Archiv der Kategorie 'Saisonal'

Knoblauchsuppe mit Blumenkohl

Blumenkohl im Hochbeet

Blumenkohl im Kleingarten scheint die hohe Kunst des Ackerbaus, denn der ist ein besonders sensibles Köpfchen, dem zuviel Hitze schnell einen Sonnenbrand verpasst. Fliegen und Kohlweißlinge samt Brut umschwärmen ihn so sehr, dass für uns bloß noch ausgewählte Exemplare auf den Tisch kommen, die nicht schon im Hochbeet völlig entstellt wurden. Ich verbrate den schnell in Anlehnung an Philips Rezept für die Knoblauchsuppe unserer Kochgruppe. Ist zwar nix für`s Auge, schmeckt aber großartig:

Den Blumenkohl zu kleinsten Röschen zerfleddern und in reichlich Butter bei mittlerer Hitze im Topf bräunen. Eine handvoll Mehl mitschwitzen und dann mit Gemüsefond aufgießen. Ein Glas Weißwein sowie die gehackten Zehen einer Knoblauchknolle zugeben und solange köcheln lassen, bis sich alles mit dem Stabmixer fein pürieren lässt. Zuletzt bloß noch durch ein Sieb streichen und mit einem Eigelb legieren. Nebenher Brotkrumen mit Sardellen zu Bröseln rösten, dann alles zusammen anrichten.

Knoblauchsuppe mit Blumenkohl

Blooming: Sonnenhut

Blooming: Sonnenhut

Zucchinilasagne vom halbvegetarischen Mitesser

Zucchinilasagne

Ich kann ja nicht gut zugucken, wenn andere kochen und dann links statt rechts rum schnibbeln, Schritte vertauschen und sowieso alles anders machen würden. Sowas muss ich komplett ausblenden, um nicht plötzlich als Mikromanager miserabel in Tipps kaschierte Anweisungen am Fließband abzusetzen. Der halbvegetarische Mitesser kennt das schon. Den Sonnenhut ein Stück tiefer ziehend, sage ich bloß, steht zur Not bestimmt auch irgendwo im Blog. Als weltbester Pizzabäcker und Pionier an der Nudelmaschine sucht er sich dann doch lieber selbst Wege, die ich nur noch ungern bestreite. Einzige Vorgaben: Bitte nicht irgendwas mit Reis und die Zucchini müssen weg. Diesmal gibt es Zucchinilasagne und sein eigenes Rezept, bei dem augenscheinlich immer noch das wir entscheidet.

Zucchini und LasagneblätterDie Zucchini an Spitze und Ende kürzen und je nach Größe in der Mitte halbieren. Anschließend die Zucchini in feine Scheiben schneiden und gut gesalzen beiseite legen. Wer mag, kann die Gemüsescheiben noch etwas ruhen lassen damit sie mehr Flüssigkeit verlieren. Da die Lasagne eh noch eine gewisse Zeit in die Röhre kommt, haben wir hier auf eine längere Zeitspanne verzichtet und direkt weitergemacht.

Dazu nun eine Auflaufform einölen und schon kann mit dem Schichten begonnen werden. Anschließend je eine Schicht Zucchini in der Form auslegen und mit ausreichend Tomatensugo bestreichen, darüber folgt dann eine Schicht mit Lasagne-Blättern.
Da bei uns die Lasagne für mindestens zwei Tage reichen sollte, haben wir auf Großmutters Bräter als Auflaufform zurückgegriffen. Von daher haben wir insgesamt einen Liter passierte Tomaten für zweieinhalb große Zucchini verbraucht.

Zwischen den einzelnen Schichten je nach belieben Gewürze geben. Bei uns folgte auf einer Schicht mit frischen Gartenkräutern aus Thymian, Majoran und gehackter Selleriestange eine weitere mit gehackter roter Zwiebel und Knoblauch.

In Summe ergaben das dann drei Zucchinischichten und ebenso viele mit Lasagne Blättern.

