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Heiliger Bimbam – Roadtrip durch Nordspanien. Schwalbe on Tour in Galicien.

San Andrés de Teixido

Die Wallfahrt ist entlang des Jakobsweges das beherrschende Thema in ganz Nordspanien. Hier in Galicien mischen sich christliche Vorstellungen mit den heidnischen Bräuchen der Kelten. So gilt der Sternenweg als Synonym für den Jakobsweg. Das Sternenlicht der Milchstraße ist dabei der Kompass, der den Seelen auf ihrer Wanderung als Orientierung dient und den Weg zum Paradies zeigt. Das Tor zwischen diesen Welten vermutete man früher, wie in der galicischen Mythologie, am Ende der Erde. Irgendwo hier. Oder im Himalaya. Es soll mehrere solcher Durchgansorte geben.
San Andrés de Teixido war lange der wichtigste Wallfahrtsort, bis der offizielle Jakobsweg entstand und dadurch Santiago de Compostela dem kleinen Küstendorf den Rang ablief. Das galicische Wort teixido leitet sich ab von teixo, bezeichnet also einen Ort, an dem es viele Eiben gibt. Die Baumart der Eiben geht bis ins Jura zurück, die Zeit der Dinosaurier. Daher wird sie von Botanikern mitunter Urbaum genannt. Diese Bäume wachsen besonders langsam und während andere Bäume irgendwann absterben, erneuert sich die Eibe von Innen. Wenn Jahrhunderte später die fragile Hülle des ursprünglichen Stammes wegbricht, wächst ein junger Baum, wie ein uraltes Wesen in einem neuen Körper weiter.
An dem Küstenabschnitt westlich von San Andrés de Teixido passierten viele Schiffsunglücke. Costa da Morte – Küste der Toten, wird sie genannt und die Absicht so einer Wallfahrten soll ja darin bestehen, die Seele mit dem Weg vertraut zu machen, den sie nach dem Tod gehen muss. Ein galicisches Sprichwirt lautet:

Ao San Andrés de Teixido vai de morto, o que no foi de vivo – Wer nicht als Lebender nach San Andrés pilgert, muss es als Toter tun

Santuario De San Andres De Teixido

Santuario De San Andrés De Teixido

Das Santuario De San Andrés De Teixido müsse nach der Überlieferung also jeder Galicier mindestens einmal im Leben besucht haben. Die Kirche des Heiligen André liegt im Zentrum eines kleine Dorfes über den Klippen der Halbinsel Serra da A Capelada und zeigt überwiegend gotische Elemente. Der Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1789. Seit dem 12. Jahrhundert soll es im Ort ein Kloster gegeben haben. Den Apostel Andreas soll Jesus persönlich an diese Küste befördert haben, um die Gegend zu missionieren.
In den Souvenierständen der nachbarschaftlichen Gassen reihen sich Souvenirs, wunderliche Mittelchen und Kräuter, wie die Herba de Nomorar. Eine Grasnelke, die bei Liebesproblemen helfen soll. Schutzamulette und Figuren aus Weißbrot, Kekskringel für sanfte Geburten – beten soll schließlich auch helfen. Wer hierher pilgert, liebt solche Rituale. Als Beweis seines Besuchs legt man einen Stein auf einem Haufen ab und richtet ein Wunschgebet an den ortsansässigen Heiligen, nachdem man vom Wasser an der Quelle La Fuente de los Tres Caños getrunken hat. Dabei gniddelt man ein Stück Brot ins Wasser und wenn das untergeht, hat man Pech gehabt. Man geht hier also lieber auf Nummer sicher.

Kapelle Santo André San Anrés de Teixido
Hauptaltar des Heiligen André Jesus in San Andrés de Teixido
Hauptaltar Santo André de Teixido

Kreuz Santuario De San Andres De Teixido

La Fuente de los Tres Caños

Wallfahrtskirche an den Rías Altas

Auf dem Jakobsweg

Santiago de Compostela

Mit unseren gesammelten Devotionalien laufen wir pünktlich nach der Siesta in Santiago de Compostela ein. Dieser Name wurde erst ab dem 10. Jahrhundert verwendet und auch seine Herleitung gibt einige Rätsel auf. Allgemein bedeutet „Campus Stellae“ Sternenfeld und steht in Beziehung zur Milchstraße und dem Licht, das auf dem Sternenweg zur Grabentdeckung des alten Apostels hier vor Ort geführt haben soll. Alchemistische Autoren lesen „compos“ als den Empfänger und „Stella“ als den Stern, der in der Transmutation als ein Zentrum des strahlenförmigen Lichts erscheinen soll. Das Wort „Compostum“ deutet ebenfalls auf solche Gräberfunde sowie auf den Zusammenhang von Tod und Auferstehung hin. Einer der alten Ortsnamen – „Liberum Donum“ – ist laut keltischer Herleitung von „llywbr“ ein Durchgangsort der Höhe „dunum“. Alle beziehen sich jedoch auf das Geheimnis von Leben und Tod, dem in Santiago de Compostela als galicische Hauptstadt vor allem schwer vergoldet gehuldigt wird.

