Über die Lofoten bis Andenes: Norwegens schönste Inseln

Mosken - Südspitze der Lofoten

Mit insgesamt 150.000 Inseln vor der norwegischen Küste fällt es nicht leicht, die schönsten Inseln heraus zu picken, während wir von Værøy mit der Fähre um den massiven Felsen Mosken herum gondeln und bei bestem Wetter die Silhouette der Lofoten ins Auge fassen. Bei dem abgeschieden im Süden liegenden Mosken, handelt es sich um einen alten Versammlungsort, ein sogenanntes Thing der Wikinger oder frühen nordischen Siedlern. Auch an der südlichen Insel Moskenesøy findet man in Höhlenmalereien Zeugnisse dieser frühen Siedlungen, die hier bereits vor 6000 Jahren entstanden.

Obwohl die Inselgruppe der Lofoten 100 – 300 km nördlich des Polarkreises, nördlich von Island und auf einer Höhe mit Grönland liegt, ist das Klima durch den Golfstrom vergleichsweise mild. Wir landen im Hafen von Moskenes und fahren mit einem kurzen Abstecher zur Südseite Ä die Europastraße 10 in nördlicher Richtung bis in die Bucht von Stokkvika.

Einfahrt in Moskenes

Hafen von Moskenes Ä auf den Lofoten
Boote in Ä Wasserfall im Djupfjord

The eagle has landed #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten

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Wandern auf den Lofoten – Stokkvika im Abendlicht

StokkvikaAm Stokkvika Beach vorbei parken wir an einem etwas höher gelegenen Wendeplatz für die Nacht und wandern an Schafweiden über den Hausberg Røyen dem Sonnenuntergang entgegen. In kleinen Serpentinen schlängelt sich ein Trampelpfad über einen dunklen Bergsee schließlich bis hinauf auf den Kamm, dessen Heidelandschaft in diesem Licht herrlich leuchtet. Während wir die Aussicht auf die vielen vorgelagerten Inseln dieser Bucht genießen, kreist ein Adler über talwärts liegenden Häusern und auch wir trudeln mit dem letzten Abendlicht zurück zu unserem Camper. Das Licht auf den Lofoten ist beeindruckend.

Doing it again #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten

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Adler über Stokkwika Schnick Schnack Schnuck auf den Lofoten
Wandern auf den Lofoten Blick vom Røyen auf Stokkvika

360* Panorama #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten #hyperlapse

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Sonnenaufgang über Stokkvika

Auf der Europastraße über die Lofoten: Die Kinderstube der Orkas

Als am nächsten Morgen die Sonne aufgeht, geraten wir ob mangelnder Waschgelegenheiten in unsere erste Wikingertaufe und baden tatsächlich im 8 Grad kalten Europäischen Nordmeer, bevor wir auf einer Fahrradtour das malerische Dörfchen Reine umradeln. Mit müden Wanderwaden schaffen wir zwar nur eine kleine Tour und sehen ein bisschen wehmütig den Kanuten hinterher, die hier auf dem Wasserweg den majestätischen Fjord erkunden. Ein paar Meter weiter entdecken wir aber auch mit bloßem Auge eine kleine Orkafamilie und sind doch ein bisschen froh, diese Kinderstube der Killerwale nicht mit unserem morgendlichen Badespaß gestört zu haben. Denn Orkas sind gar keine Wale, sondern jagdfreudige Delphine, die sogar Pottwale erlegen können. In deren Beuteschema möchten wir ungern fallen.

Wikingertaufe: Baden im Europäischen Nordmeer Seetang nach der Wikingertaufe
Stokkvika Beach We <3 Lofoten
Polarlicht am Mittag

Fischerhütten bei Reines

Fjordland Lofoten Reines auf den Lofoten
Fischerhütten und Dorsch Lofoten - wo Schweizer Urlaub machen
Fahrradfahren auf den Lofoten Panorama bei Ramberg
Orkawale im Fjord

Der ehemalige Fischerort im Nusfjord ist heute ein Museumsdorf und wirkt außerhalb der Saison so wenig lebendig, wie ein japanisches Disneyland nach Geschäftsschluss. Die porös erodierten Rundenfelsen drum herum laden trotzdem zu einer romantischen Klettertour ein. Aufgrund der ruhigen, abgeschieden Lage kann man hier prima Vögel beobachten.

Bizarre Felsformatione bei Nusfjord Museumsdorf Nusfjord

Zaungäste #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten

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Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir aber bereits eine Insel weiter und übernachten an der Nordküste von Vestvågøy bei Eggum. Der kleine Ort ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Lofoten, möchte man im Sommer die berühmte Mitternachtssonne feiern. Unterhalb der Steilwand der Middagsheia wandern wir auf einem ebenerdigen Uferweg diesen leuchtend rot-grünen, grasbewachsenen Moränenrücken entlang und lassen uns von dem amorphen Kunstwerk eines Schweizers den Kopf verdrehen.

Heideglühen bei Eggum Eggum Naturreservat

Turn your Head #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten #hyperlapse

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Sonnenuntergang bei Eggum

Die Europastraße 10 verbindet die 6 Kommunen der insgesamt 80 Lofoteninseln mit dem norwegischen Festland und endet schließlich in Schweden. Unterwegs passieren wir Moorebenen mit Seen, die bereits in der Eiszeit entstanden sind und fahren vorbei an immer wieder spektakulären Fjordpanoramen – bis wir bei Fiskebøl auf die anschließende Inselgruppe der Vesterålen übersetzen.

