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Bergen, Kristiansund und Trondheim – 3 kulinarische Städtetrips in Norwegen

Bergen, Kristiansund und Trondheim - kulinarische Städtetrips

Nach einigen Tagen on the Road freuen wir uns immer, wenn ein eingeschobener Städtetrip zwischen den Wandertouren uns der vermeintlichen Zivilisation wieder etwas näher bringt. Schließlich besteht Norwegen nicht bloß aus nyddeligen Dörfern. Die Symmetrie der angelegten Straßen, kühle Architektur und kulturelle Highlights in Form von gutem Essen wissen wir nach der ersten warmen Dusche schließlich wieder zu schätzen. Unter diesen Vorzeichen sind auch unsere Tipps für Städtetrips entstanden, die sich gleich in eine Blogparade zum Thema einreihen.

Gourmetfestival in Bergen

Gourmetfestival in Bergen

Immer im September findet in der norwegischen Stadt Bergen das jährliche Gourmetfestival statt und die Promenade rund um den Hafen bis unter die bunten Häuser der Bryggen ist gepackt voll mit Leuten. Nicht bloß voller Touristen, die sich hier sonst an den völlig überzogenen Preisen des täglichen Fischmarktes die Zähne ausbeißen, sondern auch alle Norweger sind hier unterwegs und futtern sich durch die vielen Köstlichkeiten der unterschiedlichen Regionen des Landes. Wir sind mittendrin.

Schnick Schnack Schnuck in Bergen Seespinne am Fischmarkt
Tyttebeeren vom Markt Yachthafen
Bryggen in Bergen

Beim sogenannten Matsfestival stellen mehr als 300 Aussteller lokale Produkte und Gerichte vor, um eine größere Nähe zwischen Produzenten und Verbrauchern zu schaffen. Hier findet man wirklich alles, was das Land zu bieten hat: Fleisch, Käse, Würste und natürlich Fisch. Solche kulinarischen Höhepunkte lässt sich wohl kein Foodblogger entgehen. Wir reisen morgens mit leerem Magen an und probieren alles.

Pölser

Klippfisch vom Skrei Klippfisk und Bacalao
Frittierte Fischbällchen

Pölser hatten wir unterwegs schon mehr als genug gegessen. Wir konzentrieren uns deshalb erstmal auf Fisch, der auf unserer bisherigen Route ziemlich schwierig aufzutreiben war. Wir haben das zuerst gar nicht kapiert, doch die Norweger sind ob der überall präsenten Natur große Outddoorfreaks. Biken noch nach Feierabend den Hausberg hoch, wandern jedes Wochenende in Wälder und Berge und angeln wohl einfach alle ihr Abendessen selbst. Ohne Witz, Fischgeschäfte sucht man außerhalb großer Städte meistens vergeblich. Beim Gourmetfestival in Bergen kosten wir hingegen frittierte Bällchen vom Klippfisch und gebratene Sprotten. Norwegische Hipster stehen sonst hüben wie drüben eher auf Burger.

Sprottenkönig Frittierte Sprotten

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Sprottenkönig #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Sucht man was Süßes, stößt man überall in Norwegen erstmal auf Pannekoken, die hier beidseitig gebraten und dann eigenhändig mit Marmelade und Sahnecreme befüllt werden. Ich entdecke jedoch hausgemachte Smurte Potetlefser. Das sind süße Hefestrudel auf Kartoffelbasis, deren hauchdünne Scheiben mit Karamell süß bestrichen aufgewickelt und roh verzehrt werden. Wahnsinnig lecker!

Pannekoken Norwegische Pfannkuchen
Gourmetfestival in Bergen: Smurte Potetlefser

Vafler - Waffeln

Von einer irrwitzig langen Schlange am Waffelstand lassen wir uns auch noch zum Anstehen verführen, essen das eher trockene Gebäck mit frischen Früchten und Sahne direkt am Hafen und während wir schließlich die Pfunde bei einem Stadtbummel wieder ablaufen, landen wir noch beim Bierfestival im Studentenviertel. In Norwegen brauen viele ihr eigenes Bier und so gibt es tausende Craftsbiere kleiner Hersteller. Ganz unterschiedliche Typen und Geschmacksrichtungen – fast wie in Brügge.