Jakobspilgerer

Santiago de Compostela

Tapasbar in Santiago Universität Santiago de Compostela
Die zwölf Apostel Touch the Prophet
Altar oben

Altar mitte

Altar unten

Schwarze Maria de Compostela Jesusbild Santiago
Altarbild Jesusstatue
Taufbecken Kapelle
Heiligtum Compostela Kapelle Santiago
Deckenrelief Santiago de Compostela

Deckenmalerei Auge Santiago


Reliquiensammlung Pantheon
Kirchturm Santiago de Conmpostela

Meigas, Mythen und Mondfinsternis – Roadtrip durch Galicien. Schwalbe on Tour in Nordspanien.

Meigas, Mythen und Mondfinsternis - Roadtrip durch Galicien: Schwalbe on Tour in Nordspanien.

Durch weitläufige Bergketten vom restlichen Spanien lange abgeschottet, schaffte es die Christianisierung in Galicien kaum, alte Mythen wie den Volksglauben an heilbringende oder verfluchende Wesen auszutreiben. Ähnlich wie in Norwegen, stößt man auch hier in Nordspanien immer wieder auf okkulte Orte und zauberhafte Geschichten über die örtlichen Hexen. Verzeihung, Meigas – so werden diese weisen Frauen genannt. Sie sehen sich als weibliche Nachfahren keltischer Druiden und hielten bisher noch jeder Dämonisierung durch die Kirche stand. Die Magie der Meigas bezieht sich auf die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde. So ähnlich geht es uns ja auch, auf unserer Campingtour mit der Schwalbe. Wir touren durch Galicien von einem Wasserkult im heiligen Wald durch eine christianiserte Himmelspforte zur Super Full Moon Eclipse hoch in die Berge.

Meigas - keltische Magie in Galicien

Santa Eulalia De Bóveda

Rund um Lugo liegen dichte Waldgebiete. Entstanden ist die älteste Stadt Galiciens aus einer Keltensiedlung, von der auch der Name „Lug“ stammen soll. Heiliger Wald. Während wir hier mitten in der Nacht zum Vollmond im Dorf Santa Eulalia De Bóveda einfahren und unser Lager zwischen knorrigen Eichen und keltischen Mauern aufschlagen, wirkt diese Gegend schon sehr unheimlich. In der Nähe bellt ein Hund. Eher stammt das Jaulen noch von einem Lobishome oder Home de Unto, wie Wolfsmenschen hier genannt werden. Eulen rufen. Menschen würde man in dieser abgeschiedenen Gegend kaum vermuten, dabei ist die Kirche im Ort von besonderer Sehenswürdigkeit. Unterhalb ihrer Fassade aus dem xten Jahrhundert legte man erst zur Jahrtausendwende einen Tempel mit feinen Wandmalereien frei, der wahrscheinlich auf einen antiken Wasserkult zurückzuführen ist. Während Sonntags für die wenigen Nachbarn aus der Umgebung eine Messe per Lautsprecher aus Lugo übertragen wird, spökern wir ein bisschen um die einsamen Gemäuer und fühlen uns doch unter strenger Beobachtung.


Schindeldächer Katze oder Wolfsmensch
Dorf bei Lugo

Santa Eulalia De Bóveda

Tempeleingang zum Wasserkult

Auf den Spuren galicischer Kelten

Ein Stück weiter, in der Kirche San Cristóbal in Donalbai, bestaunen wir eine Himmelspforte, die im Zuge der Christianisierung einfach zum Hauptportal des Gotteshauses verbaut wurde. Hexen sind hier aber immer noch beliebter als jeder Pfarrer, heißt es:

Zuerst war da der Stein der Meigas, dort haben wir uns versammelt, unsere Kulte gelebt. Dann kam die katholische Kirche und hat auf die Steine Granitkreuze gesetzt. Glauben Sie, das stört uns?
Was ist eine Meiga

Überall trifft man in dieser Gegend von Galicien auf die Spuren der Kelten, die sich ihre Bräuche aufgrund der Abgeschiedenheit lange ohne äußere Einflüsse bewahren konnten. Dolmen und Hügelgräber, heilige Steine. Man stolpert immer wieder über die Zeichen vergangener Geschichte, wenn man sich etwas abseits der ausgetretenen Pfade durch Nordspanien bewegt. Im relativ gut erhaltenen Castro De Viladonga liegen die Überreste einer keltischen Siedlung, deren typische Rundbauten noch an manchem Dorfeingang zu finden sind. Früher waren sie mit Stroh gedeckt.

