Archiv der Kategorie 'Kochgruppe'

Gefüllte Rouladen – ein Klassiker revisited

Geüllte Rouladen

Was waren das noch für Zeiten als wir hier außerhalb der Kochgruppe einen halbvegetarischen Haushalt führten und ich in kargen Wintern beinahe wehmütig den guten Sonntagsbraten anderer Küchen nachschnüffelte. Egal, ist der Krieg schon vorbei? Das Sicherheitsballett bei der derzeitigen OSZE Konferenz in Hamburg mag anderes glauben lassen. Die alte Nachbarin meiner Schwester hat gleich brühwarm ihre Fluchttraumata aufgetischt. Schönen Gruß!

Während der Obergipfelpolizist Dudde und seine Gang also noch alles dran setzen, dass der kurz vor der Rente zum G20 endlich mit dem richtig schweren Gerät der Bundeswehr durch die Innenstadt eiern kann, simmert bei der Dame unten im Haus Gulasch und auch auf der mittleren Etage gibt es gutes Essen. Ich riech das doch! Rouladen, der Braten des kleinen Mannes, titelte ich damals. Inzwischen hat der ehemals halbvegetarische Mitesser wieder Blut geleckt und möchte auch prompt die ganze Palette durchprobieren. So sindse, die alten Männer.

Es gibt also wieder Rouladen. Und damit es hier nicht langweilig wird, füll ich die diesmal mit einem guten Stück Appenzeller, einer Scheibe Lardo und kleinen Salbeiblättern. Der Rest bleibt, wie gehabt. Da meine Wickeltechnik immer noch nicht wesentlich besser geworden ist, halten inzwischen solche Schellen die Scheiben vom Kalb zusammen. Die Enden verzwick ich dann bloß noch lose mit den Stochern.

Anbraten, gestückeltes Suppengemüse dazu, hier mit Weißwein angießen und nach einigen Stündchen im Schmortopf das Gemüse abfischen. Den Sud mit etwas in Butter verdrücktem Mehl zur Sauce abbinden. Als Beilage schmecken in Speckbutter geschwenkte Bohnen. Wer dann noch ins ausgewiesene Gefahrengebiet ziehen möchte, organisiere sich bitte unverzüglich den Passierschein 38a. Ist bloß ne Formalie.

Rouladen - ein Klassiker revisited

Parmesansuppe – mein Spezialrezept

Soup of the Day Parmesan

Zwischen völliger Weihnachtsfeiergelage und Grünkohl satt, passt in der kälter werdenden Jahrezeit immer noch ein feines Süppchen. Dazu bleiben die Supperclub Termine unserer ehemals wöchentlichen Kochgruppe eine solide Schule, wenn es darum geht, mit möglichst übersichtlichem Aufwand viele Leute satt zu kriegen. Da sind drei Gänge Pflicht und eine satte Suppe als Vorspeise ebenso beliebt wie klare Consommé. Das sieht am Ende immer einfach aus, in Wahrheit braucht aber auch eine herkömmliche Brühe jede Menge Hinwendung, wenn es darum geht, aus einfachen Zutaten goldene Geschmacksaromen zu kondensieren. Umami ist hier das Stichwort. Dieser aus der Japanischen Küche sogenannte fünfte Sinn, der neben süß, sauer, salzig und bitter intensive Vollmundigkeit beschreibt, wird in diesen Prozessen vermeintlich natürlich frei gesetzt. Beinharte Chemie ist es aber immer noch. Beim Parmesan steckt dieser Geschmack schon von Haus aus drin.

Im Tiefkühler sammel ich alle Endstücken solcher Parmesanschnitten, die man im herkömmlichen Supermarkt für die schnelle Pasta unterwegs einsteckt, und verwende sie inzwischen regelmäßig als Einlage jeder guten Suppe. Die Basis ist ansonsten variabel. Ich halte es meistens so: Gestückeltes Suppengemüse anrösten, mit reichlich Weißwein und Noilly Prat ablöschen. Suppenknochen und ein paar Bauchspeckwürfel zugeben, mit Wasser aufgießen. Gut und gerne zwei Stündchen heiß simmern lassen. Die Parmesanrinde köchelt mit. Ich lasse das Ganze über Nacht ziehend stehen, bevor das ausgekochte Gerödel abgesiebt wird.