Vom halbvegetarischen MitesserOben darauf kommt dann noch eine ordentliche Schicht Béchamelsauce.
Hierfür etwas Mehl in ausreichend Butter andünsten und mit eine guten Menge Milch aufgießen. Abschließend noch gehobelten Käse untergeben und zusammen aufköcheln lassen.
Das war für uns die passende Gelegenheit, die letzten Pecorinoreste zu verbrauchen.

Nun auf die Béchamelsauce noch eine zusätzliche Schicht Tomatensauce und dann das Ganze mit Büffelmozarella belegt für 40 Minuten in den Ofen.

Nachdem 30 Minuten verstrichen sind, gerne noch ein Schicht geriebenen Parmesan auf die Lasagne geben und dann noch einmal für 10 Minuten zurück in den Ofen.

Abschließend kurz vor dem Servieren noch ein paar Basilikumblätter auf die Lasagne geben und anrichten.

Zucchinilasagne aus dem Backofen

Zucchinilasagne aus eigener Ernte

Limettenwasser mit Brombeeren und Salz

Alle Wetter – immer an die Elektrolyte denken, Kinners! Wenn es also weiterhin so affig heiß ist, hilft viel Trinken. Damit man nicht völlig ausgeschwemmt dem Hitzschlag entgegen trudelt, kommt Salz ins Spiel. Dieses Rezept, das meine Schwester aus Indien mitgebracht hat, garnier ich bloß noch fix mit Brombeeren aus eigener Ernte: Den Saft dreier Limetten auf 1-1,5 Liter eisgekühltes Wasser geben, drei kräftige Prisen Salz unterrühren und mit Brombeeren garniert anrichten. Lust auf Picknick?

Limettenwasser mit Brombeeren und Salz

Blooming: Hibiskus

Blooming: Hibiskus

Erste Ernte im Juli

Und weiter geht`s mit des Wahnsinns fette Beute, die sich in diesem Monat dem Kleingarten abtrotzen lässt. Längst sind wir mit Zucchini und Kürbisgewächsen soweit, einen regen Tauschhandel über nachbarschaftliche Hecken hinweg anzuregen. Legen wir also gelbe Zucchini, grüne Runde oder Patisson aus, finden wir im Gegenzug die herkömmliche Grüne wieder und sind gespannt, was als nächstes kommt. Die Idee finden jedenfalls alle super.

Inzwischen kommen bei uns einige Beeren nach, die wir hier bisher eher stiefmütterlich hegten. Brombeeren, Blaubeeren, Stachelbeeren halten sich vornehm zurück und werden direkt vom Strauch weg genascht. Ganz groß raus kommen schon die ersten Kohlköppe aus dem Hochbeet mit Spitzkohl und Blumenkohl. Erstmals kaufen wir bloß noch Sättigungsbeilagen und Milchprodukte dazu und lassen uns gemüsetechnisch als Selbstversorger anerkennen.

Patisson, Rundenzucchini und Stachelbeeren

Brombeeren

Kürbisgewächse und Beeren

Ernte im Kleingarten

Doppelkopf: Spitzkohl und Blumenkohl

Grilled Cheese Sandwich Gärtnerinnenart

Hochsommer im Kleingarten

Was wir bei dieser Affenhitze im Garten gemacht haben? Nix, und selbst das war manchmal noch zuviel verlangt, wenn man so rammdösig dahin schmilzt wie guter Käse unterm Rost, aber toll war es dennoch. Wir bauen den Schatten mit Sonnensegeln aus. Schmeißen einen Regensprenkler an, der sich durch sämtliche Beete schlängelt und genießen es, wenn bei leichtem Wind eine nasse Brise rüber weht. Zucchinis ernten wir trotzdem und noch gehen uns die Rezepte nicht aus:

Regensprenkler im Hochbeet

Gebratene Zucchini

Zucchinischeiben beidseitig in der heißen Pfanne anrösten, eine handvoll Frühlingszwiebeln mitdünsten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Eine Scheibe Toast in wenig Butter rösten, nach dem Wenden reichlich Käse sowie die Zucchini mit Frühlingszwiebeln und noch mehr Käse auflegen. Zweite Scheibe Toast mitrösten, zuklappen und beidseitig durchgaren, bis der Käse verläuft. Grilled Cheese Sandwich Gärtnerinnenart!