Christianisierte Himmelspforte - Puerta del Cielo

Galicische Dörfer

Castro De Viladonga

Wildpferde in den Bergen Roadtrip Galicien
Wildpferde Galicien

Galicische Passstraße Zauberpilze

Totale Mondfinsternis in Nordspanien

Ich präsentiere unser „lauschiges“ Plätzchen für die Mondfinsternis. In den Bergen kurz vor La Coruña stürmt es wie Hulle aus NNO. Das einzige Wolkenband in ganz Nordspanien zieht verdächtig nah vor unserer Nase längs. Aber hey. Meigas und so. Wir haben Glück und dieser Blutmond entwickelt sich zum absoluten Highlight unseres Campingtrips durch Galicien. Der Vollmond steigt kurz über die Wolken. Wir wandern durch eine unwirklich ausgeleuchtete Heidelandschaft, ohne einen Schatten zu werfen. Bizarre Formen zeichnen die Büsche um uns herum gegen das fahle Licht, während verblasene Wolkenfetzen – einer Santa Compaña gleich – als ruhelose Seelen unter dem Supermond vorbei ziehen. Dann legt sich der Schatten der Erde über die Scheinwerferscheibe am Himmel, deren Konturen auf einmal sichtbar werden. Der Mond färbt sich langsam rot und wirkt mit dem wandernden Lichtkegel plötzlich wirklich so plastisch, dass man erkennt, wie naheliegend sich hier ein kugeliger Planet ins Firmament gedreht hat. Ein großartiges Schauspiel. Bis 2033 müsste man wieder darauf warten.


Sonnenuntergang Chao de Monte

Vollmond


Blutmond und Mondfinsternis

Full Moon Eclipse

Totale Supermondfinsternis

Nächste Supermondfinsternis 2033

Sonnenaufgang nach Mondfinsternis

Galicien – Tour de Praia. Roadtrip mit der Schwalbe durch Nordspanien.

Galicien - Tour de Praia

Lange weiße Sandstrände wechseln sich im nordspanischen Galicien mit hohen Steilküsten ab. Die meisten Galicier leben entlang der Küste. Die nördlich gelegenen Rías Altas sind lange, schlauchförmige Flussmündungen, die wie norwegische Fjorde bis ins Meer reichen. In ihnen mischt sich Süßwasser mit dem Salzwasser des Atlantiks. Meeresfrüchte und Muscheln wachsen in diesem Klima besonders gut. Hier im Norden Galiciens wirken die Klippen rauh und die Küste schroffer als weiter südlich Richtung Portugal oder entlang der Costa Verde in Asturien. Die schönsten Buchten dieser nordspanischen Region, fahren wir mit dem Camper unserer Schwalbe ab.

La Playa De Las Catedrales

Kurz hinter der asturischen Grenze, zwischen Ribadeo und Foz, liegt der Playa de las Catedrales. Aguas Santas, heißt dieser Strandabschnitt eigentlich. Während bei Flut die Gischt hoch gegen die Felsen schlägt, kann man bei Ebbe runter zum Strand wandern, um die steinigen Galerien aus der Nähe zu bewundern, die hier durch Wassererosion entstanden sind. Mit wechselndem Tageslicht verändern diese bizarren Felsformationen auch ihre Farben.

Spiegelung Praia Catedrais

Schnick Schnack Schnuck Catedrais beach

Klippen und Strand Galicien Catedrais Höhle
Playa de Catedrais

Tour de Praia Catedrais

Roadtrip Galicien

Ria de Viveiro

Arealonga und Praia San Roman

Die galicische Nordküste zählt zu den abwechslungsreichsten Küstenlandschaften in Nordspanien. Hinter Foz fahren wir über den fjordartigen Rias de Viveiro runter in die Bucht von Barqueiro. Der Küstenabschnitt zwischen dem Praia de San Román und dem großen Praia de Area Grande zählt zu Recht zu den absoluten Traumstränden Nordspaniens.
Wir finden einen ruhigen Stellplatz am Ufer, wandern zwischen Muschelbänken in den Sonnenuntergang und erkunden am nächsten Tag die kleinen Felsenhöhlen am Ufer. Danach geht es weiter zwischen dem Ría de Barqueiro im Osten und der westlich gelegenen Ría de Ortigueria über Porto de Bares hinauf zum Kap Punta Estaca de Bares.

Höhlen am Strand Klippenklettern
Praia Arealonga

Schwalbe on Tour in Galicien

Galicien, Nordspanien

Cabo Ortegal

Auf dieser schroff abfallenden Landzunge treffen Golf von Biskaya und der offene Atlantik aufeinander. Es stürmt wie Hulle, hier am nördlichsten Zipfel Spaniens, auch wenn man das den Bildern kaum ansieht. Bevor wir uns den Heiligtümern des Landes zuwenden, jagen wir erstmal der nächsten Mondfinsternis entgegen. Wir haben Vollmond.

Ortegal in Galicien Cabo Ortegal
Espanha - Roadtrip Nordspanien

Roadtrip Asturien – Fischerdörfer und Badestrände. Nordspanien: Schwalbe on Tour.