Am nächsten Tag koche ich die Brühe bloß noch mit einem guten Schuss Sahne auf, verquirle je nach Menge einige Eigelb mit geriebenem Parmesan und rühre die Melange unter die nicht mehr kochende Suppe bis diese cremige Konsistenz entsteht. Angerichtet wird z.B. mit einem Schuss Kürbiskernöl, dann isst das Auge auch noch mit.

Parmesansuppe - Rezept für kalte Tage

Zwiebelsuppe statt Eiskratzer


Wo ist eigentlich der Eiskratzer? Jedes Jahr dasselbe und ich vermute inzwischen, dass sich irgendwo eine konspirative Zelle dieser verlorenen Dinger gebildet hat, deren Abwesenheit mir so regelmäßig meine Morgenroutine durchkreuzt. Bei den Gegenstücken einzelner Socken etwa, die einem aus der Waschmaschine nachhängen. Dafür gibt es Zwiebelsuppe, denn es ist endlich wieder Kochgruppe.

Zwiebelsuppe, das heißt: Massig Zwiebeln in halbe Ringe schneiden und ohne Öl vorsichtig im Topf bräunen. Ein Schlag Schweineschmalz schadet nicht. Prise Mehl mitschwitzen, mit reichlich Sherry ablöschen und mit Gemüsefond auffüllen. Sherry allein ist mir dann doch zu lasch, darum gibts noch ein gutes Glas Restriesling oben drauf. Einmal aufkochen, noch 20 Minuten leise simmern lassen und derweil schonmal den Ofen vorheizen. Einen Schlag Restsahne rühr ich zuletzt noch unter, aber das kann man sich getrost sparen.

Die Suppe in Schüsseln umladen, keine Sorge, dieses System ist bereits sicherheitsgeprüft und für durchführbar befunden. Zwei Scheiben Baguette auflegen, Gruyère drüber streuen und im Ofen gratinieren. Vorsicht, heiß und fettig, aber das soll so. Unbedingt!

Zwiebelsuppe

Cervezeria, Bodega, Taberna oder Tapasbar – ein kulinarischer Streifzug durch Sevilla

Kulinarischer Stadtrundgang, Sevilla

Etwas zu Essen findet man in Sevilla an jeder Ecke. Cervezeria, Bodega, Taberna oder Tapasbar – überall bieten die Lokale stolz ihr Tapas, Raciones oder Platos als typisches Kneipenessen oder als Menü zu unschlagbar günstigen Preisen an. Einen schnellen Happen findet man hier für unterwegs ebenso, wie den ir de tapas, bei dem sich Portion um Portion in wechselnden Locations zum sozialen Event mit wachsender Teilnehmerzahl entwickelt. Bis sich die Gruppe schließlich in der letzten Bar noch eine ordentliche Platte zum Abschluss teilt. Am besten frittierten Fisch mit Essig, gegen den Kater.

Markthallen von Triana

Mercado d Triana

Das erste kühle Bierchen wird hier nämlich schon vormittags gezischt. Bei einem Bummel durch die Markthallen des Viertels lassen sich alle Zutaten für den weiteren Stadtrundgang in handhabbaren Portionen auf die Hand oder für Zuhause mitnehmen. Anschließend finden sich an jeder Ecke Einkäufer und Marktbeschicker zum Palaver zusammen, um die Angebote fangfrisch vor Ort zu zu verkosten. Aufgrund der vielen kleinen Teller, kann man mit Tapas die vielfältige Bandbreite spanischer Esskultur erleben.

Einkaufen Mercao Triana Caracoles, spanische Wegschnecken
Spanish Streetfood: Chorizo, Queso und Jamón auf die Hand Essen auf dem Markt

Getrockneter Fischrogen als Ceviche mit Paprika, Langostinos und Stabmuscheln – mitunter erfordert es ein wenig Mut, sich den vielen neuen Geschmackseindrücken zu stellen. Gerade auf den Märkten fällt mir das deshalb leichter, weil man in den Auslagen schonmal sehen kann, was kommt. So muss sich niemand auf geschriebene Anschläge oder multilinguale Erklärungen mit Halbwissen verlassen, sondern zeigt einfach und direkt, was man haben möchte. Genau das bekommt man dann auch. Kein dekoratives Beiwerk, kein Schnickschnack. Unglaublich lecker!