Militärparade im Hafen Port of Bergen
Tesla vs Harley Bergen: Fußgängerzone und Blumengeschäft
Bierfest in Bergen Studentenviertel unter Regenschirmen
Bierfest im Studentenviertel von Bergen Norwegisches Stadtviertel in Bergen
Haute Couture in Norwegen: Tolle Regenschirme

Kristiansund

Der beste Klippfisch von Kristiansund

Nach unserem Ritt über Norwegens berühmte Straßen fahren wir mittags zum Fischessen in der kleinen Hafenstadt Kristiansund direkt am Yachthafen ein. Leider öffnet das ausgeguckte Restaurant erst am Nachmittag, der Wagen ist schon geparkt und so schnallen wir endlich mal die Fahrräder ab und fahren gemütlich am Wasser längs.

Mit dem Fahrrad am Yachthafen

Yachten und Fischerboote Historische Bootswerft
Hafenanlage von 1865 Yachthafen von Kristiansund
Alte Fischerboote und moderne Trawler Brücke in Kristiansund

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Postkartenmotiv #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck

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Kurz über die Brücke rüber und vorbei an Wohnvierteln ist man hier ganz schnell wieder in der Natur. Die Sonne scheint und wir nutzen die Gelegenheit für unser erstes Bad im Europäschen Nordmeer. Die lauschige Hafeneinfahrt ist hier sanft zerklüftet, sodass wir einfach kleine Felsen hinab zu diesem natürlichen Meerwasserpool klettern und zwischen Seeigeln und Tang wie Robben ins kühle Nass gleiten. Zur Stärkung essen wir zurück in Smias Fiskerestaurant am Yachthafen Bacalao norwegischer Art und den besten Klippfisch von Kristiansund.

Hafeneinfahrt in Kristiansund Rastplatz am Leuchtfeuer
Schwimmbecken unter der Brücke Wasserspaß am europäischen Nordmeer
Schwimmen in Krisitansund

Deep Ocean

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Bacalao und Klippfisch #roadtrip #reiseblog #norwegen #schnickschnackschnuck

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Trondheims Fischmarkt

Trondheims Fischmarkt

Wir sind etwas erstaunt, als wir die moderne, gläserne Halle der Ravnkloa auf der Suche nach Trondheims Fischmarkt betreten. Erwartet hatten wir rustikale Stände und rauhe Marktbeschicker und stehen statt dessen in einer Boutique. Allerdings einer mit angeschlossenem Bistro und wir haben Hunger im Gepäck. Für mich gibt`s endlich mal wieder Austern, der halbvegetarische Mitesser bestellt Fischsuppe und zum Nachtisch schmeckt ein Safraneis aus dem französichen Reims. Alles in allem genauso teuer, wie dieses eine Glas Riesling, das ich mir ob der feinen Küche hab aufschwatzen lassen. In Norwegen bleibt man besser beim Bier, sonst wird man arm.

Fischverkauf vom Kutter in Trondheim Fisch essen in Trondheim
Ravnkloa - Trondheims bekanntestetes Fischgeschäft Austern in Norwegen
Austern schlürfen Fischsuppe vom Fischmarkt
Fischbistro Ravnkloa - Fischmarkt in Trondheim

Trondheims Vikinger am Hafen Kirchturm
Altes Rathaus Wohnen in Trondheim
Restaurierte Bryggen

Trondheims moderne Architektur

Tipps von der Straße – Norwegens Camperedition

Tipps von der Straße - Norwegens Camperedition

Ein paar Tipps und Tricks für das Reisen mit dem Camper durch Norwegen hatten wir uns zwar im Vorfeld von versierten Kollegen eingeholt, aber was man davon umsetzen kann, hängt ganz von der individuellen Planung ab. Unsere war eher spontan ausgelegt, ein paar Hinweise halte ich hier doch mal für kommende Touren fest.