Gårdsvatnet bei Grunnstad

Lofoten im Morgenlicht Sonnenaufgang überm Fjord
Lofotenpanorama

360* Fjordpanorama #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten

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Die Vesterålen – Aurora Borealis und Walsafari in Andenes

Die Vesterålen werden oft zu den Lofoten gezählt, sind allerdings eine eigenständige Inselgruppe, von der aus die ersten Schiffe der Hurtigruten in See stachen. Wir fahren auf dem Weg zur nördlichsten Insel Andøya durch eine Landschaft, die an berühmte Highways der amerikanischen Rocky Mountains erinnert – bis Andenes. Zuletzt queren wir mit einer Fläche von 263 km² das größte zusammenhängende Moorgebiet des Landes. Es ist einsam hier. Unterwegs sehen wir zwar kleine Ortschaften mit Häusern, deren Terrassen und Eingänge eine Etage höher gelegen sind, so dass wohl trotz vergleichsweise mildem Klimas durchaus mit Schnee zu rechnen ist. Eine Kirche scheint der traditionellen Bauweise der Samen nachempfunden, Andenes selbst könnte mit seiner Architektur wiederum spielend zur Kulisse Alaskas gehören. Wir sind fast am Ende der Welt angelangt.

Rocky Mountains auf den Vesterålen Kirche auf den Vesterålen
Samenarchitektur Northern Highway

Almost at the End of the World #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis

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Straße bei Andenes Baden im Europäischen Nordmeer
Sonnenuntergang bei Adenes

Na also #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #auroraborealis

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Adenes

Langsam ziehts zu #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis

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Bei Wind und Wetter steuern Schiffe der Forschungsstation von Andenes die Jagdgründe der Pottwale vor der Küste an, die hier zu einem Graben bis in die Tiefsee abbricht. Die Walsafaris sind ein typisches Highlight jeder Norwegentour und auch wir stürzen uns bei Sturm und Regen in die Fluten, um per Echolot den Sonaren der Pottwale zu folgen. Hier im Norden findet man jetzt im Herbst nur noch vereinzelt männliche Exemplare, die bloß mit Fressen beschäftigt sind. Konnten sie früher mit wenigen Riesenkalmaren auskommen, verlängert sich die Jagdzeit nach kleinen Tintenfischen entsprechend, sodass wir nur in den wenigen Minuten in Sichtkontakt kommen, wenn die Riesen nach Luft schnappen. Sobald sich die Schwanzflosse aus den Wellen erhebt, geht der Koloss schon wieder auf Tauchgang.

Forschungsschiff Reine Auf Walsafari
Flosse vom Pottwal Pottwal vor Andenes
Whalespotting Wal taucht ab
Walsafari auf den Vesterålen

Kurs auf die Lofoten: Værøy

Die Lofoten - Inseln der Götter

Im frühen Morgenlicht verlassen wir Bodø als einzige Passagiere mit der Fähre Richtung Lofoten. Was mit einem romantischen Sonnenaufgang beginnt, entpuppt sich jedoch bald als ausgewiesener Herbststurm, mit dem wir erst an der kleinsten Inselgruppe Røst vorbeischaukeln, den von unheimlichen Sagen, von Jules Verne bis Moby Dick umwobenen Moskenestraumen bis nach Værøy passieren und schließlich völlig Seekrank auf der Insel am südwestlichsten Zipfel der Lofoten einlaufen. Der Moskenestraumen ist eine der weltweit stärksten Meeresströmungen mit einer Gezeitenströmungsgeschwindigkeit von 25 km/h.

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Boarding Ferry to Væroy: 2 Personen und 1 Schnittlauch #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Røst - der südwestliche Zipfel

Bezeichnenderweise heißt Værøy übersetzt die Wetterinsel. Hier braut sich also einiges zusammen. Wir umrunden die Insel mit unserem Camper bis zu einem ehemaligen Flughafen, der aufgrund dieser schwierigen klimatischen Verhältnisse bereits aufgegeben wurde. Hier lassen wir unseren Wagen ordentlich durchschütteln. Mit dem Abendlicht verziehen sich immerhin die regnerischen Wolken, sodass wir eine Wanderung in den Sonnenuntergang in Richtung des historischen Vogelfängerdorfes Måstad wagen. Dessen Bewohner lebten vom Vogelfang. Seeadler und Papageientaucher jagten sie mithilfe der indigenen Rasse der Lundehunde. Keine Straße und ein nur schwer zugänglicher Hafen ließen diesen Ort abgeschlossen vom Rest der Welt überdauern, bis er schließlich ganz verlassen wurde.

Wandern auf Værøy Abendwanderung Richtung Måstad

Kleine Wanderung ins Abendlicht #roadtrip #norwegen #reiseblog #schnickschnackschnuck #polarkreis #lofoten

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Seeigel Felsenflora
Felsenaltar in Nordlandshagen

Mit Blick auf die imposanten Tafelberge der Insel genießen wir ein Abendlicht, das hier in Nordlandshagen noch lange nach Sonnenuntergang an sommerliche Abende der Mitternachtssonne erinnert – bis der Mond aufgeht. Einige Zeit rätseln wir noch über hiesige Holzbauten und Felsenkonstruktionen, die sich jetzt im Nachhinein als Nachlass aus einem Midnightsunfestival erklären. Aus dem Steinaltar wurde ein DJ-Pult.

Vaeroy im Abendlicht

Blick zum Mosken Sonnenuntergang auf Værøy
Sonnenuntergang Mond über Værøy
Der Mond

Am nächsten Tag fahren wir die Straße zurück und an Sørland vorbei bis zu einer Kieskuhle. Hier spazieren wir ebenerdig über grasige Hügel ans Meer, bevor es zurück im Hafen auf die nächste Fähre geht.