Huevos - Getrockneter Fischrogen Frischer Fisch vom Markt
Stabmuscheln essen

Markteinkauf Triana

Markthalle von Triana

Picknick im Grünen

Picknick in den Gärten von Alcázar

In den Gärten des mittelalterlichen Königpalastes von Alcázar lässt es sich nicht nur ganz wunderbar abseits belebter Gassen flanieren. Im Laubengarten, dem Jardín del Cenador, speisten schon Könige wie Karl V. in einem der Pavillions mit Blick ins Grüne. Trotz der flughafenähnlichen Eingangskontrollen bekommen wir unser Besteck sowie alle Zutaten im Rucksack mit rein. Breitet man sich im Garten nicht zu offensichtlich aus, findet man also die perfekte Kulisse für ein lauschiges Geburtstagspicknick mitten in der Stadt.

Estanque de Mercurio Laubengarten in Alcazar - Jardín del Cenador
Picknickplatz im Grünen Geburtstagskuchen to Go

Tapasbar La Entrañable Triana

Tapas im La Entrañable

Nach der Siesta ist Tapastime. So ungezwungen das Spektakel zunächst aussieht, verlangen die zahlreichen Variationen doch einige soziale Konventionen. So kann es schonmal passieren, dass man als Einzelner gar nichts zu Essen serviert bekommt, weil sich viele einig sind, dass man nicht alleine isst. Jedenfalls nicht am Tisch. Direkt an der Bar wird das nicht so eng gesehen. Man bestellt ein Getränk – para tomar algo, kommt mit anderen ins Gespräch und erst wenn sich so casual ein paar Bekanntschaften zusammenfinden, beginnt das eigentliche Ritual. Dabei folgt man am besten den jeweiligen Empfehlungen, snackt sich durch – para picar algo – und zieht dann auch bald weiter. Ansonsten kann es schonmal passieren, dass nach einer längeren Sitzung plötzlich die Kaffeemaschine kaputt ist, weil schon längst neue, hungrige Gäste – para tapear – warten. Fix die Rechnung ordern und dann geht es eben woanders weiter.

Tapas, Ceveza und Sardinas Typisch Sevilla: Caracoles, Schnecken und geschmorte Schweiebacke
Essen unter Nachbarn

Essen unter Nachbarn: Taberna Sol y Sombra

Während in den öffentlichen Bars nach allen Seiten hin viel Getue um die Tapas herrscht, geht es in den nachbarschaftlich orientierten Tabernas abends eher beschaulich zu. Hier treffen sich vor allem Familien beim Wirt um die Ecke, dessen Küche deshalb nicht weniger Spannendes zu bieten hat. Man beginnt mit etwas kühlem zum Sangria, Ibericoschinken oder Käse. Dann steigert man sich langsam zu warmen Happen, mit eher traditioneller Ausrichtung. So essen wir nach Jahren mal wieder Froschschenkel, folgen aber auch der Empfehlung zur geschmorten Schweinebacke gerne. Besonders lecker auch Tortilla de Camarones – Kartoffelpuffer mit Krabben, bzw. Krill.

Taberna Sol y Sombra Tortilla de Camarones
Gebratene Froschschenkel Taberna und Cruzcampo
Bar La Moderna, Santa Cruz Sevilla

Bar La Moderna in Santa Cruz

Ist man endlich eingegroovt in das Tapasgeschäft, hat man demnach mehrere Etablissements abgeklappert, einige schräge Blicke riskiert, aber eben auch viel getrunken, unglaublich leckere Kombinationen durch den Gaumen rutschen lassen und bestenfalls ein paar neue Freunde gefunden. Am Ende des Abends landet so eine Gruppe dann in einem Restaurant, wie der Bar La Moderna. Para comer, um endlich eine richtige Mahlzeit zu essen. Dazu wird man mit mehreren Leuten dann etwas separiert gesetzt, schließlich kann es lauter werden. Vor allem wenn die letzten Raciones auf den Tisch kommen. Man einigt sich auf größere Platten, die untereinander aufgeteilt und gegenseitig serviert werden. In der Regel übernehmen das hier ganz klar die Männer. In dieser Gesellschaft werden sie dann plötzlich selbst zum Wirt und können nachvollziehen, warum die abwechslungsreiche Tradition eben auch von solchen unausgesprochenen Regeln lebt. In Sevilla hat Tapaskultur eine besonders orientalische Atmosphäre.