PKW, Camper, oder Wohnmobil?

PKW, Camper oder Wohnmobil? Wir entscheiden uns hier ganz klar für einen kompakten Camper, der sich einigermaßen wendig durch die oft sehr engen Straßen bewegen lässt. Gleichzeitig haben wir keine Lust, uns ständig nach einer Unterkunft für die Nacht umzusehen, was gerade in der Nebensaison ab September schwierig werden kann. Hotels und Pensionen waren nicht unser Fokus, wir sehen kaum welche unterwegs. Dafür bieten viele Campingplätze kleine Hütten, die man kurzfristig mieten kann. Allerdings ist die Saison ab September langsam so sicher vorbei, dass einfach vieles schon geschlossen hat. Ist man jetzt mit dem PKW unterwegs, bräuchte man zumindest ein Zelt, weil man oft vor verschlossenen Türen steht. Mit einem Wohnmobil oder Camper kann man sich hingegen noch auf Campingplätze stellen, die nicht mehr offiziell bewirtschaftet werden und findet sogar zugängliche Stromanschlüsse, für die man sonst knapp 4 Euro pro Nacht zahlt. Für einen Stellplatz werden an offenen Plätzen 25 – 30 Euro fällig. Warm Duschen zahlt man mit einer Krone zu jeder Jahreszeit direkt am Automaten der beheizten Waschhäuschen vor Ort.

Rastplatz mit Waschhäuschen

Wir finden unterwegs auch immer wieder kleine Rastplätze, die zwar keine Duschen, aber zumindest beheizte Waschräume und Toiletten vorhalten. Einen Platz zum Schlafen findet man in dieser Zeit sowieso überall, denn auch dort, wo „Camping verboten“ angeschlagen steht, hat niemand etwas gegen eine Übernachtung einzuwenden. Wenn in den Sommermonaten bis Ende August Straßen und Plätze überfüllt werden, sieht das sicher ganz anders aus.

WC auf den Lofoten Ode an ein Klohäuschen

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Camplife: Waterboarding Will do #roadtrip #norwegen #reiseblog #camperedition #schnickschnackschnuck

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Wasser kann man man überall einfach per Gießkanne nachfüllen, sich an Gartenschläuchen einklinken. An den Tømmestasjonen vieler Tankstellen wie an allen Campingplätzen läd man nicht nur Wasser auf, sondern kann das verbauchte Zeugs auch ablassen.

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Camplife: Ablassen und Auftanken

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Wohnmobile mögen innen etwas komfortabler ausgestattet sein, bieten mehr Platz und vollintegriert eine bessere Isolierung, aber frieren tun wir in unserem roten Blitz eigentlich nie. Wäre also eher eine Geschmacksfrage, wofür man sich entscheidet, kämen nicht noch norwegische Mautstellen sowie unzählige Fährverbindungen hinzu, die einem Gefährt unter sechs Metern günstigere Preise einräumen, als Wagen mit Überlänge.

Maut ist unproblematisch, sollte vorab in Deutschland als Autopass übers Internet freigeschaltet werden und wird dann automatisch abgebucht. Wir geben insgesamt etwa 50 Euro an Mautgebühren aus. Das ist im Vergleich zu Frankreich etwa darum so wenig, weil in Norwegen nur solange Maut erhoben wird, bis die Kosten für Bauarbeiten und Instandhaltung abbezahlt sind.

Fähren in Norwegen

Fährfahrten rechnen sich auf Dauer vor allem dann, wenn man sich rechtzeitg um eine Rabattkarte kümmert. Haben wir nicht. Gibt es dennoch mit Rabatten bis zu 50 % auf die Fahrpreise, die regulär mit etwa 10 Euro pro Fahrt zu Buche schlagen. Auf längeren Strecken entsprechend mehr. Solche Vertigkarten sollen solange ihre Gültigkeit bewahren, bis das eingezahlte Guthaben aufgebraucht ist, sind allerdings an bestimmte Regionen gebunden. Das behalten wir für`s nächste Mal auf jeden Fall im Auge.