Sonnenaufgang über Værøy Inselstraße auf Værøy
Sørland im Morgenlicht Sørlandsvika
Am Strand von Værøy

Im Hafen von Værøy

Über den arktischen Polarkreis – Roadtrip durch Norwegen

Arctic Polar Circle Crossing in Norwegen

Nach dem Städtetrip durch Norwegen geht`s für uns hinter Trondheim wieder in die Pampa. Aber richtig! Die ewig lange Straße der E6 Richtung Norden wird auch als die längste Geisterbahn Norwegens bezeichnet und im Hellen haben wir das erst gar nicht verstanden. Über hunderte Kilometer fährt man zwar durch merklich lebensfeindlicher werdende Landschaft, die von extremen klimatischen Bedingungen gezeichnet ist. Permafrostböden der langen Winter gefolgt von sommerlicher Staunässe prägen diese Tundra. Zwischen Moosen und Flechten, Gräsern, Kräutern und sommergrünen Zwergsträuchern halten höchstens noch Birken die Fahne hoch. Die Farbpalette dieser Natur ist von Orangetönen, Rot bis Violett geprägt. So sieht er also aus, der Indian Summer in Norwegen.

Himmel und Erde Landschaft an der E6
Birkenwälder

So richtig gruselig wird es erst, wenn die Sonne im Nebel untergeht und man sich irgendwo im Nirgendwo einen Schlafplatz für die Nacht suchen muss. Es gibt keinerlei Straßenbeleuchtung, nur wenige, kleine Ortschaften und so übernachten wir wieder einmal auf einem kleinen Rastplatz am Fluss. Stockfinster legt sich die Nacht über uns und der Spuk zieht bis weit in den Mittag hinein, während der Morgennebel ganz langsam zwischen Pilzen und Flachs aufsteigt. Kein Wunder, dass wir in dieser mystischen Stimmung auf die ersten Rentiere in Norwegen treffen.

Morgenstimmung im Nebel

E6 - die längste Geisterbahn der Welt Tintlinge
Wiesenchampingnons Schwammpilz
Rentiere in Norwegen

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Indian Summer Richtung arktischer Polarkreis #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck #hyperlapse

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Kurz vor dem arktischen Polarkreis

Auf 66° 33′ 44″ (oder 66.5622°) nördlich des Äquators überqueren wir am folgenden Tag den arktischen Polarkreis. In dieser subpolaren Bergtundra der nördlichen Hemisphäre wachsen gar keine Bäume mehr. Insgesamt wird die Vegetation in diesem Gebiet von weniger als 10 Arten gestellt. Mittendrin steht ein Polarzentrum für Touristen, mit denen hier im September aber auch wieder keiner rechnet. Der Laden hat zu und wir radeln statt dessen durch diese unwirkliche Landschaft, in der tausende Steinskulpuren mit Grußbotschaften aller Welt aus dem Boden wachsen.

Bahnstation am Polarkreis Über dem Polarkreis - Roadtrip durch Norwegen

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And there it is #roadtrip #norwegen #reiseblog #polarkreis #schnickschnackschnuck

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Mit dem Fahrrad über den Polarkreis Fahrradfahren am Polarkreis
Schnick Schnack Schnuck am arktischen Polarkreis

Hütten der Samen in Norwegen

Wie Sie, sehen wir nichts, liegt einem auf der Zunge, wenn sich nicht kurz hinter dem Touristenparkplatz ein alter Versammlungsort der Samen aus der Ebene abheben würde. Jetzt im Herbst treiben sie die frei laufenden Herden der Rentiere in die Nähe besiedelter Gebiete und während wir noch unken, dass sich unsere Fahrradtour am Polarkreis wohl nur mit so einem Hubschrauber toppen ließe, treibt eben dieser die Rentierherde über die Straße. Direkt vor unserer Nase ist das ein wirklich atemberaubendes Spektakel.

Helikopter treibt Rentiere

Rentierherden am Polarkreis

Rentiere auf der E6

Rentiere am arktischen Polarkreis

Roadtrip durch Norwegen - going North

Wir folgen anschließend der E6 immer weiter gen Norden und weil wir dabei prompt eine Fähre verpassen, übernachten wir schließlich in Løpshavn hinter Bodø direkt am Strand. Mit Blick auf romantische Schären und die Inselgruppe der Væran im Abendlicht. Es gibt hässlichere Orte, um auf die nächste Fähre zu warten.

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Ich kenne hässlichere Orte, um auf die Fähre zu warten. #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Sonneuntergang und Steinskulpturen

Campingplatz hinter Bodø Steinskulpturen am Strand
Schnick Schnack Schnuck im Sonnenuntergang

Sonnenuntergang bei Bodø

Bodø im Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in Bodo

Bergen, Kristiansund und Trondheim – 3 kulinarische Städtetrips in Norwegen

Bergen, Kristiansund und Trondheim - kulinarische Städtetrips

Nach einigen Tagen on the Road freuen wir uns immer, wenn ein eingeschobener Städtetrip zwischen den Wandertouren uns der vermeintlichen Zivilisation wieder etwas näher bringt. Schließlich besteht Norwegen nicht bloß aus nyddeligen Dörfern. Die Symmetrie der angelegten Straßen, kühle Architektur und kulturelle Highlights in Form von gutem Essen wissen wir nach der ersten warmen Dusche schließlich wieder zu schätzen. Unter diesen Vorzeichen sind auch unsere Tipps für Städtetrips entstanden, die sich gleich in eine Blogparade zum Thema einreihen.

Gourmetfestival in Bergen

Gourmetfestival in Bergen

Immer im September findet in der norwegischen Stadt Bergen das jährliche Gourmetfestival statt und die Promenade rund um den Hafen bis unter die bunten Häuser der Bryggen ist gepackt voll mit Leuten. Nicht bloß voller Touristen, die sich hier sonst an den völlig überzogenen Preisen des täglichen Fischmarktes die Zähne ausbeißen, sondern auch alle Norweger sind hier unterwegs und futtern sich durch die vielen Köstlichkeiten der unterschiedlichen Regionen des Landes. Wir sind mittendrin.