Frittierter Fisch mit Essig

Asiatisches Sushihandwerk in der Kochgruppe

KochgruppeWenn Melf sich bei unserer beinahe wöchentlichen Kochgruppe daran macht, drei Gänge zu entwickeln, dann kocht er oft ein asiatisches Menü. Und Schnibbeln mag er auch. Bei diesem Sushi Special verbindet er also gleich zwei seiner heimlichen Leidenschaften, während wir bloß noch den Wein auftischen. Da läuft einem manchmal einfach die Zeit davon. Wie das Sorbet wohl geschmeckt hat?

Echter Wasserwasabi

Miso-Suppe 【ドイツ風】(deutscher Art)

Man koche eine Gemüse-Brühe mit viel Lauch und Frühlingszwiebeln. An Stelle von mit Geschmacksverstärkern versauter Miso-Paste, kann man hier dann auch mit Paste aus fermentierten Sojabohnen würzen. Nicht zu wenig an dieser Stelle! Als Einlage kommen Seidentofuwürfel, Sojasprossen und Frühlingszwiebelringe rein, die nur kurz vor dem Servieren erwärmt werden sollten.

Miso-Suppe

Sushi selber machen

Sushi-Rollen

Sushi-Reis kochen > Zutaten in Streifen schneiden > Noriblatt anfeuchten und auf der Matte positionieren > optimale Menge Reis optimal verteilt auf dem Noriblatt verteilen > Füllmaterial postionieren > Rollen > Anpressen > nochmal Rollen
Special des Tages: Inside Out ohne Noriblatt
Folgendes Video gucken:


Alles genauso machen nur das Noriblatt weglassen. Als Füllung Ziegenkäse und Rote Beete und einige geröstete Schwarzkümmelsamen einbauen. Vorsichtig Rollen und dann vorsichtig in Sesam wenden.

Sushi-Rollen

Kokos-Vanille-Sorbet

In einem kleinen Topf Zucker mit etwas Kokosfett karamellisieren lassen. Mit Kokosmilch ablöschen.
In die köchelnde Kokosmilch das Mark einer Vanilleschote ein wenig Zimt und ein wenig Kardamom sowie den Saft einer Limette und ein bisschen Abrieb der Limettenschale geben. Das Ganze ein wenig durch köcheln lassen. Mit etwas weißem Pfeffer und einer Prise Salz abschmecken.
Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist in den Gefrierschrank und ca. alle 30 min. umrühren.
Wenn alle Gäste gegangen sind, noch einmal rühren und probieren. Das Sorbet hält sich locker 3 Wochen im Gefrierschrank und bleibt lecker.

Kochgruppe à la Bourguignon

KochgruppeUnsere Kochgruppe ist ernährungsbedingt kleiner geworden, während sich vegetarische und vegane Ableger in andere Richtungen strenger ausgebildet haben. Abseits von dogmatischer Küche kommt bei uns nämlich immer noch Fleisch auf den Tisch, wenn es auch etwas Besonderes sein soll. Reihum kocht beinahe wöchentlich einer, indessen die anderen ihre Weinauswahl auf den Tisch bringen. Drei Gänge sind Pflicht und bei zunehmender Paarbesetzung kommt es derweil durchaus zu Teamwork am Herd. Wie zu dieser Kochgruppe bei Oli und Gela.

Kochgruppe bei Oli und Gela

Blätterteig -Tapenade Röllchen

Tapenade -Zutaten zum Pürieren: schwarze Oliven, getrocknete Tomaten, Knoblauch, Pinienkerne, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Olivenöl

Blätterteig ausbreiten und mit Tapenade bestreichen. Längsseits aufrollen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Mit der aufgerollten Seite, senkrecht auf ein Backblech stellen und mit verquirltem Ei bestreichen. Bei 200 Grad ca. 10 min backen.

Serviert auf Salatbett.

