Archiv der Kategorie 'Saisonal'

I never promised you a rose garden..

Fliederblütenteppich mit Katze

BBQ und Böötchen fahren

Kanukatze Bootsmann

Dabei sah es Freitag oben rum ganz viel versprechend aus. Es war warm, die Sonne schien und Freunde kamen mit dem Fahrrad zum Paddeln in den Garten als sei bereits Sommer. Fix flammt der Grill auf und die Marktausbeute fürs Wochenende landete zwischen dem Gasleuchten. Lammspieße, Merguez, Salsiccia. Gegrillter Spargel, Tomaten und ein bunter Feldsalat – alle wurden satt.

Lammspieße, Merquez und gegrillter Spargel Roter Feldsalat

Die Süßwasserpiraten ruderten los, versprachen Bier von einem nahegelegenen Supermarktanleger mitzubringen, denn sowas gibt es hier wirklich. Nicht im Bild ist der wahnsinnige Platzregen kurze Zeit später, den die drei unter einer Brücke kauernd mit eben jenem Bier verbrachten. Solche Überraschungen gibt es derweil nicht mehr. Heute regnet es konstant.

Kanu ablanden Kanupaddel
Kanu zu Wasser lassen Kanu und Kontakte
Jungfernfahrt im Kanu

Hochbeet 2013 – ein Update

Hochbeet Setzlinge Mitte April Hochbeet Kohlrabi und Blumenkohl Anfang Mai
Hochbeet Tomaten, Aubergine und Paprika Mitte Mai Hochbeet mit Katze und Staudensellerie

Ich esse bestimmt nicht jeden Tag Pasta, aber..

Espresso zum Frühstück…aber Espresso zum Frühstück geht immer, waren wir uns schon bei der Ankunft relativ einig und konnten trotzdem die einzige Abstinenzlerin nicht vom Gebräu überzeugen mit dem man hier eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit ordentlich durchstarten kann. Allerdings habe ich in Rom auch tatsächlich einmal den schlechtesten Café getrunken, bzw. dann stehen lassen. Solche Ausnahmen bestätigen wohl doch die Regel.

Campo del FioriDer bekannteste römische Wochenmarkt findet jeden Vormittag außer Sonntag auf dem Campo de‘Fiori statt. Vor allem Obst und Gemüse, Trüffelklimbim und Gewürze en masse findet man bei den Händlern am Stand, die einen konzentriert beraten.

Abkassiert wird nämlich erst an zentraler Stelle. Hier herrscht strenge Aufgabenteilung, aber davon schleichen kann man sich auch nicht.

Wochenmarkt am Comp del Fiori Marktwaage
Zucchni mit Blüte Marthändler

Artischocken

Wurst und Schinken

Fleischwaren wie Salami, Schinken, Pancetta, Bresola oder Salsiccia kauft man besser an der Wursttheke nebenan. Wie auf dem Markt selbst, ist man auch in diesen köstlichen Geschäften drumrum auf Touristen eingestellt und schweißt ausgewählte Waren fix vakuumverpackt für den sicheren Heimflug ein. Aus diesem Laden stammt auch der Diäthinweis und Recht hat er, ja.

Schinken an der Fleischtheke Schweinesalami, Mortadella und Salsiccia
Brunnen am Campo de Fiori Dekorativer Trinkbrunnen in Rom

Glücklicherweise ist Rom aber auch die Stadt der Brunnen und neben dem romantischen Trevi und anderen dekorativen Wasserspeiern, in denen Touristen jährlich Millionen versenken, stehen alleine 2.500 so genannte Nasoni in der Stadt verstreut. Alles Trinkwasser, welches aus diesen eisernen Trinkbrunnen Tag und Nacht die wunden Kehlen benetzt und von uns gern in Fläschchen für den weiteren Weg abgefüllt wird. Beste Qualität, sagt man.

Brunnen vor der Santa Sabina Brunnen in Prati

..und dann gibt es eben doch Pasta. Mal als schneller Teller mit Tomaten und Speck all’amatriciana, den auch die Vegetarier klaglos wegputzen..

Schnelle Pasta mit Tomaten und Speck

Antipasti mit Hauswein Gemischte Antipasti mit Meeresfrüchten

Gemischte Antipasti mit Mozzarella

..ein andern Mal nach satten Portionen bunter Antipasti, die man sich selbst an einem Buffet zusammenstellt. Der Büffelmozzarella ist ein Traum! Dazu trinken wir immer den Hauswein. Einfach und gut. So hat jeder schnell sein Lieblingsprimo beisammen, denn streng genommen zählen Nudeln hier noch zur Vorspeise. Die Jungs liefern sich eine Schlacht, wer es schafft seine Portion cacio e pepe, Pecorinokäse und Pfeffer, mindestens einmal täglich vom Teller zu wickeln, während ich mich liebend gern an die Königin Carbonara halte, denn die hat eben noch der liebe Gott gemacht.

