Archiv der Kategorie 'Back dat'

Wie war eigentlich..

…der Jahreswechsel? Es hinterlässt ja schon ein mulmiges Gefühl, wenn man sich so mir nichts, dir nichts dem Blogleben entzieht und dann kommen solche Fragen wie von selbst. Ich nehm eines gleich mal vorweg: Verhungert sind wir nicht. Allerdings reduzierten wir die Kocherei auf ein entspanntes Minimum und futterten anderweitig weiter, bis schließlich die Feiertage vor der Tür standen und festliches Drumherum wie Geschenke zu organisieren waren. Selbst in der Adventszeit blieben wir schmählich hinter der Rekordproduktion letzter Jahre zurück und haben bloß spontan mit diesen Lebkuchen die Küche gerockt. Das aber gleich zweimal, weil der erste, köstliche Schwung nicht lang liegen blieb.

Adventslebkuchen

Gans

Die duftende Bäckerei bringt einen dann doch langsam in Weihnachtsstimmung und so wurden auch die ersten Gaben für untern Baum still und heimlich am heimischen Herd hergewerkelt. Erste Versuche in der Herstellung hauseigenen Gänserillettes mit geköchelten Gänsestücken, müheselig ausgelöst und in Gänseschmalz zu dekorativen Gläschen eingekocht.

Gänseklein Eingekochtes Gänseklein
Gänserillette im Glas Selbstgemachtes Gänserillette
Gänsebraten

Um den obligatorischen Gänsebraten kommt niemand herum, es ist eine fette Zeit und das ist gut so. So gut, dass wir traditionell am Heiligabend nur noch Kleinigkeiten essen und bestimmt niemand endlos den Kochlöffel schwingen muss. Trotzdem hatte ich von meiner längst ausufernden Nachkochliste Englischen Weihnachtspudding zum Leben erweckt und bereue nichts.

Weihnachtspudding

Silvesteressen Fondue mit Mont D`Or
Silvestergeballer

Silvester dann das Übliche: Käsefondue, Fondue Fribourgeoise, Rumballern wie die Knallköppe und Anstoßen mit Cremant. Diesmal mit den eingelegten Mirabellen, Sloe Vodka, ganz köstlich und unbedingt empfehlenswert. Bei folgender Feierei quer durchs Gängeviertel hatten wir, wie schon im letzten Jahr, sowieso alles richtig gemacht.

Cremant mit eingelegten Mirabellen

Herrenkuchen mit Rotweinbirnen

Schattige SonnenblumeDerzeit ernten im Kleingarten alle wie die Berserker und so bekommen wir auch mal frische Ware aus der Nachbarschaft rübergeschoben. Die Birnen sind nicht lang haltbar, werden schnell dullig, doch bei dem derzeitigen Wetter ist es ja eh mal wieder Zeit für einen Kuchen. Backmuffeligkeit hin oder her. In Anlehnung an meinen saftigen Rotweinkuchen fabrizier ich diesmal eine etwa herbere Nummer.

Birnen schälen, vierteln und mit etwas Zimt in Rotwein aufkochen, vom Herd nehmen und gute 20 Minuten ziehen lassen.

Nebenher 300 g zerlassene Butter, 100 g Zucker, 2 Eigelb und ein Ei schaumig schlagen. Ein Glas von dem Rotwein zuschütten. 200 g Mehl, 100 g geriebene Haselnüsse, 100 g Kakaopulver sowie geriebene Vanille mit einem Päckchen Backpulver vermengen und unter das Eigemisch rühren. 180 g gehackte Herrenschokolade ebenso. Zwei Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig in eine gebutterte Springform geben, die Birnen kranzförmig einlegen und alles bei 180 Grad bis zu 60 Minuten backen.

Herrenkuchen mit Rotweinbirnen

Miniaturwunder Cupcakes

Für einen Backmuffel meiner Statur birgt der Satz „Viel hilft viel“ bei anstehender Backtätigkeit ziemliches Konfliktpotential. Zum Abschied einiger Kollegen und dem Beginn eines neuen Jobs will ich mich dennoch nicht lumpen lassen. Cupcakes sind in ihrer kunstvollen Optik stets ein willkommenes Andenken und trotzdem bloß zum arglosen Vernaschen gedacht. Viel hilft viel, soll schließlich nach was aussehen, aber weniger ist mehr und darum verteil ich Teig und Frosting diesmal einfach auf viele kleine Miniaturförmchen – das spart Geld wie Nerven – macht trotzdem noch was her.