Roadtrip Asturien - Schwalbe on Tour

España Verde, das „grüne Spanien“, wird das autonome Asturien in Nordspanien deshalb genannt, weil die kantabrischen Gebirgsketten hier für sattes Weideland entlang der Küste sorgen. Während das Landesinnere noch vom Kohlebergbau geprägt ist, Asturien war u.a. Ausgangspunkt der spanischen Arbeiterbewegung, sieht man entlang der Küste viele Kühe und Kornspeicher. Diese Hórreos schützen frei stehend die Ernte vor Feuchtigkeit und deren Verzierung soll böse Geister abhalten. Südlich der kleinen Stadt Llanes fährt man über eine enge Passstraßen mit toller Aussicht auf die Küste zur Rechten und erkennt bei guter Sicht die Picos de Europa landeinwärts.
Die Gegend zeigt immer wieder Spuren vom Mithraskult, dessen Gott des Lichts in der vorchristlichen römischen Welt in Kosmos und Schöpfung als Lebensfeuer existiert. Sterne sind nach persischer Überlieferung Löcher im Himmelsgebirge, durch die dieses Licht scheint. Wir entdecken auf dem Weg nach Galicien mit dem Camper unserer Schwalbe kleine Fischerdörfer und die schönsten Strände des Landes.

Costa Verde

Kornspeicher Asturien

Lastres in Nordspanien

Lastres

Wie Llanes, steht das am Hang gelegene Städtchen Lastres heute ebenfalls unter Denkmalschutz. An der Küste hat man Knochenfunde und versteinerte Spuren aus der Zeit der Dinosaurier vor 150 bis 200 Millionen Jahren gefunden. In den schmalen Gassen trifft man neben vereinzelten Touristen auch eher betagte Einwohner.
Im Hafen gibt es ein modernes Restaurant für die Yachtensegler, aber das Dorfleben spielt sich in der kleinen Tapasbar ums Eck ab. Wir sitzen auf einer Terrasse mit Blick über das kantabrische Meer, während in der Bar del Puerto hitzig diskutiert wird. Wahrscheinlich geht es um die berühmten Riesenkalmare, die in einem grandiosen Unterwassercanyon vor der Küste leben sollen. Wein wird vom resoluten Patron der Bodega immer wieder nachgeschenkt. Ein missmutiges Kopfnicken genügt. Die Tagessuppe kommt in einer großen Terrine auf den Tisch und ist man sich schließlich einig geworden, düsen nachbarschaftliche Fahrgemeinschaften mit quitschenden Reifen davon.


Hafenstadt Lastres

Playa de Rodiles

Playa de Rodiles

Wir übernachten ein Stück weiter am Strand von Rodiles, der vor allem bei Surfern sehr beliebt ist, weil der kräftige Ría de Villaviciosa hier direkt aus den Bergen ins Meer fließt und für eine besonders gute Strömung sorgt. Zwischen Eukalyptusbäumen parkt man geschützt hinter einem kleinen Dünenstreifen. Der Strand ist eingesäumt von hoch aufragenden Klippen, auch außerhalb der Saison noch von Rettungsschwimmern bewacht und Duschen gibt es auch.


Cudillero in Asturien

Cudillero Fischfabrik Humilladero-Kapelle, Cudillero
Mirador el Picu Cudillero Centrum

Cudillero

Im nächsten Dorf setzen wir uns nach einem kleinen Rundgang gleich zu den Einheimischen in eine etwas abseits gelegene Pinte. Es gibt Sidra, den typischen Apfelwein aus Asturien und es dauert nicht lange, dann schimpft man auch hier kräftig um die Wette. Einig ist man sich zumindest, dass die touristischen Restaurants unten am Platz nur bei solchen Dummköpfen Gewinn machen können, denen das Geld noch zu locker sitzt. Einer Legende zufolge wurde die Stadt von den Wikingern gegründet. Frühere Besiedelung in der Steinzeit ist erwiesen und in Cudillero wird ein völlig eigenständiger Dialekt gesprochen. Das sogenannte Pixueto. Wir erraten kaum ein Wort, verstehen uns jedoch prächtig.


Puerto de Cudillero

Playa del Silencio

Cabo Busto

Playa del Silencio – Cabo Busto – Playa de Cueva

Hinter Cudillero lohnen sich immer wieder kleine Abstecher hinunter zur Küste, um die schönsten Strände der Region kennenzulernen. Playa del Silencio ist nach einem etwas abenteuerlichen Abstieg zu erreichen und bietet einen phantastischen Blick entlang der felsigen Steilküste Asturiens. Im winzigen Dorf vor dem Cabo Busto fahren wir uns mit der Schwalbe das erste mal fest. Enge Straßen, Sackgasse. Nichts geht mehr, außer der Rückwärtsgang. Die Dörfler sind einigermaßen entgeistert. Klapprige Kühe zeugen davon, dass das Leben hier seit der Krise mit Sicherheit nicht einfacher geworden ist. In Zeitlupe navigieren wir uns schließlich frei. Am Playa de Cueva heißt es dann: Parole Badetag!