Spaghetti Carbonara

Spanische Treppe mit purpurnen OsterblumenIm Schatten der spanischen Treppe trinken wir im Anschluss noch einen Espresso oder Café freddo im Caffè Greco, in dem schon Goethe seinen Cappuccino schlürfte. Filippo Miller nannte er sich hier, falls jemand noch nach einem Künstlernamen sucht. Der Laden zählt zu den letzten Künstlercafés in Rom. Maler, Poeten und andere haben hier an den Wänden ihre Werke hinterlassen und im hinteren Raum hält ein Kellner Wache, weil gerade wieder jemand in Ruhe in die Tasten haut. Wie so oft ist es günstiger, das schwarze Gesöff im Stehen zu nehmen, aber wer lässt sich in diesem Ambiente schon darauf ein?

Espresso in Goethes Café Café seit 250 Jahren

Der tägliche Mercato dell‘Unita hat bis 18 Uhr geöffnet, allerdings sind nie alle Stände besetzt. Dafür wurde die Markthalle in Prati 1928 im neoklassizistischen Stil erbaut und ist damit auch architektonisch interessant.

Mercato dell Unita Neoklassizistische Markthalle in Prati

Italienisches Eis bei GiolittiWo es tatsächlich das beste Eis in Rom gibt, ist schwer zu sagen. Die kleineren Dielen findet man überall oder nirgends. Wir haben unsere Portion, die mit zwei Kugeln erst anfängt, bei Giolitti bestellt, wie viele Römer auch. Erst wird bezahlt und dann hat man die Qual der Wahl mit Sahne. Ich habe es geliebt, mein sattes Pistazieneis mit Schokoladenfondant.

Römische Straßenbeleuchtung in TrastevereIn Trastevere laufen wir über den Hügel Gianicolo durch die volkstümlichen Gassen eines Arbeiterviertels im alten Rom und Fackeln beleuchten den Weg, wie früher. Auch heute wird deser Stadtteil das Dorf in der Stadt genannt und ist dennoch stark durchgentrifiziert.

Wir kommen hier schließlich doch noch zu unserem ersten Secondo: Salsiccia mit Spinat und Artischocken. Hinterher gibt es Tiramisu.

Secondo: Salsiccia mit Spinat und Artischocke Tiramisu

Riemenblattblüte

Riemenblattblüte

Die Saison ist eröffnet: Gegrillter Salat

Frühlingssalat vom Grill

Kann man machen, aber dass man Salat überhaupt grillen kann, ist ja schonmal ein dolles Ding. Diese Salatherzen lassen sich jedoch auch schmoren oder braten, der Geschmack intensiviert sich und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen ist zumindest unser Weg zum Gartengrill kurz.

Den Salat einfach vierteln und grob mit Öl überträufelt in der obersten Etage des Gasbrenners platzieren während darunter rote Paprika auf der Hautseite rösten. Gelegentlich wenden. Die hellen Stücke von Frühlingszwiebeln landen wiederum neben den Salatherzen. Das Rautengrün zieht in einem Dressing aus Balsamcoessig, Olivenöl und Senf.

Ist das Gemüse gar, landet alles zerhackstückelt in einer Salatschüssel und rutscht so einmal durchs Dressing. Angerichtet wird`s dann gern mit geriebenem Parmesan. Meinetwegen schmeckt dazu auch ein Entrecôte.

Grillsalat zum Steak

Hackerkraut

Küchenschelle, Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume

Frühlingsfrühstück: Gebackene Bärlaucheier im Glas

Zutaten Bärlaucheier im Glas

Frühe Frühlingsgefühle kommen auf, wenn sich in Hamburger Parks und Gärten die Bärlauchzeit mit ihren Blätterteppichen ausdehnt. Auch auf den Wochenmärkten erhält man das saisonale Grün nur kurz, mit dem ich jetzt unser Frühstück würze. Trüffeleier en Cocottes, gab es hier schon einmal und ganz ähnlich köchelt man diese gebackenen Eier im Glas mit Bärlauch.