Schoko-Ingwer-Cupcakes mit Frischkäsefrosting

60 g Butter mit 50 g dunkler Schokolade schmelzen, das Mark einer Vanilleschote sowie 1 El geriebenen Ingwer dazugeben. Dann mit dem Handrührer schaumig schlagen. 150 g Zucker, 2 kleine Eier, 120 ml Buttermilch, 1 El Weißweinessig untermischen und immer fleißig weiterschlagen. Nebenher 150 g Dinkelmehl, 0,5 Tl Natron, 10 g Kakao, 1 Prise Salz vermischen und nach und nach in die Schaummasse einrühren. In die Förmchen füllen und bei 180 Grad 10 Minuten backen, dann auskühlen lassen.

In der Zeit kann man das Frosting aus 175 g Frischkäse, 80 g weicher Butter und 200 g Puderzucker zusammenrühren. Durch einen Spritzbeutel auf die Miniaturmuffins drücken, noch ein paar Schokosternchen zur Dekoration drüber streuen und fertig ist das Aha-Erlebnis.

Schoko-Ingwer-Cupcakes mit Frischkäsefrosting

Frühling! Kuchen!

Frühlingsanfang im GartenHach, das ist ein Fest, oder? Es gibt ja so Gärtnerregelen, wie – pflanz nicht vorm Soundsovielten, sonst Schießmichtot! In meinem letzten ersten Gartenjahr hab ich mich beinah manisch an jegliche dieser Bauernregeln gehalten, wir waren schließlich spät dran und wollten alles richtig machen, doch was das alles nützt hab ich mich damals schon gefragt. Da kann man ruhig einiges schleifen lassen, sich zurücklehnen und trotzdem fehlt mir dazu bei einigen Dingen schlichtweg die Geduld. Warten auf den Sanktnimmerleinstag, das kann ich ganz schlecht. Warten überhaupt treibt mich schnell an den Rand des Wahnsinns, weil ich von selbst schon Termine im Voraus plane, dass noch reichlich Zeit für Unverhergesehens dazwischen passt. Warten auf die ersten Pflanzen? Geht gar nicht! Farbe muss her! Wir streichen das Haus, Holz und Mobilar und dann setzt es gefälligst ein paar Blümchen obenauf, aber dalli!

Saatset für sonnige Blumen Frühlingsblumen

Stellt man sich schon inbrünstig verlangend gegen sämtliche Jahrhundertregeln, ist es nur recht und billig auch die vermeintliche Backmuffeligkeit seiner selbst abzuschütteln. Kuchen zum Valentinstag? Mir geht erst ab 10 Grad aufwärts das Herz auf, also ran ans Werk:

Mohnkuchenteig Apfelstücken, brauner Zucker, Butterflocken

125 g zerlassene Butter mit 150 g Zucker zu einer Creme aufschlagen. Drei Eier kommen auch dazu. 180 g Mehl mit 1 Tl Backpulver vermengen, die Creme zugeben und gut durchmischen. Drei El Milch noch, 3 EL Mohn und dann alles in einer Springform ausstreichen. 500 g Äpfel zu schmalen Schnitzen schneiden und dicht an dicht in den Teig drücken. Etwas Sherry, braunen Zucker und zuletzt ein paar Butterflocken darüber ausstreuen, dann landet das bei 180 Grad für gute 40 Minuten im Backofen.

Amerikanischer Apfel-Mohnkuchen

Bleibt Zeit 250 ml Sahne mit 250 ml Milch, dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote und der gestückelten Schote bei mittlerer Temperatur aufzuköcheln. Kurz auskühlen lassen. Jetzt wirds schon wieder arg mit dem Warten, wenn man durch ausgiebiges Vorkosten genau weiß, wie lecker das bereits ist. Sechs Eigelb schaumig schlagen, unter das Milchsahnegemisch rühren und alles nochmal vorsichtig und unter beständigem Rühren aufköcheln bis das langsam zur cremigen Sauce stockt.