Playa de Cueva


Luarca in Asturien

Luarca

Die weiße Stadt an der grünen Küste erreichen wir gegen Abend kurz vor der galicisischen Grenze. Die große Sturmflut hat hier 2014 mit zehn Meter hohe Wellen einigen Schaden angerichtet und u.a. ein Museum für Riesenkalmare zerstört. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. Wir campen mit der Schwalbe direkt am Stadtstrand, fahrend mit dem Fahrrad durch den Ort und lassen das maritime Treiben beim Tapasessen in einer Sideria am Hafen an uns vorbeiziehen. Morgens springen wir zur Erfrischung direkt ins Meer und dann kann der Roadtrip durch Nordspanien weitergehen.

Puerto de Luarca Sideria in Luarca


Stadtstrand in Luarca

Llanes in Asturien – mit der Schwalbe on Tour in Nordspanien

Asturien - mit der Schwalbe durch Nordspanien

Die erste große Etappe unseres Roadtrips Richtung Süden haben wir hinter uns. Nachdem wir die schönsten Badeorte der französischen Atlantikküste abgeklappert hatten und heil von einem Wanderausflug ins Baskenland gestiegen sind, erreichen wir nach etwa einer Woche einen ersten, festen Zielpunkt in Llanes. Das Fürstentum Asturien in Nordspanien hatten wir uns eigentlich ausgeguckt, weil man hier neben tollen Landschaften der Costa Verde auch einen optimalen Startpunkt in die kantabrischen Pyrenäen findet. Die berühmten Picos de Europa sind hier schnell zu erreichen. Allerdings ist man gut beraten, sich nach dem Wetter zu richten. Während zur Seeseite bestes Spätsommerwetter zu den schönsten Stränden Nordspaniens zieht, kann es im bergigen Landesinneren oft wolkenverhangen sein. Wir nutzen die Zeit trotzdem, um einfach mal wieder in Ruhe aufzutanken.

Schwalbe on Tour - Llanes

Satt grüne Pyrenäenausläufer der Bergkette Sierra del Cuera fallen in Llanes direkt ins Meer und treffen antlang der Buchten auf ausgewaschene Kalkriffe, die zu malerisch geschützt liegenden Stränden in den Atlantik wachsen. Wir errichten unser Lager direkt oberhalb dieser Klippen, auf einem kleinen Campingplatz mit Blick auf den Golf von Biscaya. Kurz unterhalb der Kapelle de la Guía. Am nächsten Tag schnallen wir die Fahrräder ab und erkunden die Stadt, deren Mauer aus dem 13. Jahrhundert und Gebäude aus dem Mittelalter teilweise erhalten geblieben sind. Die historische Altstadt dieses kleinen Fischerortes von 12000 Einwohnern steht mit ihren Palästen der Gotik und des Barock heute unter Denkmalschutz.


Villa in Llanes

Altstadt von Llanes


Palacio Duque de Estrada in Llanes

Llanes Altstadt

Architektur in Llanes

Während in den Siderias der schmalen Gassen von Llanes am späteren Abend Apfelwein in Strömen fließt, hält man sich mittags mit ein paar Tapas über Wasser. Am Hafen sitzen wir mit Aussicht auf das geschäftige Treiben der Touristen vor allem mit Einwohnern in der Bar Uri. Eine klassische Tapasbar, in der man sich kleine und größere Gerichte frei Schnauze zusammenstellen lassen kann. Pulpo, Kutteln und eingelegte Anchovas kommen bei uns auf den Tisch und anschließend zieht man sich an einem der Stadtstrände zur Siesta zurück. Die ist hier schließlich heilig.

Tapasbar in Llanes

Siesta am Playa del Toró Kalksteinklippen
Herzen am Stand Kalksteinkliff am Stand von Llanes

Am Playa del Toró, kurz hinter unserem Campingplatz, bildet weicher Kalksteinsand eine natürliche Lagune aus der bizarre Felsformationen aus Spitzen und Höhlen Krabben und anderes Getier beheimaten. In den geschützten Pools dazwischen kann man wunderbar baden.

Playa del Toró

Bäume auf dem Paseo Pedro Schnick Schnack in Llanes
Paseo de San Pedro

Abends wandern wir ein Stück auf dem südlich gelegenen Paseo de San Pedro über die Steilklippen in den Sonnenuntergang und essen bei den unschlagbar günstigen Menüpreisen im Casa Canene schon wieder auswärts. Für nicht mal 20 Euro bekommt man hier drei einfach Gänge serviert, dazu einen Hauswein, eine Flasche Wasser inklusive. Keine Überraschungen, dennoch solide, einfache Küche mit tollen Produkten.

Morgens folgt ein Frühstück, in einem der ältesten Cafés der Stadt, wo man eine beeindruckende Auswahl feinster Trinkschokoladen vor sich hat. Dazu gibt es Churros, traditionelles Schmalzgebäck, das ich bisher von einigen Strandverkäufern in eher zäher Erinnerung hatte. Frisch ausgebacken, gestippt in so einen sämigen Kakao schmeckt es uns hier jedoch richtig gut. Wir genießen diesen gediegenen Start in den Tag gemeinsam mit altehrwürdigen Damen und Herren, die sich zum Wochenmarkt hin richtig schick gemacht haben. Man fühlt sich im Salon-Cafe Hotel Paraiso wie auf einer Zeitreise.