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Fährenfutter: Fritten und Pölser #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Außerhalb der Saison in der Pampa noch etwas zu Essen zu finden, ist nicht leicht. Pölser und Fritten gibts an der Fähre, einfache Diner in den Tankstellen und ansonsten steuert man eben den nächsten kleinen Coop-Supermarkt an. Ein Geheimtipp sind auch immer solche Yachthäfen, die neben offenem WLAN, Duschen und Waschräumen zusätzlich einen hübschen Restaurantbetrieb kleiner Karte mit Fish&Chips bieten.

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Fish&Chips #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Telefonnetz in Norwegen Norwegen Online

Viele kleine Telefonanbieter stabilisieren für Mobiltelefone noch in den entlegensten Winkeln eine vergleichsweise gute Netzabdeckung und auch WLAN-Zugänge sind einigermaßen fix, solange man sich nicht gerade an einem brüchigen Hotspot einklinkt. Genutzt haben wir das aber auch bloß für kurzes Infosurfen und Hochladen von Fotos. Mit der Bildbearbeitung bin ich unterwegs ja schon mehr als genug beschäftigt, auch wenn dann ein einfacher Batchlauf ausreicht.

Richtig praktisch wird es, wenn man eigene Fahrräder dabei hat, denn gerade in den Städten liegen die kostenfreien Parkplätze meist etwas außerhalb. Da lassen wir die Drahtesel mal eben schnell frei und erkunden die Gegend auf zwei statt vier Rädern.

Mit dem Camper in Norwegen

Überlebenswichtig ist der passende Soundtrack zum Roadmovie. Wie dieser hier: Bill Callahan – Rough Travel for a Rare Thing.

Frühstück in Norwegen – die Camperedition

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Camplife: Frühstück und Urlaubslektüre #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Selbstredend, dass wir uns auch im märchenhaften Norwegen nicht ausschließlich von Champagner, Luft und Liebe ernähren. Allerdings bringt es so ein Roadtrip mit sich, dass der Fokus bei der Zubereitung auf das Wesentliche fällt. Kaffee, zum Beispiel, ist nicht bloß zum Frühstück irre wichtig. Wir mahlen die Bohnen noch selbst und brühen das Zeugs direkt auf dem Gasherd unseres Campers auf. Mit gesüßter Kondensmilch im Glas gepimpt, Milchmädchen eben.

Kaffee vom Gasherd

Auch wenn Frühstück immer noch die wichtigste Mahlzeit des Tages sein soll, beschränken wir uns dabei meist auf Knäckebrot mit Avocado und Lachs. Trinken frische Buttermilch mit Most. Nicht eben ein Hundeleben, zugegeben, aber es geht doch so zügig vonstatten, dass spätestens auf der nächsten Wanderung nach Nachschub verlangt wird und dafür gibt`s dann einfach ein vorgeköcheltes Porridge. Dazu heißen Kakao, weil man nie so genau wissen kann, ob das Wetter am Gipfel mitspielt.

Frühstückstisch beim norwegischen Roadtrip Gebeizter Lachs
Porridge für die Wanderung Frühstück in Norwegen

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Camplife: Lachsfrühstück mit Buttermilch #roadtrip #norwegen #reiseblog #foodblog #schnickschnackschnuck

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Biwak mit Porridge

Wenn es gleich etwas deftiger zugehen soll, reißen wir dennoch fix eine Dose gebackene Bohnen auf und braten die Eier darin ein. Shakshukastyle in der Cowboyversion. Vor einer Walsafari schmeckt dagegen ein herzhafter Fischburger mit Buletten aus dem Supermarkt. Und immer wieder Spiegelei.

Baked Beans mit Spiegelei Fischbuletten aus dem Supermarkt
Fischburger mit Spiegelei

Walsafari

Norwegische Riviera: Leuchttürme, Sonnenspektakel und Champagnerlaune

Fähre Dänemark - Norwegen

Bordbuffet: Flusskrebse sattEndlich ist es also soweit und wir fahren nach Norwegen, als wir am nördlichsten Zipfel Dänemarks mit unserem Camper auf die Fähre nach Kristiansand rollen und dort direkt das Bordbuffet entern. Wie alle anderen auch. Die ersten Minuten herrscht hier dichtes Gedrängel, dabei werden alle Zutaten während der zweistündigen Fahrzeit regelmäßig nachgelegt. Für mich bedeutet das vor allem: Flusskrebse satt.