Apfelkuchen mit Vanillesauce Frühlingskuchen

Der weltbeste Pizzabäcker

PizzabäckereiWährend ich ja bei Mehlfluseleien stets versuche, die Flucht zu ergreifen, oder bloß den Fertigteig aus dem Frischeregal ausrolle, hat der halbvegetarische Mitesser just an diesem Wochenende ein neues Hobby entdeckt: Pizzabäckerei. Damit erklärt er sich von nun an hauptverantwortlich für Teigexperimente aller Art und das soll mir nur recht sein. Was mit einer arglosen Pizza zum Abendbrot ins Rollen kam, bebte auf zu Träumen großer Nudelmacherei und dem wünschenden Rufen nach einer Nudelmaschine. Wir werden sehen, was daraus wird. Jetzt gibts jedenfalls erstmal zweierlei Pizza:

Der Teig stammt aus dem Buch Genial italienisch von Jamie Oliver, welches er eigentlich mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Für den Teig braucht man 1000 g Mehl, 1 EL brauner Zucker, 1 EL Salz, 3/4 Päckchen Trockenhefe, 650 ml lauwarmes Wasser.

Am besten das Mehl zusammen mit dem Salz in eine Schüssel geben ;-)
Die Hefe mit dem Zucker und dem Wasser vermengen und kurz stehen lassen. Anschließend unter das Mehl rühren. Wenn das geschehen ist, heißt es 10 Minuten kneten.

Der weltbeste Pizzabäcker Teigzutaten: Flüssiges ins Feste

Zum Abschluss den Teig bemehlen und in Frischhaltefolie einwickeln und ca. 15 Min bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Diese Menge Teig reicht gerne für 7-8 Tellergroße Pizzen. Man darf daher gerne die Menge halbieren.

Den Teig in etwa faustgroße Stücke teilen und ausrollen. Es muss nicht ganz rund werden. Am besten den Teig anschließend noch etwas ruhen lassen und dann erst belegen.

Teigteile Teigausrollen

Sardellenpizza:
Den Boden mit Tomatensauce bestreichen und mit Knoblauchscheiben belegen.
1-2 Sardellenfilets kleinschneiden und zusammen mit Kapern auf dem Teig verteilen.
Drüber kommt eine gute Portion zerpflückter Büffelmozarella.
Die Pizza ca. 10 Min im Ofen ausbacken und danach mit etwas Olivenöl beträufeln und frischen Basilikum rübergeben. Gerne noch etwas pfeffern.

Belag 1: Sardellen, Kapen, Mozzarella, Basilikum Belag 2: Artischocken, Oliven, Ei, Mozzarella

Artischocken und co:
Teig ausrollen und mit Tomatensauce bestreichen. Dann mit Knoblauch, Oliven, zerpflückten Artischocken (1 Herz pro Pizza) und Büffelmozarella belegen. Oben rüber kommt noch ein aufgeschlagenes Ei.
Nach dem Ausbacken mit Petersilie und wer mag etwas Schinken verfeinert.

Pizza im Ofen Pizza 2 mit Schinken und Basilikum

Nicht im Sinne des Erfinders

Mal im Ernst, wer hat eigentlich diese hahnebüchene Tradition eingeführt, nach der man an seinem eigenen Geburtstag dafür Sorge tragen muss, dass sich die Kollegen die süßen Kuchen schon zu gottloser Frühmorgenzeit in die Flunsch ziehen können? Es ging doch schlichtweg nicht mit rechten Dingen zu, als ich mich Samstag wie Sonntag und damit das ganze verschwindend kurze Wochenende lang in der Küche mit meiner Backmuffeligkeit ringend dieser vermeintlichen Tatsache stellte, um erst einen Rotweinkuchen aus der Röhre zu zaubern und mich sogar noch am manisch japanischen Käsekuchen versuchte. Den hatte schon Sylvie gerockt, in Alice`s Wunderland gab es den und mich hatte der vom ersten Anblick vor allem deshalb überzeugt, weil der ohne viel Mehlgeflusel auskommt, sondern eher wie ein Soufflée im Wasserbad gegart wird. Genau das hat bei mir leider nicht so geklappt, wie bei all den anderen Zuckerbäckern vor mir.

Aufgeschlagenes Eigelb Mit geschlagener Sahne verrühren

Klar, hab ich mich sklawisch ans Rezept gehalten, Eigelbe und Eier mit allem Gedöns aufgeschlagen, Sahne dazu, Eischnee auch und die Form nach bestem Wissen und Gewissen in Papier und Folie gekleidet.