Schnick Schnack Schnuck in Bergen Seespinne am Fischmarkt
Tyttebeeren vom Markt Yachthafen
Bryggen in Bergen

Beim sogenannten Matsfestival stellen mehr als 300 Aussteller lokale Produkte und Gerichte vor, um eine größere Nähe zwischen Produzenten und Verbrauchern zu schaffen. Hier findet man wirklich alles, was das Land zu bieten hat: Fleisch, Käse, Würste und natürlich Fisch. Solche kulinarischen Höhepunkte lässt sich wohl kein Foodblogger entgehen. Wir reisen morgens mit leerem Magen an und probieren alles.

Pölser

Klippfisch vom Skrei Klippfisk und Bacalao
Frittierte Fischbällchen

Pölser hatten wir unterwegs schon mehr als genug gegessen. Wir konzentrieren uns deshalb erstmal auf Fisch, der auf unserer bisherigen Route ziemlich schwierig aufzutreiben war. Wir haben das zuerst gar nicht kapiert, doch die Norweger sind ob der überall präsenten Natur große Outddoorfreaks. Biken noch nach Feierabend den Hausberg hoch, wandern jedes Wochenende in Wälder und Berge und angeln wohl einfach alle ihr Abendessen selbst. Ohne Witz, Fischgeschäfte sucht man außerhalb großer Städte meistens vergeblich. Beim Gourmetfestival in Bergen kosten wir hingegen frittierte Bällchen vom Klippfisch und gebratene Sprotten. Norwegische Hipster stehen sonst hüben wie drüben eher auf Burger.

Sprottenkönig Frittierte Sprotten

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Sprottenkönig #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Sucht man was Süßes, stößt man überall in Norwegen erstmal auf Pannekoken, die hier beidseitig gebraten und dann eigenhändig mit Marmelade und Sahnecreme befüllt werden. Ich entdecke jedoch hausgemachte Smurte Potetlefser. Das sind süße Hefestrudel auf Kartoffelbasis, deren hauchdünne Scheiben mit Karamell süß bestrichen aufgewickelt und roh verzehrt werden. Wahnsinnig lecker!

Pannekoken Norwegische Pfannkuchen
Gourmetfestival in Bergen: Smurte Potetlefser

Vafler - Waffeln

Von einer irrwitzig langen Schlange am Waffelstand lassen wir uns auch noch zum Anstehen verführen, essen das eher trockene Gebäck mit frischen Früchten und Sahne direkt am Hafen und während wir schließlich die Pfunde bei einem Stadtbummel wieder ablaufen, landen wir noch beim Bierfestival im Studentenviertel. In Norwegen brauen viele ihr eigenes Bier und so gibt es tausende Craftsbiere kleiner Hersteller. Ganz unterschiedliche Typen und Geschmacksrichtungen – fast wie in Brügge.

Militärparade im Hafen Port of Bergen
Tesla vs Harley Bergen: Fußgängerzone und Blumengeschäft
Bierfest in Bergen Studentenviertel unter Regenschirmen
Bierfest im Studentenviertel von Bergen Norwegisches Stadtviertel in Bergen
Haute Couture in Norwegen: Tolle Regenschirme

Kristiansund

Der beste Klippfisch von Kristiansund

Nach unserem Ritt über Norwegens berühmte Straßen fahren wir mittags zum Fischessen in der kleinen Hafenstadt Kristiansund direkt am Yachthafen ein. Leider öffnet das ausgeguckte Restaurant erst am Nachmittag, der Wagen ist schon geparkt und so schnallen wir endlich mal die Fahrräder ab und fahren gemütlich am Wasser längs.

Mit dem Fahrrad am Yachthafen

Yachten und Fischerboote Historische Bootswerft
Hafenanlage von 1865 Yachthafen von Kristiansund
Alte Fischerboote und moderne Trawler Brücke in Kristiansund

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Postkartenmotiv #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck

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Kurz über die Brücke rüber und vorbei an Wohnvierteln ist man hier ganz schnell wieder in der Natur. Die Sonne scheint und wir nutzen die Gelegenheit für unser erstes Bad im Europäschen Nordmeer. Die lauschige Hafeneinfahrt ist hier sanft zerklüftet, sodass wir einfach kleine Felsen hinab zu diesem natürlichen Meerwasserpool klettern und zwischen Seeigeln und Tang wie Robben ins kühle Nass gleiten. Zur Stärkung essen wir zurück in Smias Fiskerestaurant am Yachthafen Bacalao norwegischer Art und den besten Klippfisch von Kristiansund.

Hafeneinfahrt in Kristiansund Rastplatz am Leuchtfeuer
Schwimmbecken unter der Brücke Wasserspaß am europäischen Nordmeer
Schwimmen in Krisitansund

Deep Ocean

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Bacalao und Klippfisch #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck

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Trondheims Fischmarkt

Trondheims Fischmarkt

Wir sind etwas erstaunt, als wir die moderne, gläserne Halle der Ravnkloa auf der Suche nach Trondheims Fischmarkt betreten. Erwartet hatten wir rustikale Stände und rauhe Marktbeschicker und stehen statt dessen in einer Boutique. Allerdings einer mit angeschlossenem Bistro und wir haben Hunger im Gepäck. Für mich gibt`s endlich mal wieder Austern, der halbvegetarische Mitesser bestellt Fischsuppe und zum Nachtisch schmeckt ein Safraneis aus dem französichen Reims. Alles in allem genauso teuer, wie dieses eine Glas Riesling, das ich mir ob der feinen Küche hab aufschwatzen lassen. In Norwegen bleibt man besser beim Bier, sonst wird man arm.

Fischverkauf vom Kutter in Trondheim Fisch essen in Trondheim
Ravnkloa - Trondheims bekanntestetes Fischgeschäft Austern in Norwegen
Austern schlürfen Fischsuppe vom Fischmarkt
Fischbistro Ravnkloa - Fischmarkt in Trondheim

Trondheims Vikinger am Hafen Kirchturm
Altes Rathaus Wohnen in Trondheim
Restaurierte Bryggen

Trondheims moderne Architektur

Tipps von der Straße – Norwegens Camperedition

Tipps von der Straße - Norwegens Camperedition

Ein paar Tipps und Tricks für das Reisen mit dem Camper durch Norwegen hatten wir uns zwar im Vorfeld von versierten Kollegen eingeholt, aber was man davon umsetzen kann, hängt ganz von der individuellen Planung ab. Unsere war eher spontan ausgelegt, ein paar Hinweise halte ich hier doch mal für kommende Touren fest.