Blätterteig-Tapenade Röllchen

Boeuf Bourguignon

Zutaten (6 Portionen):
1,2 kg Rindfleisch zum Schmoren
200 g geräucherter Speck
2 Zwiebeln
Karotten
30 g Mehl
20 cl Gemüsebrühe oder Kalbsfond
5 Stiele Petersilie
2 Lorbeerblätter
Thymianzweige
Wacholderbeeren
Öl
200 g Champignons
300 g kleine Perlzwiebeln, oder Schalotten
Butter
Salz
Pfeffer

Marinade:
1 Flasche Rotwein
Tresterbrand
1 Zwiebel
3 Schalotten
Thymianzweige
Öl
20 zerstoßene Pfefferkörner

Rindfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in eine Auflaufform geben. Anschließend in Scheiben geschnittene Zwiebeln, Schalotten, Thymianzweige und zerstoßene Pfefferkörner zugeben. Mit Wein, Öl und evtl. etwas Tresterbrand übergießen. Mit Klarsichtfolie abdecken und das Fleisch unter mehrmaligem Wenden mind. 12 Stunden marinieren.
Am nächsten Tag wird die Marinade durch ein Sieb gefiltert, beiseite gestellt und das Fleisch trocken getupft.

Speckstückchen in einem Bräter anbraten, gewürfelte Zwiebeln zugeben und leicht bräunen lassen. Gewürfelte Karotten hinzugeben und kurz mit anbraten. Danach alles aus dem Bräter nehmen.

Fleisch mit Öl im Bräter ca. 10 min scharf anbraten. Speck, Zwiebeln und Karotten hinzugeben, mit etwas Mehl bestreuen, und alles gut durchmischen.

Marinadenflüssigkeit, Fond, Lorbeer, Thymian, Petersilienstängel, angestoßene Wacholderbeeren zugeben und einmal aufkochen lassen. Hitze herunterschalten und bei geschlossenem Topf ca. 2 1/2 Std. leicht köcheln lassen.

Nach ca. 2 Std. Kochzeit nacheinander die geschälten Perlzwiebeln bzw. Schalotten und die Champignons mit Butter in einer Pfanne anbraten.

Bräter vom Herd nehmen und etwas ruhen lassen. Anschließend die Sauce entfetten. Evtl. nachsalzen und Pfeffern.

Champignons und Zwiebeln hinzugeben und noch einmal ca. 30 min köcheln lassen.

Mit Baguettebrot serviert.

Boeuf Bourgignon

Kürbistarte

(28 cm Durchmesser)
300 g Mehl
175 g Puderzucker

Salz
2
Eigelb

175 g Butter

500 g Hokkaidokürbis

2 Biozitronen

40 g Speisestärke

200 ml Sahne

5 Eier

200 g Zucker

3 Eiweiß

1 TL Zitronensaft

Kürbiskerne

Das Mehl, eine Prise Salz, 100 g Puderzucker, Eigelb und weiche Butter mit den Händen zu einer Teigkugel kneten.
Ab in den Kühlschrank: Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde kalt stellen.

Den Kürbis waschen, in kleine Stücke schneiden und mit 100 ml Wasser 10 Minuten dünsten.
Nun wird der Kürbis püriert und kurz zum Abkühlen stehen gelassen.

In der Zwischenzeit die Schale von anderthalb Zitronen abreiben und beide Zitronen auspressen.
Die Speisestärke mit ca. 6 Esslöffel Sahne glatt rühren.
Eier, 100 g Zucker, 80 ml Zitronensaft, die abgeriebene Zitronenschale, Kürbispüree, Sahne und Stärke verquirlen.

Den Teig zwischen Frischhaltefolie ca. 28 cm rund ausrollen.
Den Teig auf die mit Backpapier ausgelegte Tarteform legen und mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Kürbismasse in die Form füllen und den Kuchen 35 Minuten backen. Im vorgeheizten Ofen bei 190 °C.

Baiser: Eiweiß mit Zitronensaft und einer Prise Salz steif schlagen. 100 g Zucker und 75 g Puderzucker beimischen, dabei weiterschlagen bis die Masse fest und cremig ist.
Die Tarte aus dem Ofen holen, 10 Minuten abkühlen lassen. Das Baiser auf der Kürbismasse verteilen, mit den Kürbiskernen verzieren und erneut 15 Minuten backen.