Gesiebtes Stärkemehl untermengen Eischnee unterheben

Im Wasserbad bei 160 Grad zeigten sich dann aber schnell die ersten Risse an der Oberfläche, sodass ich die Temperatur bereits nach guten 15 Minuten auf 110 Grad herunter regelte. Ob es daran lag, oder einfach, weil trotz aller Vorkehrungen Wasser seinen Weg zum Boden der Form fand, das weiß ich nicht. Jedenfalls schrumpfte das Stück nach vollendeter Ofenzeit auf ein Drittel zusammen und war bloß noch ein Schatten seiner selbst. Geschmeckt hats trotzdem, hab ich mir sagen lassen.

Ins Wasserbad geben Japanischer Käsekuchen
Käsekuchen mit Puderzucker

Spinatsternnudeln zum 4. Advent

Winterliches WittenbergeUnsere Keksproduktion fand ein jähes Ende, nachdem auch andere Familienmitglieder bereits erste Chargen am Nikolaus zum Tausch anboten und die Vorräte bis zum Ende des Jahres damit ausreichend gefüllt sein dürften. Da gönnten wir uns letztes Wochenende einfach mal ne Pause. Heute wurde uns dann beinahe schon wieder langweilig, außerdem trieben mich Zahnschmerzen an den Rand des Wahnsinns und da lag es nur nahe, noch einen Schritt weiter zu gehen. Mir spukte nämlich noch das Rezept der New Kitch im Kopf herum, dessen Angaben wir, größenwahnsinnig wie wir manchmal sind, vervierfachten. Das reicht etwa für sechs Bleche. Dieses Jahr gibt es also Spinatsternnudeln für alle!

800 g Mehl, 8 Eier, 8 El Öl, 250 g pürierten Blattspinat und Salz fix zu einem Teig verrühren. Fix soll dabei keineswegs von Leichtigkeit zeugen, aber man muss sich wirklich ranhalten, sonst klebt das Zeug wie Teufel. Tut es sowieso, darum schlussendlich den Klumpen nochmal in reichlich Mehl wenden und in Folie gewickelt gute 30 Minuten ruhen lassen. Eine Arbeitsplatte mit reichlich Mehl bestäuben, den Teig dünn ausrollen, ausstechen und trocknen lassen. Mindestens zwei Tage brauchen die wohl, man kann jedoch etwas nachhelfen, indem man die bei knapp eingeschalteter Temperatur in den Backofen gibt.

Spinatnudeln in Sternchenform

Pfefferkuchenplätzchen zum 2. Advent

Ach, Tauwetter zum 2. Advent, wer hätte das gedacht? Auch in unserer Adventsbäckerei schmolzen die Plätzchen zu kleinen Schwämmen zusammen, dabei hatte ich die Backzeit der eigentlich bildhübschen Anisplätzchen von Food in Berlin für meine Variation mit Pfefferkuchengewürzen schon beinahe verdoppelt. Vielleicht ändert sich da noch was, wenn die jetzt über Nacht stehen, aber ich nehme auch gern eure Tipps entgegen.

240g Mehl
Backen zum 2. Advent1/2 Tl. Safranbackpulver
1/2 Tl. Salz
1 El. Sternanispulver
1 El. Zitronenabrieb
1 Tl. Pomeranze
Prise Zimt und Kardamon
Prise Nelkenulver und Muskat
Prise Ingwerpulver
4 kleine Eier
250g Zucker

Mehl, Back- und Gewürzpulver mischen. Wer nicht alle Gewürze vorrätig hat, kann jetzt zur Weihnachtszeit auch Tüten mit Pfefferkuchengewürz kaufen. Da sind alle Zutaten in einzelnen Päckchen verpackt enthalten. Eier schaumig schlagen, nach und nach den Zucker dazu geben und 20 Minuten weiter schlagen bis eine luftige, klebrige Masse entsteht. Die pulvrigen Zutaten durch ein Sieb dazu schütten und noch einige Minuten weiter rühren.

Drei Stück Backpapier mit Butter ausstreichen und leicht mit Mehl bestäuben. Die Masse durch einen Spritzbeutel fleckenweise auf den Papieren auftragen, dann etwa acht Stunden trocken stehen lassen. Zuletzt im 160 Grad vorgeheiztem Ofen 10-14 Minuten backen. Die Plätzchen sollten gerade Farbe annehmen.