PKW, Camper, oder Wohnmobil?

PKW, Camper oder Wohnmobil? Wir entscheiden uns hier ganz klar für einen kompakten Camper, der sich einigermaßen wendig durch die oft sehr engen Straßen bewegen lässt. Gleichzeitig haben wir keine Lust, uns ständig nach einer Unterkunft für die Nacht umzusehen, was gerade in der Nebensaison ab September schwierig werden kann. Hotels und Pensionen waren nicht unser Fokus, wir sehen kaum welche unterwegs. Dafür bieten viele Campingplätze kleine Hütten, die man kurzfristig mieten kann. Allerdings ist die Saison ab September langsam so sicher vorbei, dass einfach vieles schon geschlossen hat. Ist man jetzt mit dem PKW unterwegs, bräuchte man zumindest ein Zelt, weil man oft vor verschlossenen Türen steht. Mit einem Wohnmobil oder Camper kann man sich hingegen noch auf Campingplätze stellen, die nicht mehr offiziell bewirtschaftet werden und findet sogar zugängliche Stromanschlüsse, für die man sonst knapp 4 Euro pro Nacht zahlt. Für einen Stellplatz werden an offenen Plätzen 25 – 30 Euro fällig. Warm Duschen zahlt man mit einer Krone zu jeder Jahreszeit direkt am Automaten der beheizten Waschhäuschen vor Ort.

Rastplatz mit Waschhäuschen

Wir finden unterwegs auch immer wieder kleine Rastplätze, die zwar keine Duschen, aber zumindest beheizte Waschräume und Toiletten vorhalten. Einen Platz zum Schlafen findet man in dieser Zeit sowieso überall, denn auch dort, wo „Camping verboten“ angeschlagen steht, hat niemand etwas gegen eine Übernachtung einzuwenden. Wenn in den Sommermonaten bis Ende August Straßen und Plätze überfüllt werden, sieht das sicher ganz anders aus.

WC auf den Lofoten Ode an ein Klohäuschen

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Camplife: Waterboarding Will do #roadtrip #norwegen #reiseblog #camperedition #schnickschnackschnuck

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Wasser kann man man überall einfach per Gießkanne nachfüllen, sich an Gartenschläuchen einklinken. An den Tømmestasjonen vieler Tankstellen wie an allen Campingplätzen läd man nicht nur Wasser auf, sondern kann das verbauchte Zeugs auch ablassen.

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Camplife: Ablassen und Auftanken

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Wohnmobile mögen innen etwas komfortabler ausgestattet sein, bieten mehr Platz und vollintegriert eine bessere Isolierung, aber frieren tun wir in unserem roten Blitz eigentlich nie. Wäre also eher eine Geschmacksfrage, wofür man sich entscheidet, kämen nicht noch norwegische Mautstellen sowie unzählige Fährverbindungen hinzu, die einem Gefährt unter sechs Metern günstigere Preise einräumen, als Wagen mit Überlänge.

Maut ist unproblematisch, sollte vorab in Deutschland als Autopass übers Internet freigeschaltet werden und wird dann automatisch abgebucht. Wir geben insgesamt etwa 50 Euro an Mautgebühren aus. Das ist im Vergleich zu Frankreich etwa darum so wenig, weil in Norwegen nur solange Maut erhoben wird, bis die Kosten für Bauarbeiten und Instandhaltung abbezahlt sind.

Fähren in Norwegen

Fährfahrten rechnen sich auf Dauer vor allem dann, wenn man sich rechtzeitg um eine Rabattkarte kümmert. Haben wir nicht. Gibt es dennoch mit Rabatten bis zu 50 % auf die Fahrpreise, die regulär mit etwa 10 Euro pro Fahrt zu Buche schlagen. Auf längeren Strecken entsprechend mehr. Solche Vertigkarten sollen solange ihre Gültigkeit bewahren, bis das eingezahlte Guthaben aufgebraucht ist, sind allerdings an bestimmte Regionen gebunden. Das behalten wir für`s nächste Mal auf jeden Fall im Auge.

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Fährenfutter: Fritten und Pölser #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Außerhalb der Saison in der Pampa noch etwas zu Essen zu finden, ist nicht leicht. Pölser und Fritten gibts an der Fähre, einfache Diner in den Tankstellen und ansonsten steuert man eben den nächsten kleinen Coop-Supermarkt an. Ein Geheimtipp sind auch immer solche Yachthäfen, die neben offenem WLAN, Duschen und Waschräumen zusätzlich einen hübschen Restaurantbetrieb kleiner Karte mit Fish&Chips bieten.

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Fish&Chips #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Telefonnetz in Norwegen Norwegen Online

Viele kleine Telefonanbieter stabilisieren für Mobiltelefone noch in den entlegensten Winkeln eine vergleichsweise gute Netzabdeckung und auch WLAN-Zugänge sind einigermaßen fix, solange man sich nicht gerade an einem brüchigen Hotspot einklinkt. Genutzt haben wir das aber auch bloß für kurzes Infosurfen und Hochladen von Fotos. Mit der Bildbearbeitung bin ich unterwegs ja schon mehr als genug beschäftigt, auch wenn dann ein einfacher Batchlauf ausreicht.

Richtig praktisch wird es, wenn man eigene Fahrräder dabei hat, denn gerade in den Städten liegen die kostenfreien Parkplätze meist etwas außerhalb. Da lassen wir die Drahtesel mal eben schnell frei und erkunden die Gegend auf zwei statt vier Rädern.