Kürbistarte

Zucchinischwemme über Norwegen – für die Kochgruppe

KochgruppeSagenhaft war die Zucchinischwemme, von der unser Kleingarten letztes Jahr überrollt wurde und immer noch stapeln sich die Kürbengewächse auf der heimischen Fensterbank. Schließlich waren wir auch einige Wochen in Norwegen, haben Klippfisch mit passenden Rezepten aus der Camperküche im Gepäck, so dass bei der letzten Kochgruppe an meinem Herd gleich alles zusammen verbraten wird. Reihum kocht sonst einer und drei Gänge sind Pflicht:

Zucchinischwemme im Kleingarten

Gebratene Zucchiniröllchen mit Frischkäse und Ruccola

Gebratene Zucchiniröllchen mit Ziegenfrischkäse, eingelegten Tomaten und Ruccola

Zucchini mit der Brotmaschine zu schmalen Streifen hobeln, beidseitig in ganz wenig Öl anbraten und abtropfen lassen. Mit Ziegenfrischkäse bepinseln. Gehackte, eingelegte Tomaten sowie einen Ruccolabund einlegen, aufwickeln und mit etwas Balsamicoessig benetzt anrichten.

Gebratene Zucchiniröllchen Zucchiniröllchen zur Vorspeise
Vorspeise: Zucchiniröllchen und Artischockendipp

Artischockendipp

Eingelegte Artischocken im Sud und mit dem restlichen Ziegenfrischkäse pürieren.

Artischockencreme

Klippfischeintopf mit Chorizo

Den Stockfisch einen Tag wässern. Dabei das Wasser gelegentlich auswechseln.
Dieses Rezept aus Norwegen ist eigentlich ziemilch einfach: Eine gestückelte Speckseite mit Suppengemüse anrösten, Wasser aufgießen und mit einem Teil Steckrübe gute zwei Stunden simmern lassen. Gern über Nacht abkühlend stehen lassen.
Danach das ausgekochte Suppengedöns abfischen, frische Steckrübenwürfel in den Fond geben und aufkochen. Zuletzt Stücke vom Stockfisch darin warm ziehen lassen und mit gebratener Chorizo auftischen.

Klippfischeintopf mit Steckrübe und Chorizo

Thorstens Orangen-Mandelkuchen

Für den Kuchen 300 g Zucker mit der abgeriebenen Schale von 2 unbehandelten Orangen und einer ebensolchen Zitrone vermengen. Anschließend 280 g gemahlene Mandeln dazugeben und mit einer Küchenmaschine zusammen mit 200 g Butter verrühren. Nun werden 4 Eier, 100 g Mehl und eine Prise Salz zur Masse geben und alles gut durchgemixt bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig in eine gebutterte Springform geben und bei 180 °C in den vorgeheizten Backofen für 30-35 Minuten backen. Er sollte schön saftig durchgebacken sein, wenn die Oberfläche eine leichte Bräunung annimmt.

Kurz bevor der Kuchen ausgebacken ist, den Saft von 4 Orangen auspressen und zusammen mit 80 g Zucker in einen Topf zu einem Sirup aufkochen. Wer mag, kann noch etwas Zitronensaft dazu geben.
Am besten darauf achten, dass der Kuchen im Ofen nicht zu braun wird, da dieser nun mit dem heißen Sirup löffelweise beträuft wird und somit noch weiter Farbe annimmt. Den gesamten Sirup verwenden, abschließend den Kuchen mit etwas Orangenzesten verzieren und auskühlen lassen.

Der Orangenkuchen schmeckt am Besten, wenn er einen Tag durchziehen konnte.

Thorstens Mandelkuchen

Trendkost Supperclub: Libanesisch – Vegan – Kochgruppe

KochgruppeAls Konstrastprogramm zum häuslichen Burgerfest, liefert Melf für seine aktuellste Kochgruppe ein Buffet libanesisch-veganer Küche. Wir experimentieren bei diesen Küchenschlachten ja immer mal wieder mit vegetarischen Episoden, um die gemüselastigen Hofanteile einiger Mitglieder zu verbraten und diesmal eben vegan, vor allem in der Absicht, Weizenmehl, Zucker und Milchprodukte zu vermeiden. Aus medizinischen Gründen und weil Melf, der zeitweilig auch den Spitznamen Askesemelf mit Würde zu tragen weiß, irgend so einem Buch von DEM veganenen Fitnessguru verfallen ist. Keine Ahnung wie der heißt, aber bei Bedarf, steuert er möglicherweise weitere Informationen dazu bei.

Für uns bedeutet diese Trendkost, dass unser Essen pünktlich auf dem Tisch steht. Die meisten Rezepte lassen sich nämlich hervorragend vorbereiten und mit unserem wöchentlichen Supperclub, bei dem reihum einer kocht, während die anderen Wein ranschaffen, sind wir ja sowieso voll Up to Date.