Pfefferkuchenplätzchen

Schokokipferl zum 1. Advent

Winter im KleingartenDer Winter im Kleingarten wird richtig lauschig, denn hier bleibt der Schnee wenigstens liegen, überzieht die Pflanzen mit bizarrem Reif und weil der Omma ihr klein Häuschen mit einer molligen Gasheizung ausgestattet ist, genießen wir die Zeit besonders. Beinahe kommen schon weihnachtliche Gefühle auf, wenn die Fenster beschlagen und der Ofen bollert. Das ist genau die richtige Kulisse für die erste Adventsbäckerei.

2008 und 2009 hatten wir uns jeweils ein Wochenende zum Backen im Akkord auserkoren, geschuldet vor allem meiner eigentlichen Backmuffeligkeit, doch dieses Jahr machen wir einfach eine Adventsbäckerei daraus. Das schont die Nerven, außerdem haben wir so länger was vom Glück. Chili und Ciabattas Schokoladenkipferl inspirierten uns diesmal zuerst, auch angedenk der reichhaltigen Ausbeute beim Kipferlteig, schließlich lieben wir dunkle Schokolade.

200 g Mehl, 100 g gemahlene Haselnüsse , 80 g Zucker und eine Prise Salz vermengen. Wir haben noch einen gut gehäuften Esslöfel Trinkschokolade mit Kardamon dazu gegeben. 180 g Butter mit 50 g dunkler Schokolade (Hier: Lindt 80%) in der Mikrowelle schmelzen und mittig in das Mehlgemisch kneten. Den Teig etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig nochmal ordentlich durchkneten, zu Rollen wälzen und dann stückweise zu Hörnchen geformt auf ein Backblech reihen. Bei 175 Grad im Backofen 15 Minuten backen. Auskühlen lassen. Dann mit Puderzucker bestäuben und mit geschmolzener, feinherber Schokolade den Jackson Pollock der Backstube mimen.

Schokoladenkipferl

Brownies mit Whiskywölkchen

Ja, manchmal lohnt sich das Meckern und Schimpfen doch. Regen, Nebel – hier in Hamburg war der Herbst bisher schlichtweg eine Zumutung und in unserem Garten sah es dementsprechend aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Pünktlich zum Wochenende sacken jetzt zwar noch einmal die Temperaturen ab, dafür wird es auch wieder klar und hell, denn die Sonne scheint. So rupfen und häckseln wir was das Zeug hält, die Hecke bekommt den letzten Schnitt und der Rasen Trimm. Ein Minischauer zwischendrin kommt dann sogar ganz gelegen, um sich etwas am Ofen aufzuwärmen. So lässt sich selbst mein backmuffelnder Schweinehund rumkriegen und ich schwing mich an die Rührschüssel, doch first things first:

Whiskycreme

Drei Eigelb mit einigen Esslöffeln Zucker im Wasserbad cremig schlagen. Ein gutes Schnapsglas voll Whisky, hier Bowmore, eingießen und immer kräftig weiterschlagen, dann kalt stellen. Einen kleinen Becher Sahne steif schlagen und die drei Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee werden lassen. Beides vorsichtig unter die Creme ziehen und etwa zwei Stunden im Kühlschrank stocken lassen.
Eigelb cremig schlagen Whisky Pi mal Daumen
Das Rezept für die Brownies habe ich ungefähr von der New Kitch in the Blog übernommen:

Schokoladenbrownies

100 Gramm Butter mit 160 Gramm dunkler Schokolade (Lindt 90%) mit dem Mark einer Vanilleschote im Wasserbad schmelzen. 100 Gramm Zucker mit 3 kleinen, oder zwei großen Eiern, cremig schlagen und die Schokolade untermengen. 85 Gramm Mehl, Prise Salz und 1 Teelöffel Safranbackpulver mischen und unter die Creme rühren. In einer flachen, gebutterten Form ausstreichen und etwa 15 Minuten im 175 Grad vorgeheiztem Ofen backen.

Die Brownies sollten innen noch schön klütschig sei, oben auf zeigen sich dann grad die ersten Risse. Kurz auskühlen lassen und schließlich noch warm mit der Whiskycreme anrichten.
Brownies mit Whiskyschaum




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