Rustikaler wird es unten am Hafen, dessen rauhes Flair früherer Walfänger trotz der modernen Sportboote immer noch zu spüren ist, wenn die Fischer hier ihre Thunfische an Land bringen. Im La Casa Del Mar bekommt man den ganzen Tag satte Fischplatten für wenig Geld. Sidra, noch einen Cortado und dann segeln wir mit unserer Schwalbe auch schon weiter.

Frischer Thunfisch Fischer in Asturien
Mittagsmenü im Casa del Mar
Hafen von Llanes

Wandern in Nordspanien – baskische Mythologie im Urkiola Nationalpark. Schwalbe on Tour!

Roadtrip Nordspanien - mit der Schwalbe on Tour

Nach einigen Tagen on the Road entlang der französischen Atlantikküste verbringen wir im nordspanischen Teil des Baskenlandes eine Nacht in den Bergen. Im Naturpark Urkiola schlafen wir in einer grandiosen Waldlandschaft aus der kahle Kalkberge ragen. Diese Gegend mit ihrem höchsten Gipfel, dem Amboto auf 1337 m, ist das magische Reich baskischer Mythologie. Die Erdgöttin Mari, soll hier bei schönem Wetter in einem roten Gewand vor einer Höhle sitzen und ihr blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmen. Manchmal sieht man sie nachts als Feuerball am Amboto vorbei zum nahegelegenen Berg Oiz ziehen. Je nachdem wohin sie reist, wird es gutes oder schlechtes Wetter geben.


Wandern in Nordspanien

Urkiola Nationalpark - Untzillatx

Heiligtum des Sankt Antonius, Urkiola

Im Gegensatz zum heiligen Bimbam in Santiago de Compostela beeindruckt der katholische Wallfahrtsort Santuario de San Antonio im baskischen Euskal Herria, oder Euskadi, durch moderne Schlichtheit innerhalb seiner imposanten Mauern. Wir finden hier in der Nähe ein kleines Besucherzentrum und lassen uns eine zeitlich passende Wanderroute mit Händen und Füßen erklären. Der Orientierungssinn geht uns Flachlandtirolern in den Bergen sonst als erstes verloren.


Wandern in Nordspanien - Urkiola Baskenland

Schafe in den baskischen Bergen

Bergkühe Schlangen und Echsen
Knorrige Eichen Bäume und Wurzeln
Wanderweg im Urikola Nationalpark

Amboto - Wandertour durchs spanische Baskenland

Bergadler statt Schwalben on Tour

Urkiola Nationalpark - Wandern im Baskenland, Nordspanien

Französische Atlantikküste bis ins Baskenland – Schwalbe on Tour: Roadtrip!

La Charente-Maritime

Le Grand Sud-Ouest français nennt man die Gegend entlang der französischen Atlantikküste Richtung Baskenland. Sie umschließt u.a. die Départements Charentes bis Aquitaine. Wir lassen auf unserem Roadtrip mit dem Camper Richtung Süden Normandie und Bretagne hinter uns. Die Schwalbe segelt jetzt zielsicher zu den nächsten Austernhäfen und Surfspots. So langsam kommt Urlaubsstimmung auf.

Bassin de Marennes-Oléron

Marennes-Oléron

Die am Meer gelegene Seite Charente-Maritime ist vor allem für ihre hervorragende Austernzucht bekannt. Wir parken direkt neben so einer Hütte, essen hier mittags wie abends die besten Meeresfrüchte und radeln entlang der Zuchtbecken mit Blick auf die vorgelagerte Île d’Oléron. Spektakuläre Sonnenuntergänge kann man jedoch nur schwer genießen. Durch die seichten Gewässer ringsrum bereitet eine Mückenplage pure Pein. Für eine Nacht im Wohnmobil ist diese Lage dennoch hochromantisch.

Restaurant Le Cayenne


Gardiennage Marennes Marennes Plage
Schnick Schnack Schnuck - Fahrradtour

Marennes-Oléron

Schwalbe in Tour

Bassin d`Arcachon

Bassin d`Arcachon

Mit der Zeit kann man sich auf so einer Campingtour auch mal verschätzen. Wir geraten in den Wochenendverkehr der Franzosen rund um Bordeaux und bleiben vor allem doch aus Nostalgiegründen eine Nacht am Bassin d`Arcachon. Ganz in der Nähe habe ich früher immer meine Sommerferien verbracht. In den Cabannes der Austernfischer im Hafen von la Teste werden Muscheln pur mit etwas Pastete zum Hauswein serviert. Zarte Schnecken sind unbedingt zum Probieren empfohlen und bevor wir hier endgültig versacken, schickt uns der Kellner noch zu einem unbewachten Stellplatz am Strand de La Hume. Hier gibt es nämlich Außenduschen. Die brausen zwar kalt, aber dankbar sind wir für diesen Tipp trotzdem. Merci!