Kartoffelsalat mit Gemüsebrühe

Saure Linsensuppe

In etwas Fett röstet man gehackte Zwiebel und Gewürze wie Koriandersaat, Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Kreuzkümmel und ein bisschen Tomatenmark kräftig an. Dazu gibt man braune Linsen, schwitzt sie kurz an und füllt mit Brühe auf. Nach dem die Linsen weich gekocht sind, füllt man alles in den Standmixer und gibt die vorher sorgfältig im Ofen gerösteten Zitronenscheiben gehackt dazu. Der Mixer sollte nun auf höchster Stufe alles zu einer feinen Creme pürieren. Anschließend nach Bedarf salzen und dann mit gehacktem Koriander würzen.

Saure Linsensuppe

Weißer Bohnensalat mit Rosmarin

In einem großen Topf gehackte Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin anschwitzen. Mit geschälten Dosentomaten ablöschen und etwas einkochen lassen. Die vorher 12 h in Wasser eingeweichten weißen Bohnen dazu tun. Das Einweichwasser darf gerne dabei bleiben. Nun 1,5 h köcheln lassen, bis die Flüssigkeit weg und Bohnen weich sind.
Achtung: Nur Dosentomaten verwenden, die noch nicht gesalzen sind. Das Salz entzieht den Bohnen sonst wieder das Wasser und sie werden nicht mehr weich.

Bohnen in Tomatensauce

Quinoa-Tabouleh

Den Quinoa entsprechend garen und abkühlen lassen.
Gehackte Petersilie, gewürfelte Tomaten, Gurken und Frühlingszwiebel unterheben. In etwas Olivenöl, Kreuzkümmel, Knoblauch und Chili anschwitzen. Mit dem Öl und viel Zitronensaft ein Dressing mischen und dies über den Salat geben. Dann noch mit ordentlich Kurkuma würzen und ein paar Stunden ziehen lassen. Salz & Pfeffer nicht vergessen.

Quinoa-Tabuleh

Humus

Kichererbsen über nach einweichen lassen und dann ca. 2 h weich kochen. Sesam anrösten und mit den Kichererbsen in den Mixer. Viel Öl und auch ein wenig durchgepressten Knoblauch dazu geben. Dann mit dem Mixer alles zu einer glatten Paste verarbeiten. Wenn das zu schwergängig ist, mehr Flüssigkeit dazugeben (Öl oder Wasser).

Humus

Tahin

Sesam kräftig rösten und dann in einem engen Gefäß mit Olivenöl und auch Sesamöl zu einer glatten Paste verrühren. Ein wenig Salz vielleicht.

Baba Ganoush

Aubergine ein paarmal einstechen und dann im heißen Ofen backen, bis sie ganz weich ist. Die Aubergine aufschneiden und mit dem Löffel das Mark in eine Schüssel kratzen. Gepresster Knoblauch und ordentlich Tahin dazugeben und alles gut verrühren und wenn nötig auch pürieren. Salzen und ein wenig Zitrone zum abschmecken nehmen.

Ofen-Blumenkohl

Den Kohl in Röschen zerteilen und kurz blanchieren. In einer Kurkuma-Kreuzkümmel-Olivenöl-Mischung schwenken und dann auf einem Blech oder einer großen Ofenform die Röschen aufstellen und bei 180° rösten. Ziel ist, dass die Rösschen schön gleichmäßig braun an der Oberfläche werden.

Ofen-Blumenkohl

Banane-Mandel-Dattel-Creme

Banane und Mandeln fein pürieren. Mit Mandelöl nussig abschmecken und dann durch ein möglichst feines Sieb streichen. Die glatte Flüssigkeit mit Agar Agar aufkochen und dann in einen Siphon geben und abkühlen lassen. Wenn die Temperatur so etwas 50° hat, den Siphon zuschrauben und eine Patrone CO² reinschrauben. In Schälchen aufschäumen und dann schnell abkühlen lassen, damit die Masse fest wird. Nicht zu wenig Agar Agar verwenden!

Banane-Mandel-Dattel-Creme

Kochgruppe – Can you put it in a Bun?