Grilled Cheese Sandwich Gärtnerinnenart

Meine ersten Rundenzucchini

Meine ersten RundenzucchiniWeiter geht`s wider eine Zucchinischwemme, die wir uns dieses Jahr einfach mal selbst eingebrockt haben. Es gibt da ja unterschiedlichste Sorten an Kürbisgewächsen. Die müssen unbedingt probiert werden. Alle. Auf einmal. Denn irgendwie werden die doch immer zur gleichen Zeit reif, wie dieses Jahr unsere Rundenzucchini. Jene hatten wir auch gleich mal, wenig kampferprobt, im Gewächshaus eingesetzt, das spätestens jetzt wohl aus allen Nähten platzte, hätten sich die Dinger nicht längst ihren Weg nach draußen gebahnt. Die Tür bleibt offen, ebenso wie die Frage nach euren Rezeptvorschlägen für Zucchini in allen Farben und Formen. Eines hab ich gleich wieder selbst mitgebracht:

Zucchinisetzling Zucchiniblüte
Fruchtansatz mit Blüte Rundenzucchini im Kleingarten
Zucchini im Gewächshaus Zucchiniernte
Gratinierte Zucchini aus dem Backofen

Ähnlich wie bei dem gefüllten Zucchinikürbis mit Safranreis, haben wir hier etwas bodenständiger Basmatireis vorgegart und mit Kräutern aus dem Garten vermischt: Estragon und Selleriegrün. Dann reichlich geriebenen Käse sowie einen Klacks Creme Fraiche unterrühren. Alles zusammen in die ausgehöhlten Rundenzucchini füllen und eine gute halbe Stunde im Ofen gratinieren.

Gefüllte Rundenzucchini aus eigener Ernte

Blooming: Hortensien

Hortensienknospe

Frühe Hortensienblüte

Hortensienblüte

Blooming: Hortensien

Gurkenlimonade mit Minze und Ingwer

Gurkenlimonade mit Minze und IngwerEndlich Sommer! Und ich bin immer noch im Limonadenfieber. Es gibt wenig erfrischenderes, als mit vorproduziertem Sirup und saisonalen Früchten kurz mal ne eisige Schorle aufzumischen, um sich dann wieder ganz entspannt unterm Sonnenschirm zu aalen bis die Schwarte kracht. Wenn die Sonne brennt, hält sich das Unkraut im Kleingarten nämlich vornehm zurück. Da muss niemand blindlings durch die Beete buckeln. Einfach ab und an des Wahnsinns fette Beute an Obst und Gemüse einsammeln, fix weiter verarbeiten und dann wieder: Füße hoch!

Ähnlich wie bei meinem Rezept für Kräuterlimonade setze ich hier wieder den Zuckersirup an. Diesmal vor allem mit Minze, denn die passt ganz hervorragend zu Ingwer und unseren Gurken aus dem Gewächshaus.

Sirup mit Ingwer und Kräutern

Gurken aus dem Kleingarten

Die Gurken sind inzwschen zu ansehnlichen Kloppern heran gewachsen, dabei sollense gar nicht so groß und wässrig werden, wie jene, die man auch in jedem Supermarkt bekommt. Ganz ähnlich wie Melonen fügen sich solche Panzerbeeren den unterschiedlichsten Würznoten. Diese hier sind noch richtig schön fleischig und satt im Geschmack. Ich schäl die fix mit einem Sparschäler, pürier Gurkenscheiben mit dem Ingwer-Minze-Sirup im Standmixer und dann wird alles zusammen auf Eis bloß mit Mineralwasser aufgegossen.

Gurken schälen

Gurken und Kräutersirup in den Standmixer geben Gurekn pürieren




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