Austernfischer Meeresfrüchte
Pastete Frische Austern
Austern essen Port der la Teste
Plage de La Hume

Biscarosse Océan

Biscarosse Océan

Dem Tipp des Kellners folgen wir auch am nächsten Tag noch gern. Landen zum Mittag beinahe pünktlich beim Surfcup in Biscarosse Océan und genießen das Getue etwas erhaben auf einer Terrasse in den Dünen. Mit Austern. Dabei rangeln wir ambitioniert mit Groupies um die besten Plätze. Fahren zum Schwimmen noch ein Stück weiter und finden nach ein paar Badeorten schließlich wieder einen abgeschiedenen Schlafplatz für die Nacht.

Badeorte französische Atlantikküste Surfsport Aquitaine


Lou Bisca Surf Club


Contis Plage

Contis Plage

In Contis Plage ist während der Saison, wie in Biscarosse, sicher die Hölle los. Außerhalb der großen Ferien teilt man sich die hoch aufragenden Dünen bloß mit ein paar Sonnenuntergangsanbetern, die mit den letzten Strahlen von hier verschwinden. Unten gibt es einen kleinen Campingplatz und morgens hat man den Sonnenaufgang über den langgezogenen Pinienwäldern ganz für sich. Während wir oben noch maulfaul den ersten Kaffee schlürfen, zwacken sich die Surfer schon wieder in ihren Frack.

Sonnenaufgang in Contis Sonnenuntergang in Contis
Surfcamp Contis Plage


Campingplatz Contis

Saint Jean de Luz

Kurz vor Saint Jean de Luz – im französischen Teil des Baskenlandes – spitzt sich die Stellplatzsituation unerwartet zu. Die meisten Campingplätze scheinen fest in der Hand internationaler Dauercamper zu sein, die uns spät nachts noch das Schwarze unter der Fingernägeln gönnen. Nach einigen Versuchen, geben wir es auf, lassen den Anrainern ihre geräumigen Vorgärten und bleiben auf einem schnöden Parkplatz. Als es am nächsten Tag hell wird, freuen wir uns einfach über die grandiose Aussicht.

Roadtrip französische Atlantikküste – Bretagne: Schwalbe on Tour.

Bretagne - Schwalbe on Tour

Über die Normandie halten wir mit unserem Camper Kurs auf Nordspanien. Entlang der Kluften und Schluchten französischer Atlantikküste, segeln wir mit unserer Schwalbe über Honfleur – La Hague schließlich in die Bretagne ein. Die Route führt über Cancale – St-Malo – Pointe du Raz und weiter südlich geht es über Marennes – Bassin d`Arcachon – die Badeorte Biscarrosse und Contis bis Saint Jean de Luz ins Baskenland.

Austernbänke vor Cancale

Küstenwanderweg von Cancale bis St-Malo

In den Austernhütten bei Le Vivier-sur-Mer kurz vor Cancale essen wir die handtellergroßen Muscheln direkt vom Höker. Ich mag ja den Austernmarkt in Cancale. Mit Blick auf die vorgelagerten Austernbänke futtert man die Dinger ganz unprätentiös auf der Kaimauer sitzend. Probierstände finden sich aber bereits entlang der gesamten Rue de Baie ab den großen Salinen hinterm Mont St. Michel. Und in diesen Vororten kann man zumindest in den Restaurants deutlich günstiger essen, als in Cancale selbst. Wir kundschaften ein paar kleinere Häfen in Richtung der Point du Gruin aus und übernachten in einer Straßenbucht mit Blick auf eine Heidelandschaft der bretonischen Steilküste, die hier an den einen oder anderen Hitchcock-Klassiker erinnert.


Cancale

Pointe du Gruin

Am nächsten Morgen folgen wir trotz Regenwetters dem Küstenwanderweg ein Stück Richtung St-Malo. Entlang dieses alten Zöllnerpfades steigt man immer mal wieder hinab in einsame Buchten und so finden wir das perfekte Panorama für unseren nächsten Badetag. Die Duschvorrichtung im Camper ist doch eher für Notfälle gedacht.

Steilküste bei Cancale Küstenwanderung Bretagne
Strandbotanik Wanderstiefel

Badetag! #wanderlust #schwalbeontour #instatravel #travelgram #travelblog #Roadtrip #reiseblogger #Bretagne #Frankreich

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Plage du Saussaye

Küstenwanderweg nach St-Malo

Saint-Coulomb

Baie Des Trépassés

Von der Druidenbucht zur Pointe du Raz

Zum weit abseits gelegenen Cap Sizun schlagen wir unser nächstes Lager kurz hinter der Pointe du Van in der Baie Des Trépassés im Département Finistère auf. Einer Legende nach, wurden sterbende Druiden in dieser Bucht von den Kelten zu ihrer letzten Reise auf die vorgelagerte Île de Sein gebracht. Die Seelen der Verstorbenen sollen hier auf das Totenschiff warten.