KochgruppeIm Mai ist bei der Kochgruppe Burgerzeit, erinnert ihr euch noch an BarbeQ Mai & Co. KG im Kleingarten? Dieses Jahr begab sich Melf in die Indoorproduktion seiner heimischen Küchenwerkstatt und hat ganz große Brötchen gebacken. Die Rezepte rückt er natürlich jetzt erst raus:

Grüner Spargel mit Sesam und Gemüsechili

Grüner Spargel mit Sesam und Gemüsechili

Spargel pfannenfertig vorbereiten. Etwas Öl in die Pfanne und den Spargel hinterher.
Sesam gleich hinterher, damit er auch noch etwas mit geröstet wird. Knobi und Chilis noch dazu und dann das ganze mit etwas Essig und Sojasoße ablöschen. Flüssigkeit wieder verdampfen lassen und ab in eine Schale. Wenn der Bratvorgang länger als 5 min. gedauert hat, wars falsch.

Pimentos de Padron

Pimentos mit etwas Öl (noch kein Olivenöl) in der Pfanne schön dunkel anbraten. Wenn sie alle ordentlich Farbe haben, einen ordentlichen Schuss gutes Olivenöl dazu und raus aus der Pfanne. Dann mit VIEL grobem Meersalz oder Fleur de Sel bestreuen.

Pimentos de Padron

Burgerpatties aus Lamm und Rind

Selbstgemachte Burger

Die Patties formt man aus gut gewürztem Lammhack und auch welche aus Rinderhack.

Kochgruppe - Can you put it in a Bun?

Die Brötchen werde gebacken wie folgt:
Mehl(550), Hefe, Zucker, Meersalz, Milch, 1 Ei, wiche Butter 1 Eiweiß ergeben den Teig. Dieser muss nun ausreichend gehen. Dann formt man Buns in der gewünschten Größe. Diese sollten auch noch ein wenig gehen dürfen. Sind die Buns noch ein wenig aufgegangen, 15-18 Minuten bei 190° backen.

Burger mit kräftiger Rotwein-Reduktion mit Zwiebeln

Nun baut man sich eine Turm aus den angebotenen Belägen:
Eine kräftige Rotwein-Reduktion mit Zwiebeln, Spinatblätter, Rote Beete, Yoghurt-Senf-Dill-Sauce

Burger mit Spinat und Yoghurt-Senf-Dill-Sauce

Thanksgivingdinner im Kleingarten

Thanksgivingdinner im Kleingarten

Hand aufs Herz, dieser Sommer war grandios, oder? Und lang. Bis weit in den Oktober rein, ließ es sich noch spät nachts draußen aushalten. Pünktlich zur Erntedankzeit im Kleingarten bauen wir mit familiär benachbarter Schrebergemeinschaft unsere Open Air Küche, Gärtnerinnenart, für eine generationsübergreifende Kochgruppe im Grünen auf. Verbraten wird alles, was das Beet hergibt. Also müssen alle erstmal zum Schnibbeln ran.

Gemüse aus dem Garten schnibbeln

Buntes Suppengemüse landet mit angerösteten Zwiebeln in einer holzig befeuerten Gulaschkanone. Einer schlägt Holz, der andere legt nach und bei so einem Eintopf ist die richtige Temperatur ja nicht ganz so entscheidend. Hauptsache, es brennt. Mit Wasser aufgegossen, simmert dieser Gemüseeintopf jedenfalls so rührend gemütlich vor sich hin, bis jeder an seinem Platz ist. Dann werden die herzhaften Früchte eigener Ernte aus dem großen Topf geteilt.

Suppengemüse Gemüseeintopf aus der Gulaschkanone
Gemüseeintopf und Rote Bete Salat

Nebenher zieht ein geriebener Salat von Roter Bete, Apfel, Zwiebeln, Ingwer, Estragon in Apfelessig und Leinöl. Das sorgt für erfrischende Abwechslung, schließlich brauchen wir auch was zu Beißen.

Rote Bete Salat

Lagerfeuer im Kleingarten

Und als nach Sonnenuntergang das Lagerfeuer entfacht wird, punkte ich mit einem Klassiker der amerikanischen Outdoorkultur: Für S´mores kann man einfach einen Keks aus der Prinzenrolle mittig aufhebeln, die über Glut vorsichtig weich geschmorten Marshmellow einlegen, zuklappen und wegknuspern.

S´more




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