Gnocchi al Foie Gras

Foie Gras, gestopfte Geflügelleber, ist zu Recht umstritten und ich würde so etwas nicht in einem hiesigen Restaurant bestellen. Gastonomen, die auf eine entsprechende Sternebewertung hoffen, sind geradezu gezwungen, allein schon durch solche Produkte zu punkten. Auch der Jahrzehnte alt gewordene Hummer gehört dazu und da allein das Produkt noch überhaupt nichts über die Qualität der Küche aussagt, lehne ich solche Angebote inzwischen kategorisch ab.

In Frankreich selbst, zum nationalen und gastronomischen Kulturerbe erklärt, möchte ich auf den Märkten nicht darum herum kommen. Das intensivere Verhältnis zum Essen besonders tierischer Produkte wird hier auf einen Schlag deutlich, denn man bekommt noch das ganze, wortwörtlich von Kopf bis Fuß präsentierte und angebotene Tier und jedem Käufer ist damit bewusst, was er da eigentlich für seine Ernährung beansprucht. Dementsprechend findet nun auch aus so einer Marktausbeute die mitgebrachte Foie Gras auf den heimischen Teller.

Die Gnocchi habe ich nach lamiacucina hergestellt, dann aber nicht im siedenden Wasser gegart, sondern zunächst auf niedriger Temperatur im Ofen gefestigt, in Gänseschmalz angebraten und schlussendlich mit einigen Stücken Foie Gras de Canard in der Pfanne geschwenkt. Der Geschmack ist himmlisch, schmilzt an Gaumen und Zunge, aber das ist eben wie beschrieben kaum mein Verdienst.

Gnocchi al Foie Gras de Canard

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3 Antworten auf “Gnocchi al Foie Gras”


  1. 1 kulinaria katastrophalia 04. Juli 2009 um 1:17 Uhr

    So ganz verständlich ist das jetzt aber nicht — wieso schmeckt aus gequälter Geflügelproduktion Stammendes jetzt in Frankreich besser?

  2. 2 Administrator 04. Juli 2009 um 9:24 Uhr

    Der Geschmack steht außer Frage, steht im Restaurant allerdings das Ergattern von Bewertungspunkten durch das schlichte Produktangebot im Vordergrund, mags mir nicht schmecken. Da ist es dann auch egal, ob in Frankreich oder Timbuktu.

  3. 3 Johannes 04. Juli 2009 um 12:19 Uhr

    Sehr gut sieht es aus, klasse Idee mit dem vorherigen trocknen.

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