Badetag in der Druidenbucht Bucht der bretonischen Druiden
Möwen und Meer

Miesmuschelbänke

Zwischen Miesmuschelbänken und hunderten von Quallen steigen wir am nächsten Tag zum europäischen Fernwanderweg, der die nächsten 3050 km bis Venedig führt. Soweit schaffen wir es zwar nicht, aber der Ausblick auf die tosende Passage vor der Pointe du Raz ist auch schon sehr beindruckend.

Wanderweg zum Pointe du Raz

Pointe du Raz

Französische Atlantikküste: Bretagne

Baie Des Trépassés - Druidenbucht

Schwalbe on Tour – Französische Atlantikküste: Normandie

Roadtrip Normandie & Bretagne

Beladen und gepackt roadtrippen wir mit der blauen Schwalbe unseres Campers entlang der französischen Atlantikküste. Normandie und Bretagne kannten wir zwar schon von vorherigen Touren Richtung Süden, aber diesmal sind wir mit dem ausgebauten Bus endlich autark unterwegs. Neben Essen & Trinken haben wir nämlich all das bereits an Board, was einen auf sonstigen Reisen früher oder später zu Planung und Pünktlichkeit zwingt. Wir buchen keine Hotels mehr, fahren solange wir lustig sind und halten einfach dort, wo es uns besonders gut gefällt. Das eigentliche Ziel ist zwar Nordspanien, die Strecke führt jedoch erstmal über Honfleur – La Hague – Cancale – St-Malo – Pointe du Raz.

Pointe du Normandie

Honfleur

Wir überqueren die 856 m weite Spannseilbrücke zwischen der Haute und Basse Normandie als es bereits dunkel wird und kehren nachtblind beim ersten Campingplatz in Honfleur ein. Glücklicherweise gibt es hier keine Schranke, wie das sonst durchaus üblich ist. Wir fahren ungehindert auf einen großen Parkplatz mit Blick auf die Seine, die hier in den Ärmelkanal fließt. Am nächsten Morgen gibt es frisches Baguette und Croissants direkt aus dem konspirativen Kofferraum eines französischen Mitdenkers. Auf Fahrrädern erkunden wir diese malerische Stadt im Département Calvados.

Schiffe auf der Seine Camping in Honfleur
Frische Croissants Schwalbe on Tour - Normandie
Über den Dächern von Honfleur

Fahrradfahren in Honfleur Streetlife
Altstadt Honfleur

Honfleur Stadtrundfahrt

Haus des Glöckners von Ste. Catherine #reiseblogger #Roadtrip #Normandie #Honfleur #stecatharine #rabimmelrabammel

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In den Gassen von Honfleur

Roadtrip Frankreich

La Hague

Wir fahren mit unserem Camper ein Cap weiter entlang der berühmten Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennelemente aus diversen Kernkkraftwerken in die ansonsten traumhaft wilde Landschaft von La Hague. Auf der Halbinsel Cotentin im Département Manche kommt man sich manchmal vor wie in Irland. Genauso stürmisch ist es hier auch.

Wiederaufbereitungsanlage Usine de Retraitement
Fabrik für abgebrannte Brennelemente Aufbereitungsanlage La Hague
Roadtrip Département Manche

Halbinsel La Hague

Bei guter Sicht sieht man hier die vorgelagerten Kanalinseln Jersey, Guernsey, Alderney, Herm und Sark. Wir wollten eigentlich Hummer vom Grill essen, denn an diesem gottverlassenen Fleckchen Erde am Ende der Welt gibt es tatsächlich noch ein uriges Restaurant. Das hat allerdings außerhalb der Saison wieder mal Ruhetag und so bleibt uns ausreichend Zeit, gegen tosende Naturgewalten um die besten Motive zu kämpfen. Sturmböen peitschen meterhohe Wellen gegen die schroffe Küste. Gischt jagt den Leuchtturm hoch und maximale Windstärken formen die wenigen Bäume rund um den Verteidigungwall Hague-Dick zu bizarren Abbilden längst vergangener Zeiten. Der in der Bronzezeit errichtete Wall wurde vermutlich im 9. Jahrhundert durch die Wikinger verstärkt und bietet uns in der kommende Nacht immer noch ausreichend Schutz für einen ruhigen Schlaf.

Sturmböen über La Hague

Unwetter über dem Ärmelkanal

Lechtturm von La Hague

Bizarre Landschaft Cotentin

Wiederaufbereitungsanlage Cotentin

Le Mont-Saint-Michel

This Week: Schwalbe on Tour

Von A – wie Abfahrt über M – von der Mondfinsternis bis Z – für Zuhause. Mein kulinarischer Roadtrip via Instagram, fliegt diese Woche als Zusammenfassung durch den Blog. Camplife, die Special Edition entlang der Atlantikküste.




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