Jeweils zwei Eier in einem kleinen Weckglas aufschlagen, etwas Créme Double, gerupften Bärlauch und geriebenen Appenzeller darüber geben. Nebenher Wasser im Kocher aufbrühen, die Gläser in eine Auflaufform setzen und die Form mit kochendem Wasser wenige Zentimeter hoch auffüllen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad etwa 20 Minuten backen bis das Ei gerade stockt, der Käse leicht angebräunt, aber das Eigelb noch schön suppig ist. Achtung: Das Ei gart nach! Am Besten sofort servieren.

Gebackene Eier im Glas

Endlich Frühling: Bodenturnen im Garten

Endlich hält der Frühling Einzug und im Kleingarten bricht prompt die Hölle los. Überall hämmern und werkeln die Laubenpieper gegen die Schäden eines viel zu langen Winters an und wir stürzen uns mit Feuereifer in die Gartenarbeit. Krokusse blühen, die ersten Bienen sumsen, aber nichts davon kann über unsere eigentlichen Verpflichtungen hinweg täuschen. Die ersten Tage wird mit Hass gewirkt. Weder Frühlingsblüher oder sonstiges Gedöns stehen im Fokus, sondern die Verbesserung und Pflege des Bodens sind das A und O des Gärtnerlateins. Daran ist wirklich wenig Schönes.

Hochbeet entrümpeln Hochbeet ausgraben

Hochbeet aufbefüllen

Die Plackerei beginnt am Hochbeet. Letztes Jahr angelegt, ist es inzwischen gut um die Hälfte abgesackt. Jegliche Einlage wurde von den Mikroorganismen zu feinstem Humus umgewandelt. Das buddelt der Mitgärtner erstmal aus. Dann wird das Hochbeet neu befüllt. Erst mit einer Drainage aus Häckseln und Laub, gefolgt von rohem Kompost und nach oben hin landet fein gesiebter Humus mit alter und neuer Pflanzenerde gemischt. So schichten wir nebenher gleich die drei Kompoststationen um.

Hochbeet befüllen Kaputt gespielt

In den Gemüsebeeten hat sich derweil der Giersch neu ausgebreitet, dem ich mit der Grabgabel zu Leibe rücke. Im Herbst hatten wir größere freie Stellen zwar bereits umgegraben und das Kraut so geschwächt, aber den unterirdischen Kriechtrieben muss man jetzt nachbuddeln und dieses Rhizomgeflecht und anderes Wurzelwerk tief aussieben.

Bodenpflege mit der Grabgabel Giersch entfernen
Bodenpflege mit dem Kultivator

Zwischen Kräuterbeet und Stauden reicht es, die oberste Erdschicht mit dem dreizackigen Kultivator zu bearbeiten. So bleibt das natürlich gebildete Wässerungssystem mit seinen tiefgehenden Kanälen erhalten. Nur der aufliegende Boden wird von altem Gestrüpp und Unkraut befreit, feinkrümelig aufgeharkt und so der Bodenorganismus in Fahrt gebracht. Zusätzlich arbeite ich Bodenaktivator sowie Hornspäne in die Erde ein und gebe eine Schicht gesiebten Kompost darüber.

Bodenaktivator und Hornspäne einarbeiten alten Rasenfilz rausrechen

Dann ist die Rasenkur fällig. Mit dem Rechen reißt man alte Verfilzungen und unerwünschte Mooskolonien heraus und lüftet so den Rasen. Den trockenen Filz nutzen wir zum Mulchen unter Sträuchern und Obstbäumen, denn dort sackt der Boden mit der Zeit ab. Das Mulchen verbessert die Bodenstruktur. Hier sind inzwischen echte Gartenprofis am Werk.

Unter Büschen und Bäumen Mit Rasenschnitt mulchen
Bodenturnen im Garten

Skrei soviel du willst

Skrei ist unter Feinschmeckern sehr beliebt. Klingt ja auch viel besser als Kabeljau oder Dorsch, ist jedoch alles derselbe Fisch. Den Skrei oder Winterkabeljau findet man allerdings nur von Januar bis April bei den Fischhökern vom Wochenmarkt. Da wandert er weiter zu den Laichplätzen und sichert so die Bestände, die im Gegensatz zu vielen anderen Arten seit Jahren wachsen.

Bei uns gibt es Blattspinat dazu. Nur kurz übergebrüht mit Wasser aus dem Kocher, grob gehackt und dann mit roten Zwiebeln und wenig Knoblauch in der buttrigen Pfanne geschwenkt. Die Skreistücke brate ich bei mittlerer Hitze auf der mehlierten Hautseite, dann rutscht er noch einmal kurz mit der Fleischseite durch die gebäunte Butter.

Skrei Blattspinat zum Skrei




Related Posts with Thumbnails HyperSmash

kostenloser Counter