelstunden geht`s zum Drillinstructor und der Drang, nach einer abschließenden Saunarunde noch an der Pommesbude zu halten ist groß. So groß, dass ich sogar einen neuen Lieblingsimbiss gefunden habe, in dem Marion noch wochentags nach zehn frische Fritten über den Tresen schiebt. Ich mag Marion, aber inzwischen habe ich ein Rezept entwickelt, das ebenso resolut meine Bedürfnisse stillt: Der ultimative After Sports Shake!

Yoghurt und Banana

Crunchy Erdnussbutter Honig

Ein Becher griechischer Yoghurt, eine überreife Banane, einen ordentlichen Klacks crunchige Erdnussbutter, jeweils einen Teelöffel Honig und Weizengraspulver, welches mir aus demselbem Arsenal dieser ominösen Superfood Ecke zufliegt, wie Chiasamen und anderes Gedöns.

Weizengraspulver

Sportshake mit Wasserkefir After Sports Shake

Neben seinem hohen Eiweißanteil soll das Chlorophyll von Weizengras den Zellstoffwechsel anregen und den Sauerstofftransport im Blut verbessern. Ich will das hiermit vor allem vom Tisch bekommen, gieße alles mit selbstgemachtem Wasserkefir auf und racker mit dem Pürierstab durch bis ein cremig grüner Shake entsteht. Bäm!

Der ultimative Sportshake

Violetter Spargelbroccoli – Urgemüse mit Geschmack

Spargelbroccoli - Urgemüse mit Geschmack

Eben frisch vom Biomarkt gepflückt: Violetter Spargelbroccoli. Eine besonders frühe, italienische Sorte, die pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang reift. Und wie schmeckt der jetzt? Kaum nach Spargel, obschon dessen Form in Richtung der blühend grünen Stangen geht. Statt dessen erinnert diese alte Gemüsesorte wohl daran, wie Broccoli ursprünglich mal geschmeckt hat, bevor er in jahrelanger Überkultivierung zur grauen Krankenhauskost verkommen ist. Der violette Spargelbroccoli schmeckt nämlich tatsächlich nach Kohl.

Violetter Spargelbroccoli

Spargelbroccoli braten und schmoren

Ich entferne bloß die holzigen Enden und brate den Spargelbroccoli sanft in einer Pfanne mit etwas Sesamöl an. Lösche mit einem Schuss Sojasauce und Blutorangensaft ab und lasse ihn dann einige Minuten bei geschlossenem Deckel schmoren. Anders als herkömmlicher Sprossenkohl, hält er Hitze erstaunlich lange stand und verkocht nicht so schnell.

Geschmorter Endiviensalat mit Chorizo

Nebenher schmore ich Endiviensalat mit gestückelter Chorizo im eigenen Sud, für den halbvegetarischen Mitesser gibt es eine Variation mit Pilzen und Fischsauce. Dann alles zusammen anrichten.

Spargelbroccoli, warmer Endiviensalat und Chorizo

Typisch Hamburg – Der Stint ist da

Typisch Hamburg - der Stint ist da!

Der Stint hat in Hamburger Fischbratküchen längst Kultstatus erreicht und auch wenn man ihn heute nicht mehr kiloweise mit Waschkörben aus den Palisaden und Wallgräben des Hafens fischt, schmeckt dieser Edelfisch aus der Elbe von Februar bis März besonders frisch. Dann nämlich, wenn er voll Rogen und Milch in Saft und Kraft zum Laichen den Fluss hinauf schwimmt und an seinem leichten Gurkengeruch erkennen lässt, dass er nicht älter als einen Tag ist.

Stint in Semmelbrösel wenden

Stint ausnehmen und braten

Man isst Stint wegen seiner zarten Greten wie Kieler Sprotten von Kopf bis Fuß. Doch wer es nicht ganz so rustikal mag, schlitzt den Fisch mit einem scharfen Messer von der unteren Bauchflosse bis zum Kopf auf und zieht den Darm mit anhängenden Innereien heraus. Danach wälze ich die kleinen Fische in einer Mischung aus Roggenmehl und Semmelbröseln und brate sie in Butter und Olivenöl schwimmend, bei guter, mittlerer Hitze in der Pfanne aus.

Stint braten Gebratener Stint
Stint satt

Kartoffelsalat mit Boullionkartoffeln

Perfekte Beilage zum Stint

Traditionell reicht man zum Stint Speckkartoffelsalat, aber uns schmeckt diesmal ein warmer Salat aus Boullionkartoffeln, für den ich in der Schale knapp gekochte, junge Kartoffeln mit erhitztem Gemüsefond, Frühlingszwiebeln und einem Schuss Schalottenessig löffelweise anrühre. So wird der Kartoffelsalat schön sämig, weil die gewürfelten Erdäpfel in der Boullion gar ziehen und dabei Stärke abgeben. Alles zusammen anrichten. Dann heißt es: Stint satt!

Stint und warmer Kartoffelsalat

Snack Attack: Bruschetta

Snack Attack: Bruschetta

Die Tomatenvielfalt wächst saisonal zum aufkeimenden Frühling im Gemüseregal. Manche von den Dingern schmecken sogar schon. Für meinen Tomaten Mozzarella Salat stückel ich Schokoladentomaten und Büffelmozzarella, ringel Frühlingszwiebel, einen Schlag Basilikumpesto hinein und verrühre alles mit etwas Balsamicoessig und Olivenöl. Mit frischem Basilikum schmeckt dieser Salat im Sommer herrlich erfrischend. Allerdings ist es draußen doch noch zu frisch, als dass ich mich von so einer kühlen Schüssel anmachen ließe. Darum röste ich den Salat fix auf Kräuterciabatta im Ofen zur Bruschetta und richte die Scheiben unter frischer Blattkrone an. Snack Attack.

Tomaten Mozzarella Salat Tomaten Mozzarella Salat auf Kräuterciabatta




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