Während die ersten Leuchttürme von der Einfahrt in Norwegen künden, sind wir längst wieder an Deck. In historischem Dreierlei markiert erst das Leuchtfeuer der vorgelagerten Insel Grønningen den östlichsten Punkt, der Turm von Oksøy die westliche Einahrt und nach der Passage des denkmalgeschützten Leuchtturms von Odderøya liegen wir auch schon im Hafen von Kristiansand.

Einahrt in Kristiansand: Grønningen fyr Odderøya fyr
Lindesnes

Wir fahren die ersten Ecken weiter ab bis Lindesnes und erkunden die Gegend wie der Hubschauber, der hier Übungen für den kommenden Drehbeginn irgendeiner Serie fliegt, wie wir via Instagram erfahren. Für die erste Nacht können wir unser Camp direkt zu Füßen des historischen Leuchtturms aufschlagen, danach wird das Gelände für den mehrwöchigen Dreh abgesperrt.

Wir stöbern also noch ganz entspannt um das Lindesnes fyr, den ältesten und südlichsten Leuchtturm des norwegischen Festlandes, dessen Feuer bereits 1655 entzündet wurde. Der heutige Leuchtturm kam erst 1915 dazu und bereits im 15. Jahrhundert hieß es, dass diese Landzunge alle Seefahrer kennen. Laut Seefahrthistorikern vor allem als klassisches Schiffbruchgebiet zwischen Skagerrak und Nordsee.

Helikopterübung Steinpeffer
Steinkrautblüte Boot
Leuchtturmpanorama von Lindesnes

Leuchtturmdetail Leuchtturmtreppe
Leuchtturmtür Leuchtturmwärter
Alter und neuer Leuchtturm von Lindesnes

Wir erleben hier weder kräftige Winde noch Strömungen, sondern in bester Champagnerlaune diesen schon beinahe unverschämt kitschigen Sonnenuntergang, eine mondreiche Nacht und am nächsten Morgen einen Sonnenaufgang mit heißem Kakao, der dem abendlichen Spektakel in Nichts nachsteht. Zum verrückt werden, aber für den ersten Urlaubstag eben auch die beste Einstimmung darauf, was Norwegen an Lichtsensationen zu bieten hat.

Champagner Reisesommelier
Champagnerlaune Champagner einschenken
Sonnenuntergang am Leuchtturm

Sonnenuntergang Sonnenuntergang
Abendstimmung am Leuchtturm

Der Mond geht auf Mond zwischen altem und neuem Leuchtturm
Nacht am Leuchtturm Sonnenuntergang am alten Leuchtturm

Sonnenaufgang in Lindesnes

Morgenstimmung Trolle und Leuchtturmmodell

Zusammenfassung: Northern Soulfood Camperedition

Blogevent: Northern Soulfood Camperedition (Einsendeschluss 15. August 2014)Zugegeben, das Thema Northern Soulfood ist in seiner Camperedition schon sehr speziell. Doch umso mehr freu ich mich über die Rezepte, Tipps und Tricks der Foodblogger, die zumindest kulinarisch ein Stück mit uns nach Norwegen reisen. Angeln, Pilze und Wildkräuter sollten wir unterwegs einsammeln, die restliche Ernte einfach eingekocht mitnehmen und ganz ehrlich: Nasse Füße bekommen wir auch hier in Hamburg. Kurz nach Mitsommer und mit Aussicht auf nordlichternde Aurora borealis fahren wir einfach mal los:

Vegetarische Weltreise: Rote Bete, Graupen und Pfifferlinge
von Schnick Schnack Schnuck, Antje
Statt im Backofen, lässt sich dieses schwedische Gericht auch survivalmäßig in der Pfanne gratinieren. Die Zutaten sind truely Northern Soulfood.