Mit dem Camper in Norwegen

Überlebenswichtig ist der passende Soundtrack zum Roadmovie. Wie dieser hier: Bill Callahan – Rough Travel for a Rare Thing.

Berühmte Straßen Part 2: Roadtrip durch Norwegen

Die Straßen Norwegens stehen als Sehenswürdigkeiten für sich, denn immer der Nase nach fahren, das kann man hier ganz schnell vergessen. Ständig ist irgendwas im Weg: Berge, Fjorde, Sunde. Und genau deswegen findet man unzählige preisgekrönte Werke der Straßenbaukunst, die sich durch steile Serpentinen, irrwitzige Brückenkonstruktionen und Tunnelsysteme auszeichnen. Eine der bekanntesten ist die Goldene Route vom Geirangerfjord zu den Trollstigen.

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Still goin' #roadtrip #norwegen #reiseblog #fjord #schnickschnackschnuck #hyperlapse

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Geirangervegen – Dalsnibba – Flydalsjuvet – Geiranger – Ørnevegen – Ørnesvingen–

Ab Stryn fahren wir den Oestebro foss Richtung Gamle Strynefjellsvegen hinauf ins Gebirge. Über die fantastisch wilde Landschaft des Strynefjell folgen wir dem alten Postweg über die R 258 oberhalb der Baumgrenze auf 800 Metern, bis nur noch Moose und Flechten die ansonsten nackten Felsen überziehen. Zwischen aufbrechenden Eisdecken, mächtigen Schneefeldern – entlang von Bergbächen, Gletscherseen und via Djupvatnet bei 1038 Metern bis zu einem Abstecher auf den Berg Dalsnibba bei fast 1500 M.ü.NN.

Wasserfall Oestebro foss Oestebro foss Wasserfall
Fjord vor Geiranger Passstraße zum Geiranger
Bergstraße vor Gairanger Pass nach Dalsnibba
Straße am Gletscher Straße am Dalsnibba
Passstraße am Geirangerfjord

Wir haben gerade noch Zeit ein Panoramafoto zu schießen, da ziehen auch schon die ersten Wolken ins Tal und es dauert nicht lange, bis wir dort oben in einer Nebelwand ausharren, die der unendlichen Geschichte in Nichts nachsteht. Die Kamera bleibt mit uns im Camper liegen und wir kümmern uns bei heißem Tee endlich mal um das Entspannungsprogramm. Hoffend, dass sich der nebulöse Spuk bis zum kommenden Morgen verziehen wird.

Trübe Aussicht am Dalsnibba Wolken am Geiranger
Nebel am Gairanger Regen am Dalsnibba

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Camplife: Rainy Days #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Aber Pustekuchen. Bis Mittags die ersten Tourbusse der Hurtigrouten auf- und abgeschwärmt sind, sehen wir nüschts und fahren auf blauen Dunst die alte Straßenschleife „Knuten“ bis zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet hinab ins obere Ottatal. Hier wird die Sicht wieder frei auf den Wasserfall der „Sieben Schwestern“ und die riesigen Kreuzfahrschiffe im Fjord.

Durch Geiranger und die elf Haarnadelkurven des Ørnevegen bis auf 620 m verlassen wir den riesigen Fjord hinaus ins Gebirge. Diese Adlerstraße ist die einzige Verbindung, über die Geiranger ganzjährig erreichbar ist.

Tourbus im Nebel Passabfahrt nach Gairanger im Nebel

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Abfahrt nach Gairanger #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck #hyperlapse

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Geirangerfjord und Wasserfall

Gudbrandsjuvet – Trollstigen

Nach dem an den Ørnevegen anschließenden, lieblichen Hochtal bis Eidsdalen am Norddalsfjorden und dem Aufstieg durchs Valsdalen, in dem ein reißender Bach über Felsbrocken stürzt, durchfahren wir Birken- und Erlenwäldchen entlang der Reichsstraße 63 zwischen Valldal und der Trollleiter. Erst führt die Route an bizarren Gletschermühlen des Valldøla-Flusses durch die Schlucht Gudbrandsjuvet bis nur noch Krüppelgehölz und Felsblöcke Heide-, Wollgras- und Moosflächen zulassen. Mit der Vegetation ist hier Schluss, bis wir die berühmten Trollstigen erreichen.

Gudbrandsjuvet : Wasserfall am rostigen Geländer Wasserfall Hinweg Trollstigen
Passstraße zu den Trollstigen

Orstschild Trollstigen Natur bei den Trollstigen
Besucherzentrum Trollstigen

Wasserfall Trollstigen oben Wasserfall Trollstigen unten
Berühmte Straßen: Trollstigen

Die Abfahrt errinnert mit ihren elf Haarnadelkurven wieder an Geiranger, doch bringt der Verkehr beinahe noch mehr Nervenkitzel mit sich, wenn sich Busse zwischen Felsnasen auf einpurigen Verengungen begegenen. Wir haben aber erneut Glück im Unglück, denn es regnet zwar Bindfäden, aber bei dem Wetter ist hier mal wieder gar nix los. Es würde uns allerdings nicht wundern, wenn man dann doch mal einem Hobbit aus Herr der Ringe begegnet. Die Landschaft ist in diesem Teil Norwegens schon sehr verwunschen.

Steintroll bei den Trollstigen

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Going down #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck #hyperlapse

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Roadtrip Trollstigen

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Panorama mit Boardbepflanzung #roadtrip #reiseblog #gartenblog #foodblog #schnickschnackschnuck #norwegen

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Brücke bei Molde

Große Atlantikstraße

Ab Molde erreichen wir über das kleine Fischerdörfchen Bud schließlich die berühmte Atlantikstraße, die mehrere vorgelagerte Inseln mit einem Netz aus Brücken überspannt. Die Straße wurde inzwischen zum „Bauwerk des Jahrhunderts“ gekürt. Hier fährt man mehr über Wasser als an Land und endlich spielt auch wieder das Wetter mit.

Berge an der Atlantikstraße Hafen an der Atlantikstraße
Atlantikstraße

Mittendrin der größte Mahlstrom der Welt, an dem viele Angler ihr Glück versuchen. Die Strecke ist gar nicht mal lang, darum nehmen sich viele Reisende die Zeit, hin und her zu fahren. Wir haben uns an Norwegens Sehenswürdigkeiten bis hier her schon so satt gesehen, dass wir durch den letzten Tunnel durch bis Kristiansund einfahren.

Atlantikstraße Mahlstrom

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Off to Kristiansund #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck

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Brücke am Mahlstrom Atlantikstraße
Tunnel nach Kristiansund

Frühstück in Norwegen – die Camperedition

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Camplife: Frühstück und Urlaubslektüre #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Selbstredend, dass wir uns auch im märchenhaften Norwegen nicht ausschließlich von Champagner, Luft und Liebe ernähren. Allerdings bringt es so ein Roadtrip mit sich, dass der Fokus bei der Zubereitung auf das Wesentliche fällt. Kaffee, zum Beispiel, ist nicht bloß zum Frühstück irre wichtig. Wir mahlen die Bohnen noch selbst und brühen das Zeugs direkt auf dem Gasherd unseres Campers auf. Mit gesüßter Kondensmilch im Glas gepimpt, Milchmädchen eben.

Kaffee vom Gasherd

Auch wenn Frühstück immer noch die wichtigste Mahlzeit des Tages sein soll, beschränken wir uns dabei meist auf Knäckebrot mit Avocado und Lachs. Trinken frische Buttermilch mit Most. Nicht eben ein Hundeleben, zugegeben, aber es geht doch so zügig vonstatten, dass spätestens auf der nächsten Wanderung nach Nachschub verlangt wird und dafür gibt`s dann einfach ein vorgeköcheltes Porridge. Dazu heißen Kakao, weil man nie so genau wissen kann, ob das Wetter am Gipfel mitspielt.

Frühstückstisch beim norwegischen Roadtrip Gebeizter Lachs
Porridge für die Wanderung Frühstück in Norwegen

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Camplife: Lachsfrühstück mit Buttermilch #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Biwak mit Porridge

Wenn es gleich etwas deftiger zugehen soll, reißen wir dennoch fix eine Dose gebackene Bohnen auf und braten die Eier darin ein. Shakshukastyle in der Cowboyversion. Vor einer Walsafari schmeckt dagegen ein herzhafter Fischburger mit Buletten aus dem Supermarkt. Und immer wieder Spiegelei.

Baked Beans mit Spiegelei Fischbuletten aus dem Supermarkt
Fischburger mit Spiegelei

Walsafari

Norwegens Stabkirchen: Kaupanger und Borgund

Stabkirche von Kaupanger

Da der heidnische Glauben im frühen Mittelalter noch sehr präsent war, zeigen die Stabkirchen von Norwegen ein jahrhundertelanges Nebeneinander von heidnischen und christlichen Glauben und gelten damit als Übergangswerk dieser Zeit. Um dem Kleinkönigtum Einhalt zu gebieten, wurde von Olaf Tryggvason gegen Ende des 10. Jahrhunderts die Christianisierung in Norwegen mit Gewalt vorangetrieben, gegen die vor allem die Bauern Widerstand leisteten.

Nach der Ermordung eines königlichen Botens wurde die Stabkirche von Kaupanger niedergebrannt. Archäologische Untersuchungen zeugen von drei Vorgängerkirchen auf dem Grundstück des heutigen Nachbaus aus dem 12. Jahrhundert.

Kaupanger: Nachfolgebau Ende des 12. Jahrhunderts Hexenkreis bei Kaupanger
Stabkirche von Borgund

Die Stabkirche von Borgund ist eines der ältesten Holzgebäude Europas und wurde, wie andere Heiligtümer der Germanen, abseits der Siedlungen angelegt. Der mehrstufige Aufbau mit immer kleiner werdenden Proportionen, dessen erzwungene Perspektive auch in der Kulissentechnik angewendet wird, erzeugt eine zusätzliche Höhenwirkung. Elemente des Schiffbaus wurden als religiöse, heidnische Symbole von den Wikingern übernommen und animistische Motive und alchemistische Magiesymbolik als Schutzzauber gegen böse Geister erhalten.

Drachenköpfe gegen böse Mächte

Westportal mit Geisterschwelle der Stabkirche von Borgund Geschnitzte Rankenmotive und kämpfenden Drachen
Runen und alchemistische Symbole Westportal in Borgund
Holzsäulen mit geschnitzten Masken Kanzel in der Stabkirche Borgund
Altarbild und Andreaskreuze

Altarbild von 1654

Holzsäulenkonstruktion der norwegischen Stabkirche von Borgund

Südportal mit geschnitzten Löwen auf Kapitellen Nordseite der Stabkirche
Norwegische Stabkirchen: Kaupanger und Borgund

Wandern in Norwegen: Buerbreen am Folgefonnagletscher

Gletscherwanderung: Von Odda zum Buerbreen

Mit einer Größe vom 214 km² ist Folgefonna der drittgrößte Gletscher Norwegens. Der höchste Punkt liegt bei 1.662 m ü.d.M und hier bei Odda schnuppern wir dann auch echte Höhenluft, als wir uns morgens mit dem Camper auf den Weg zur Gletscherzunge Buerbreen machen. Die schmale, kurvige Dirtroad führt an einem Fluss entlang aufwärts, der durch das Eis des Gletschers gespeist wird

Auf halber Strecke bleibt unser Wohnmobil auf dem Parkplatz zurück und wir wandern entlang des steinigen Flussbettes und tausender Trollskulpuren vorbei. Die ersten Meter gehen mäßig bergauf, neben Schafen und durch knorrige Wäldchen lassen sie sich mit einem lauschigen Spaziergang bewältigen. Immer am Wasser lang wieseln wir des Weges und treffen unterwegs sogar solche norwegischen Murmeltiere.