Lachs-Gurken-Sandwiches
von Hamburg kocht!, Sabine
Anne Küste gibt`s Fisch und Sabines campertaugliches Sandwich-Survival-Package kommt gleich ganz ohne Gerätschaften aus.

Blumenkohlcreme mit Fischbällchen
von Schnick Schnack Schnuck, Antje
Wenn wir, wie Barbaras Spielwiese mahnt, in Norwegen doch kalte Füße kriegen, dann bringt uns ein sattes Soulfood-Süppchen wieder auf Touren.

von Ich koch dir was! Silke
Sollte ich die Kleingartenernte mal wieder erst kurz vor knapp einfahren können, werden wir Silkes campererfahrenen Profitipp beherzigen: Alles einkochen und mitnehmen.

Forelle gefüllt mit Wildkräutern
von Genial Lecker, Rike
Die Angel muss mit und wenn das Wetter in Norwegen mitspielt, kommen Rikes fangfrische Forellen einfach auf den Grill.

Herrliches Karbonadenwetter

Paniertes Kotelette oder Karbonade

Wenn die Wäsche bereits den dritten Regenguss durchhängt, merkt man, dass Herbst ranbläst und bei mir kommt gleich mal Schnitzellaune auf. SchniPo, also Schnitzel mit Pommes, ist zwar ein heimlicher Klassiker hier im Geblogge Schnick Schnack Schnucks, allerdings hatte ich auch noch mit spätsommerlicher Grillsaison gerechnet, als ich mir dieses Kotelette vom Schwein aus Hamburgs letzter Hofschlachterei im Werksverkauf ergatterte.

Waschtag

Paniert schmeckt dieses Rippenstück aber trotzdem irgendwie herrlich Retro: Mehlen, in Ei-Senf-Mischung wenden und mit Semmelbröseln bestückt, brate ich das Fleisch samt Knochen und Fettrand schwimmend in Butterschmalz aus. Dazu schmeckt mein Bohnen-Bratkartoffel-Salat.

Bohnen-Bratkartoffelsalat an paniertem Kotelette

Knoblauchsuppe mit Blumenkohl

Blumenkohl im Hochbeet

Blumenkohl im Kleingarten scheint die hohe Kunst des Ackerbaus, denn der ist ein besonders sensibles Köpfchen, dem zuviel Hitze schnell einen Sonnenbrand verpasst. Fliegen und Kohlweißlinge samt Brut umschwärmen ihn so sehr, dass für uns bloß noch ausgewählte Exemplare auf den Tisch kommen, die nicht schon im Hochbeet völlig entstellt wurden. Ich verbrate den schnell in Anlehnung an Philips Rezept für die Knoblauchsuppe unserer Kochgruppe. Ist zwar nix für`s Auge, schmeckt aber großartig:

Den Blumenkohl zu kleinsten Röschen zerfleddern und in reichlich Butter bei mittlerer Hitze im Topf bräunen. Eine handvoll Mehl mitschwitzen und dann mit Gemüsefond aufgießen. Ein Glas Weißwein sowie die gehackten Zehen einer Knoblauchknolle zugeben und solange köcheln lassen, bis sich alles mit dem Stabmixer fein pürieren lässt. Zuletzt bloß noch durch ein Sieb streichen und mit einem Eigelb legieren. Nebenher Brotkrumen mit Sardellen zu Bröseln rösten, dann alles zusammen anrichten.

Knoblauchsuppe mit Blumenkohl

Zucchinilasagne vom halbvegetarischen Mitesser

Zucchinilasagne

Ich kann ja nicht gut zugucken, wenn andere kochen und dann links statt rechts rum schnibbeln, Schritte vertauschen und sowieso alles anders machen würden. Sowas muss ich komplett ausblenden, um nicht plötzlich als Mikromanager miserabel in Tipps kaschierte Anweisungen am Fließband abzusetzen. Der halbvegetarische Mitesser kennt das schon. Den Sonnenhut ein Stück tiefer ziehend, sage ich bloß, steht zur Not bestimmt auch irgendwo im Blog. Als weltbester Pizzabäcker und Pionier an der Nudelmaschine sucht er sich dann doch lieber selbst Wege, die ich nur noch ungern bestreite. Einzige Vorgaben: Bitte nicht irgendwas mit Reis und die Zucchini müssen weg. Diesmal gibt es Zucchinilasagne und sein eigenes Rezept, bei dem augenscheinlich immer noch das wir entscheidet.