Häuser unterhalb des Buerbreen Gletscherfluss am Buerbreen
Norwegische Trolle bei der Gletscherwanderung

Erfrischung während der Wanderung Wiesel statt Murmeltiere
Wandern in Norwegen

Danach geht`s aber steil weiter, der Fluss rauscht mit der Kraft eines Wasserfalles ins Tal und wir überwinden diese Passage an ausgewaschenen Felsen nur mit Hilfe befestigter Seile, an denen man sich hoch stemmen kann. Der See im Tal und die zwei Häuschen beim Parkplatz liegen bereits weit zurück, dafür motiviert uns der Blick auf die Gletscherzunge zum Durchbeißen. Wir nehmen`s sportlich, dass dies einer der einfachen Wanderwege zum Gletscher sein soll. Für uns Flachlandtiroler bedeutet es schließlich schon wieder hartes Training.

Sicherung am Klettersteig Klettern am Wasserfall zum Buerbreen
Rückblick ins Tal bei Odda

Schnick Schnack Schnuck am Buerbreen

Erfrischung bringt hier oben vor allem der Wind, welcher durch das Eis des Buerbreen merklich abkühlt. Richtig frisch wird es, als wir unterhalb der Gletscherzunge ankommen. Das Wasser hat die Felsen malerisch ausgeschwemmt, abgerundet und warm gefärbte Übergänge und Verbindungen geschaffen, die im Kontrast zum Blau des Gletschers ein beinahe surreales Bild ergeben. Wir suchen uns ein windgeschütztes Eckchen, biwaken und genießen.

Der halbvegetarische Mitesser am Buerbreen Flussbett am Folgefonnagletscher
Buerbreen am Folgefonngletscher Schnick Schnack Schnuck am norwegischen Gletscher
Gletschereis

Gletscherspalte

Gletscherzunge Buerbreen

Ausgewaschene Felsen am Buerbreen

Buerbreen Wasserfall in Norwegen

Der Folgefonngletscher ist nicht während der Eiszeit, sondern erst vor rund 2.500 Jahren, in einer Periode niedriger Temperaturen und erhöhter Niederschläge entstanden. Der Buerbreen ist die am besten zugängliche Gletscherzunge, heißt es noch, als wir wieder an den Seilen herab schwingen. Runter kommen se alle und auch wir lassen uns irgendwie vom Wasserfall zurück ins Tal treiben. Haben wieder Augen für Pilze, Zeit für eine kleine norwegische Waldkatze, die uns entgegen stromert, und landen erschöpft, aber glücklich im Tal.

Buerbreen Wasserfall Pilze am Wanderweg
Wanderweg am Buerbreen

Zurück im Tal Norwegische Waldkatzen

Wandern in Norwegen: Preikestolen

Wandern in Norwegen: Preikestolen, Buerbreen und Værøy

Nachdem wir nachmittags noch am Orrestranda in der Nordsee badeten, erleben wir das Abendrot bereits auf dem Parkplatz unterhalb vom Preikestolen und schlafen hier auch. Zwar warnen überall Schilder, Camping verboten, doch im September schert sich niemand um die drei Wohnmobile und ihre wanderlustigen Camper, die möglichst früh morgens noch vor den Busladungen an Touristen diesen Aufstieg wagen wollen. Während der Saison bis Ende August ist sonst die Hölle los.

Baden in Orrestranda Parkplatz am Preikestolen

Abendstimmung am Preikestolen

Flachlandtiroler, wie wir, nehmen so eine Wanderung ob der überall angekündigten Reiserentner natürlich mal wieder auf leichte Schultern und tänzeln die ersten Meter leichtfüßig über treppenartig ausgelatschte Felsstücke und romantische Moorebenen. Wir sind die ersten Wanderer an diesem Tag und lassen uns sogar noch spöttelnd von einigen Nachzüglern überholen, die man ja ganz easy einholen wird. Denkste, bis der erste steile Anstieg kommt und selbst den tallinschen Teenagern hier die Puste ausgeht.

Wandersfrau in Norwegen Erster Aufstieg zum Preikestolen
Moorlandschaft am Preikestolen Am Preikestolen steil bergauf
Hochplateau Tjodnane

Für diese Fehleinschätzung bietet das Plateau kurz unterhalb des Preikestolen mit seinen zwei Bergseen zwar glücklicherweise Abkühlung, aber uns packt jetzt erst der Ehrgeiz. Wir stiefeln schnurstracks die letzten Kletterstellen gen Gipfel und setzen uns dort zur Ruhe. Das Panorama ist atemberaubend, die Sonne brennt und selbiges lässt sich auch über unsere Füße und Gelenke sagen, auf denen wir schließlich schmerzverzerrt besagten Bustouristen beim Abstieg entgegen stakseln. Was Norweger unter einer leichten Wanderroute verstehen, treibt uns auf dieser Reise immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Aber es lohnt sich!

Kurze Rast vor dem Preikestolen Kletterstieg am Preikestolen
Preikestolenpanorama

Schnick Schack Schnuck auf dem Preikestolen

Nah- und Fernsicht mit Vogel Aussicht am Preikestolen
Preikestolenpanorama nach Rechts Lysefjorden am Preikestolen
Wandern am Preikestolen

Ebene nach dem Preikestolen Abkühlung nach der Wanderung
Bergsee am Preikestolen

Die Dusche unseres Campers nutzen wir auf dieser Reise nicht einmal. Statt dessen nehmen wir zur Belohnung zurück im Tal unser erstes Bad in einem norwegischen Fjord, können schon wieder über die zurückliegenden Strapazen lachen und planen bereits unsere nächste Wanderung in höhere Berge und eisige Gletscher. Die Höhenluft verdreht uns Hamburgern locker unter 1000 Metern den Kopf, das steht fest.

Zurück am Meerwasserspiegel



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