Zucchini und LasagneblätterDie Zucchini an Spitze und Ende kürzen und je nach Größe in der Mitte halbieren. Anschließend die Zucchini in feine Scheiben schneiden und gut gesalzen beiseite legen. Wer mag, kann die Gemüsescheiben noch etwas ruhen lassen damit sie mehr Flüssigkeit verlieren. Da die Lasagne eh noch eine gewisse Zeit in die Röhre kommt, haben wir hier auf eine längere Zeitspanne verzichtet und direkt weitergemacht.

Dazu nun eine Auflaufform einölen und schon kann mit dem Schichten begonnen werden. Anschließend je eine Schicht Zucchini in der Form auslegen und mit ausreichend Tomatensugo bestreichen, darüber folgt dann eine Schicht mit Lasagne-Blättern.
Da bei uns die Lasagne für mindestens zwei Tage reichen sollte, haben wir auf Großmutters Bräter als Auflaufform zurückgegriffen. Von daher haben wir insgesamt einen Liter passierte Tomaten für zweieinhalb große Zucchini verbraucht.

Zwischen den einzelnen Schichten je nach belieben Gewürze geben. Bei uns folgte auf einer Schicht mit frischen Gartenkräutern aus Thymian, Majoran und gehackter Selleriestange eine weitere mit gehackter roter Zwiebel und Knoblauch.

In Summe ergaben das dann drei Zucchinischichten und ebenso viele mit Lasagne Blättern.

Vom halbvegetarischen MitesserOben darauf kommt dann noch eine ordentliche Schicht Béchamelsauce.
Hierfür etwas Mehl in ausreichend Butter andünsten und mit eine guten Menge Milch aufgießen. Abschließend noch gehobelten Käse untergeben und zusammen aufköcheln lassen.
Das war für uns die passende Gelegenheit, die letzten Pecorinoreste zu verbrauchen.

Nun auf die Béchamelsauce noch eine zusätzliche Schicht Tomatensauce und dann das Ganze mit Büffelmozarella belegt für 40 Minuten in den Ofen.

Nachdem 30 Minuten verstrichen sind, gerne noch ein Schicht geriebenen Parmesan auf die Lasagne geben und dann noch einmal für 10 Minuten zurück in den Ofen.

Abschließend kurz vor dem Servieren noch ein paar Basilikumblätter auf die Lasagne geben und anrichten.

Zucchinilasagne aus dem Backofen

Zucchinilasagne aus eigener Ernte

Blaubeersmoothie mit Ayran

Ayran mit Blaubeeren

Ähnlich wie indischer Lassi, sorgt auch der kaukasisch anatolische Ayran mit einer Mischung aus Joghurt, Wasser und Salz für einen guten Start in heiße Tage. Ich mix den bloß noch mit Blaubeeren zum Smoothie auf: Frühstück ist fertig!

Blaubeersmoothie mit Ayran

Limettenwasser mit Brombeeren und Salz

Alle Wetter – immer an die Elektrolyte denken, Kinners! Wenn es also weiterhin so affig heiß ist, hilft viel Trinken. Damit man nicht völlig ausgeschwemmt dem Hitzschlag entgegen trudelt, kommt Salz ins Spiel. Dieses Rezept, das meine Schwester aus Indien mitgebracht hat, garnier ich bloß noch fix mit Brombeeren aus eigener Ernte: Den Saft dreier Limetten auf 1-1,5 Liter eisgekühltes Wasser geben, drei kräftige Prisen Salz unterrühren und mit Brombeeren garniert anrichten. Lust auf Picknick?

Limettenwasser mit Brombeeren und Salz




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